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Belletristik

In Weihnachtsstimmung mit Lenny Löwenstern

Rotes Buchcover auf hellrosa Schneehintergrund

Wann ist es eigentlich passiert, dass die Weihnachtskekse schon ab Spätsommer in den Regalen liegen? Dass es jedes Jahr früher wird, merken wir alle, aber wann ging es los? Und wie oft habt ihr euch diese Frage schon gestellt? Seid ehrlich. Aber mir ist es im Grunde gleichgültig, denn Spekulatius schmecken schließlich immer.

Mittlerweile aber haben wir November und Gedanken an Weihnachten und die Zeit davor absolut passend. Draußen ist es grau, kühl und (meist) nass. Es wird Zeit, den Balkon, die Terrasse, den Garten winterfest zu machen (ich schreibe das, weil mein Mann gerade die Kübelpflanzen für die Überwinterung vorbereitet) und die ersten Keksrezepte zurechtzulegen. Vielleicht werde ich in diesem Jahr wirklich mal Kekse backen … mache ich sonst nie. Folge lieber der Strategie, mich mit Keksen bebacken zu lassen. Aber 2020 ist alles anders. Und steckt damit auch voller Chancen. Bleiben wir aber beim Thema, sonst würde dieser Beitrag von den vielen Ereignissen in diesem Jahr gesprengt.

Weihnachtliche Girlande zur Abtrennung des Textes

Weihnachtslektüre

Und es ist Zeit für weihnachtliche Lektüre! Kürzlich habe ich den Autor Lenny Löwenstern kennengelernt (während der Online-Buchmesse im November) und beim Stöbern seinen Roman Weihnachtsfabel entdeckt. Der Klappentext klang so vielversprechend weihnachtlich-vorfreudig auf mich, dass ich Lenny zu einem Gespräch eingeladen habe. Ich wünsche euch viel Spaß beim Belauschen.

Am 1. Advent macht der kauzige Vermieter Hieronymus Schollenbein einen überraschenden Fund. Eine geheimnisvolle Schneekugel lässt ihm von da an keine Ruhe mehr. Ein betrügerischer Professor und ein Einbrecher alter Schule haben es ebenso auf ihn abgesehen wie ein stadtbekannter Krimineller.
Die Wege unterschiedlicher Schicksale kreuzen sich. Kann das Weihnachtsfest gerettet werden? Welche Magie wirkt im Hintergrund? Und was verbirgt die Geschichte der Schneekugel?
Weihnachtsfabel / Lenny Löwenstern

Im Gespräch mit Lenny Löwenstern

[Sandra] Hallo, lieber Lenny. Ich steige gleich mal mit einer persönlichen Frage ein. Ich war auf deiner Webseite unterwegs und habe dabei entdeckt, dass einer deiner größten Träume ist, selbst fliegen zu können. Ich war ganz entzückt, das zu lesen, denn … auch ich hege diesen Traum. Möchte hoch oben aus eigener Kraft fliegen können, mich vom Wind tragen lassen und mir im wahrsten Sinne des Wortes, die Winde um die Nase sausen lassen. Weißt du, woher dieser Wunsch kommt? Und hattest du schon einmal das Vergnügen in einem Traum zu fliegen?

Autorenfoto
Lenny Löwenstern im Weihnachtsmodus

[Lenny Löwenstern] Huhu, Sandra, schön, dass ich in deinem Blog zu Gast sein darf. Freut mich, in dir eine Gleichgesinnte zu treffen, was das Fliegen angeht.

Oben zu sein, zu fliegen, zu schweben ist toll, daran kann kein Zweifel bestehen. Oben ist der beste Platz. Woher bei mir dieser Wunsch kam, weiß ich nicht. Ich habe das schon seit der Kindheit, irgendwas muss ihn mir eingegeben haben. Ich konnte mich auch schon früh für Raumschiffe begeistern. So ein bisschen Sci-Fi gibts bei dir auch, oder? Tatsächlich aber fliegt es sich aus eigener Kraft viel eleganter, wie du ja weißt. Tatsächlich hatte ich schon ein paar luzide Träume, in denen ich eine Runde drehen konnte. Leider viel zu selten. Aber ich stelle es mir auch so immer wieder gern vor. Obwohl ich Höhenangst habe (aber nicht in den Träumen). Ich glaube, es ist in allen meinen Romanen und vielen Gedichten eine Portion davon enthalten, es kommt immer wieder vor. Es ist eben mehr als ein Traum. Es ist der traumfliegerische Charakter.

[Sandra] Jetzt sind wir direkt mit einem der Träume eingestiegen. Bitte erzähle noch ein wenig über dich und was dich antreibt, zu schreiben.

[Lenny] Ich schreibe, weil ich nie etwas anderes habe machen wollen. Seit 2018 habe ich die Möglichkeit, das vollumfänglich zu tun. Ich mache also nichts anderes. Neben den Romanen erfinde ich auch Sachbücher und pflege einige Websites.

[Sandra] Der Gedanke, Sachbücher zu erfinden, gefällt mir sehr. Du hast auch ein großes Faible für schöne Wörter, hast selbst schon einige ungewöhnliche Wörterbücher veröffentlich. Wie gehst du auf die Suche nach diesen besonderen, teils sogar fast vergessenen Wörtern?

[Lenny] Ja, ich liebe Wörter, wenn sie schön sind oder etwas an sich haben, einen besonderen Ton oder wenn es ihnen gelingt, Erinnerungen zu wecken. Ich habe verschiedene Techniken. Einmal lese ich viel, auch alte Bücher oder Klassiker. Da kann man immer wieder Entdeckungen machen. Dann stöbere ich auch gern in Wörterbüchern wie dem Grimm. Gezielt mache ich das, wenn ich an einer Liste mit einem bestimmten Thema arbeite. Dafür brauche ich Abfragetechniken für Google und die Google Booksearch. Das ist die handwerkliche Seite. Ich sammle manchmal monatelang für eine Liste. Es geht aber auch kreativ. Dann denke ich mir neue Wörter aus, indem ich Wörter kombiniere. Die schreibe ich auf und gucke, ob das Wort schon mal irgendwo irgendwann in einem Text benutzt wurde. Wenn ja, ist das ein gültiger Treffer. Wenn nein, merke ich mir das Wort. Es kommt aber nicht in den Beitrag. Wörter ausdenken ist eben eine andere Sache. Aber es macht Spaß. Ich kann das nur weiterempfehlen.

Um das zu verdeutlichen, habe ich ein Beispiel mitgebracht. Man sieht, wie das gemacht ist. Aus den Wörtern Weihnachten, Wolke und Schimmer kann dies werden:

Weihnachtswolkenschimmer

Es taucht als Wort so bislang noch nirgends auf – jedenfalls soweit ich das herausfinden konnte.

[Sandra] Hier taucht es jetzt auf und ich danke dir für dieses schöne neue Wort, was zugleich das Stichwort für meine nächste Frage an dich ist.

Ich gebe zu, ich tendiere zum Grinch. Es ist nicht so, dass ich Weihnachten nicht mag. Aber mir missfällt, was daraus gemacht wird. Ich mag die besondere Stimmung, aber viel zu viel scheint aus gesellschaftlichem Zwang zu geschehen. Dein Roman “Weihnachtsfabel” könnte zu meinem Weihnachtsgefühl passen. Was denkst du, für wen die Geschichte gut geeignet ist und warum?

[Lenny] Obwohl die verschiedenen Leute in dem Roman (liebenswert gezeichnete Personen übrigens) alle ihre höchst eigenen Probleme haben, auch Zwänge, und versuchen damit klarzukommen, gelingt es ihnen doch, zusammenzustehen. Sie begegnen einander, helfen sich und verbringen schließlich das Fest miteinander. Dazu braucht es nur eine winzige Portion Magie, die den Anstoß liefert, den Rest machen die Leute selbst. Das ist der Geist von Weihnachten, wie ich finde. Wer den spüren möchte, für den ist das Buch gedacht.

Ansonsten ist alles dabei, was das Christfest und die Adventszeit auszeichnet. Und viele Schneekugeln. Jede Menge Schneekugeln. Das darf man alles erwarten. Ich stelle mir vor, die Geschichte könnte sogar den einen oder anderen Weihnachtsmuffel überzeugen. Hoffe ich zumindest. Und dass der Roman wenigstens ein bisschen glücklich macht.

[Sandra] Ich habe bereits in die Weihnachtsfabel reingelesen und mich hat der erste Eindruck schon sehr für sich eingenommen. Und Schneekugeln zu widerstehen ist eh sehr sehr schwierig.

Herzlichen Dank, Lenny, dass du dir Zeit für meine Fragen genommen hast. Ich wünsche dir eine wundervolle Vorweihnachtszeit und ein schönes Fest in diesem Jahr, in dem alles anders ist, als wir uns alle wohl je vorstellen konnten.

[Lenny] Danke Sandra. Ja, es wird anders. Social Distancing ist wohl so ziemlich das Gegenteil von Weihnachten. Das passt gar leider nicht zusammen. Aber das Licht, das bleibt. Die Leute werden sich ihr Fest nicht nehmen lassen. Einschränkungen hin oder her. Davon dürfen wir ausgehen. Und wenn es in diesem Jahr weniger stressig ist, ist das ja auch nicht schlecht. Bleibt mehr Zeit fürs Besinnliche und fürs Lesen. Ich wünsche Dir und allen Lesern von Booknapping eine legendäre Advents- und Weihnachtszeit. 🎄

Weihnachtliche Girlande zur Abtrennung des Textes

Leseprobe mal anders – ich lese euch vor

Ich habe das erste Kapitel der Weihnachtsfabel für euch eingelesen. Viel Spaß beim Reinhören :-)

Gewinnspiel

Das Gewinnspiel ist beendet!

Lenny Löwenstern stellt drei Exemplare seines Romans Weihnachtsfabel zur Verlosung zur Verfügung. Zu gewinnen gibt es eine Hardcover-Ausgabe, ein Taschenbuch und ein E-Book.

Teilnehmen könnt ihr per Kommentar hier unter diesem Blogbeitrag:
Nennt mir dafür eines eurer liebsten Weihnachtswörter UND teilt mir mit, welche der drei Ausgabe ihr gewinnen möchtet.

Weitere Teilnahmemöglichkeiten gibt es im Gewinnspielbeitrag auf Instagram und im Beitrag auf facebook. Für jeden Kanal (Blog, Instagram, facebook) könnt ihr ein Los sammeln, insgesamt könnte euer Name also drei Mal in der Lostrommel landen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, es gibt keinen Anspruch auf Tausch oder Auszahlung, Teilnehmende müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben und die gedruckten Ausgaben werden ausschließlich innerhalb Deutschlands und nach Österreich versendet. Der Versand erfolgt durch den Autor, im Gewinnfalle wird eure Adresse also an ihn weitergeleitet und nach dem Versand gelöscht. Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 15. November 2020.

Die drei Gewinner:innen wurden ausgelost und benachrichtigt. Vielen Dank an alle Teilnehmenden und Glückwunsch an die Gewinner:innen!

Weihnachtliche Girlande zur Abtrennung des Textes

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WEIHNACHTSFABEL
Lenny Löwenstern
erschienen 2019
332 Seiten, Taschenbuch / Hardcover
ISBN 978-1693821813 / 978-3750404984
12,75 Euro / 19,90 Euro
Mehr über die Weihnachtsfabel findet ihr auf der Webseite zum Roman (Link)

Hintergrund Titelbild und Zeichnung weihnachtliche Girlande von Pixabay (Jill Wellington + Bellafl)

Rotes Cover, dass eine verschneite Landschaft in einer Schneekugel zeigt
© Lenny Löwenstern

19 Comments

  • Avatar
    Tina
    29. November 2020 at 21:16

    Hallöchen Sabndra,

    für den Lostopf ist es zu spät, aber ich bin an sich wegen dem beitrag hier :-)
    Ich mag Weihnachtsbücher und fange pünktlich am 1. Dezember an, die gute vorbereiteten Titel zu lesen.
    Es bringt immer ein wenig Stimmung in jede Situation, selbst dieses Jahr. Danke für den Beitrag. ich werde veruchen mir die Weihnachtsfabel merken.

    Liebe Grüße
    Tina

    Reply
    • booknapping
      booknapping
      30. November 2020 at 08:01

      Hi Tina,
      freut mich, dass dir der Beitrag Lust aufs Buch gemacht hat. Ich wünsche dir eine schöne Woche :-)
      Liebe Grüße
      Sandra

      Reply
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    Michael
    15. November 2020 at 22:56

    Weihnachtsbaum,
    im Gewinnfall würde ich mich über die Hardcover Version sehr freuen.
    Vielen Dank schon mal

    Reply
  • Avatar
    Brigitte
    15. November 2020 at 21:25

    Mein Lieblingswort ist WEIHNACHTSZAUBER, da die Weihnachts- und vor allem die Vorweihnachtszeit immer so eine zauberhafte, besinnliche Stimmung verbreitet….sozusagen das Gegenteil des Wortes “Weihnachtsstress”…

    Falls die Weihnachtsfee mit Ihrem Weihnachtsstab meinen Namen aus der Weihnachtslostrommel in den Himmel malen sollte, wünsche ich mir das Hardcover, alternativ das Taschenbuch…

    Eine schöne Vorweihnachtszeit wünsche ich…

    Reply
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    Sigrid
    14. November 2020 at 21:23

    Mein Lieblings-Weihnachtswort ist Weihnachtsbaum . ohne den ist Weihnachten nicht Weihnachten..

    Ich würde mich über das Taschenbuch freuen.

    Reply
  • Avatar
    kaneberg gerlinde
    14. November 2020 at 17:51

    würde gerne für Hardcover-Ausgabe mitmachen. frieden ,frohes fest, familie

    Reply
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    Cindy
    14. November 2020 at 00:37

    Hallo zusammen! Meine liebsten Wörter sind Butterplätzchen, Adventskalender, Adventskranz und Vanillegipferl. Ich freue mich sehr über das Hardcover.

    Reply
  • Avatar
    Tanja Hammerschmidt
    13. November 2020 at 23:24

    zuerst das, wo ich sonst wieder vergesse.. würde gerne für Hardcover-Ausgabe oder dem Taschenbuch in den lostopf springen <3 und mein liebstes weihnachtswort… ganz klar, plätzchen :)

    Reply
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    Wlld Norbert
    13. November 2020 at 16:37

    Winterwald

    Und bitte die Hardcover-Ausgabe falls ich gewinne

    Reply
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    Silke
    13. November 2020 at 15:38

    Cristbaumkugeln ist mein liebstes Weihnachtswort. Hardcover hatte ich im Gewinnfall gern.

    Reply
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    Vanessa
    13. November 2020 at 14:29

    Mein liebstes Wort ist “Weihnachtsschmaus” :-)!
    Ich würde sehr gerne die Hardcover-Ausgabe gewinnen!

    Reply
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    Elke
    13. November 2020 at 13:32

    Snow
    Hardcover pls

    Reply
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    Petra Hoffmann
    13. November 2020 at 09:57

    Weihnachtsbäckerei/ Hardcover

    Reply
  • Avatar
    Birgit
    12. November 2020 at 06:46

    „Winterwunderzauber“ ist mein liebstes Wort und ich hüpfe für das Taschenbuch in den Lostopf 🍀

    Reply
  • Avatar
    Edda
    9. November 2020 at 16:44

    Eines meiner liebsten Weihnachtswörter ist die Weihnachtsbäckerei mit selbst gebackenem Kuchen und Keksen. Ich würde mich über das Hardcover freuen.

    Reply
  • Avatar
    Petra Fischer
    8. November 2020 at 09:18

    Hallo Sandra,

    für mich ist mein Lieblings-Weihnachtswort: Kinderaugenglitzerglanz. Mit meinen 3 Enkeln werde ich dieses Weihnachten wieder voll genießen.

    Reply
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    Buchbahnhof
    7. November 2020 at 21:43

    Hallo Sandra,
    Danke für das schöne Interview, das ich gern gelesen habe.
    Ich würde auch hier gerne für das Hardcover in den Lostopf hüpfen, und zwar mit dem Wort “Lichterglanz”.
    Hab noch eine schöne #OBM2020
    LG
    Yvonne

    Reply
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    Christiano.dee
    7. November 2020 at 17:30

    Hallo – ich interessiere mich für die Taschenbuchausgabe.
    Und mein Lieblings-Weihnachtswort ist “Rentierschlittenkufe”

    Reply
  • Avatar
    Bella
    7. November 2020 at 12:14

    Hallo Sandra,

    welch wundervolles Gespräch über Träume, Fliegen und das Weihnachtsfest – da kommt man tatsächlich schon richtig in Weihnachtsstimmung (auch wenn bei uns heute die Sonne strahlt).

    Gerne hüpfe ich in den Lostopf für das Hardcover. Mein Lieblings-Weihnachtswort ist Zimtsternzuckerguss.

    Herzliche Grüße
    Bella

    Reply

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