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IKON Titel

IKON von Simon Schwartz =Rezension=

Anastasia Romanowa war eines der fünf Kinder des Zaren und lebte Anfang des 20. Jahrhunderts in einer zunächst aristokratischen Idylle. IKON erzählt vom Leben dieser jungen Zarentochter, das im Jahr 1918 ein gewaltsames und sehr frühes Ende nahm. Ebenso widmet sich IKON dem Lebensweg ihres Jugendfreunds, Gleb Botkin, dem Sohn des Leibarztes der Zarenfamilie. Gleb verehrte die Zarenprinzessin geradezu, schien süchtig nach ihrem “Bild” zu sein. Eine ungleiche Freundschaft, die von Anbetung auf der einen Seite und eher unterhaltendem Wert auf der anderen geprägt war. Nach Hinrichtung der Zarenfamilie und auch seines Vaters im Jahr 1918 verblieb Gleb als einziger Überlebender und übersiedelte in die USA. Dort suchte er sich eine neue “Ikone”, die Göttin Aphrodite und gründete zu deren Ehren eine eigene Kirche, seine eigene Religion.

Eines Tages aber taucht Anastasia wieder auf. Eine Pflegerin in einer deutschen “Irrenanstalt” glaubt sie in einer jungen Frau zu erkennen, die nach einem misslungenen Suizid aus dem Wasser gefischt und in die Klinik eingeliefert wurde. Es handelt sich um Franziska Czenstkowski, die fortan als wiedergefundene Zarentochter Anastasia gilt. Etliche Zeit danach erreicht auch Gleb diese Nachricht, der sich sofort von seiner Aphrodite abwendet und seine für immer verloren geglaubte angebetete Jugendfreundin meint wiedergefunden zu haben. Er nimmt sie schließlich mit sich in seine neue Heimat in die USA.

Doch Anastasia ist schwierig. Ist entrückt vom Leben. Umgibt sich mit Tieren und Dingen. Versinkt in ihrem eigenen Müll und dem Unrat der Tiere. Kann kaum noch zwischen Tod und Leben unterscheiden …

IKON Ausschnitt Seite 86

Drei Leben. Zeitlich versetzt und doch zeitgleich.

Simon Schwartz erfährt überall großes Lob für IKON, seine Graphic Novel, die gleich drei Biographien erzählt. In IKON erzählt er von der Anbetung von Abbildern, dem Festhalten an (religiösen) Fixpunkten. Dabei bewegt er sich auf verschiedenen Ebenen, zeigt auf das Bedürfnis – in diesem Fall hauptsächlich Gleb Botkins – ein solches Abbild zum Lebensvorbild, sogar Lebensinhalt zu machen. Ins Extreme ist Glebs Abhängigkeit von einem solchen IKON gezogen. Ein Leben ohne ein anbetungswürdige Ikone scheint ihm unmöglich.

Hinzu kommen die zwei Frauen in Glebs Leben, der die einzige Konstante in der Story bildet. Anastasia und die nachfolgende – angebliche – Anastasia, die wie später bekannt wurde, eine Hochstaplerin war. Schwartz zeichnet mit grobem Strich und maschinell wirkendem Lettering Bilder der Gewalt, der Verzweiflung und auch der völligen Hingabe bis hin zur fast völligen Aufgabe der eigenen Persönlichkeit.

Während des Lesens fragte ich mich “Muss man, muss ich, eigentlich zu allem einen Zugang finden?” Schaue ich auf die öffentlichen Stimmen, gehört IKON zu DEN besten Comics Deutschlands. Könnte womöglich sogar der beste Comic des Jahres sein. Aber warum nur packt ausgerechnet mich das Buch emotional so gar nicht? Warum kann ich das große Tamtam nicht nachvollziehen? Bin ich womöglich selbst ein “Monster”, wenn mich die Geschichte nicht anrührt?

Handwerklich und künstlerisch bewegt sich der Comic auf sehr hohem Niveau, das steht außer Zweifel. Die drei Biographien sind gut adaptiert, nur wenige Änderungen wurden vom Autor vorgenommen. Hundert Jahre nach der bestialischen Hinrichtung der Zarenfamilie und deren Begleiter rückt dieses brutale Geschehen wieder ins Scheinwerferlicht und hat auch mich sehr neugierig werden lassen. Am Ende des Buches finden sich Fotos und entsprechende Hinweise auf die realen Hintergründe. Parallele Handlungsstränge, die aus zwei verschiedenen Zeiten berichten und sich unermüdlich auf das “Ende” zu bewegen, bringen eine gewisse Geschwindigkeit in die Geschichte. Das Cover ist meisterlich in seiner Dreidimensionalität. Wissenswertes über die Historie der Ikonen erläutert historische Hintergründe auf einer anderen Ebene.

Jedoch – was auch immer es ist, etwas fehlt dem Band. Oder vielleicht fehlt es auch mir (an Verständnis?) – etwas, das IKON für mich nicht zum besten Comic des Jahres macht. Trotzdem zu einem besonderen Werk, das Beachtung verdient. Das sich einem wichtigen Thema widmet und gut recherchiert ist. Vielleicht kann mir jemand, der es ebenfalls gelesen hat, in den Kommentaren erklären, was die Faszination für ihn ausgemacht hat. Ich bin erwartungsvoll.

IKON

Geschrieben und gezeichnet von

Simon Schwartz

Genre und Leseprobe

Biographie. Graphic Novel.
Eine Leseprobe gibt es hier beim avant Verlag

Noch ein paar Details

Im März 2018 erschienen im avant Verlag, ISBN 978-3-945034-79-8, 216 Seiten, Softcover, EUR 25

Gelesen …

… entspannt im Garten und in meinen zwei Lesesesseln in insgesamt drei Etappen

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IKON Cover

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Buch vor einem grauen Textilhintergrund

In Kalabrien von Peter S. Beagle =Rezension=

Claudio Bianchi gilt als Einzelgänger, als Sonderling. Vor langer Zeit soll dies einmal anders gewesen sein, erzählen sich die Dorfbewohner, aber das muss sehr lange her sein. Was sollen sie auch denken von diesem “alten” Kerl, der allein mit ein paar Tieren abgeschieden auf seinem Hof in den Bergen Süditaliens lebt? Ihm selbst ist das recht so. Zur Außenwelt hat er fast keinen Kontakt, einzig der Postzusteller kommt unermüdlich die zum Ende hin ungepflasterte Straße hochgefahren. Erträgt sogar seinen merkwürdigen Ziegenbock Cherubino, dessen Hörner zu einer echten Gefahr werden könnten.

Dass Bianchi Gedichte verfasst, er in der Poesie aufgeht, sie neben den Tieren sein Lebensinhalt ist weiß so gut wie niemand. Und auch keiner kann ahnen, Bianchi eingeschlossen, was ihn erwartet. Ein Einhorn steht plötzlich auf seinem Weinberg, wirkt völlig surreal. Und dieses mystische Wesen kann ja auch unmöglich real sein. Doch es erscheint immer wieder. Bis es schließlich sogar bleibt. Wäre dies nicht schon Aufregung genug für Claudio, stiehlt sich auch noch eine junge Frau in sein Leben. Giovanna. Und schon steht sein Leben so richtig auf dem Kopf. Oder beginnt er erst jetzt wieder richtig zu leben? Mit allen Konsequenzen?

Voller Zauber

Der Versuch Peter S. Beagles neuesten Roman in eine Nische mit seinem wohl bekanntesten Werk Das letzte Einhorn zu stecken wird scheitern. Denn In Kalabrien kann keineswegs eindeutig der Fantasy zugesprochen werden wie sein Welterfolg. Mit seinem neuen Buch bewegt sich der Autor (fast) ganz in der realen Welt, in der des dichtenden Bauerns Claudio Bianchi. Dessen Welt durch das Auftauchen eines – zugegeben – phantastischen Wesens in Aufruhr gerät. Das bei ihm aufgetauchte Einhorn gilt auch in Bianchis Realität als Fabelwesen, sehr schnell aber akzeptiert er die Existenz dieses neuen Besuchers auf seinem Hof und richtet sogar seinen Tag nach ihm aus.

“Doch eines frühen Nachmittags, als er ihr eine Handvoll der ersten Schneeglöckchen und Butterblumen brachte – sie aß ihm nie aus der Hand, schien aber keine Einwände zu haben, dass er ihr beim knabbern seiner Gaben zusah -, bemerkte er etwas Hell-Weißliches in der Luft, das kein Atem war, oder zumindest nicht ihrer. Darüber ersann er ein Gedicht; jedoch schrieb er es nur in seinem Kopf, und bis er zurück im Haus war war es wie jeder Traum von ihm gewichen.”
In Kalabrien, S. 42

Das Einhorn inspiriert ihn und lässt zudem neue Menschen in sein eigenbrödlerisches Leben. Beagle zeichnet hier eine überaus zauberhafte, liebenswerte und zugleich realistische Atmosphäre, die mich auf besondere Weise berührt hat. Die Seiten stecken voller wunderschöner Zitate, der Protagonist selbst steckt voller Poesie und Ehrfurcht. Als die wesentlich jüngere Giovanna in sein Leben tritt, ändert sich für Bianchi nochmal so einiges.

Ich musste lächeln während des Lesens, weil ich die Herzlichkeit so deutlich spürte, die diese beiden Menschen verband und die sie selbst vermutlich noch gar nicht bemerkten. Fühlte mich dabei wie ein stiller Beobachter, ganz so wie Bianchi wenn er “sein” Einhorn betrachtete. Voller Ruhe, Zuneigung und Respekt.

In Kalabrien erzählt nicht einfach die Geschichte eines Bauern und einem Einhorn. Das wäre zu einfach, austauschbar und auch wesentlich weniger intensiv. Es steckt viel mehr in diesem Buch. Vor allem Herz. Und viel Lebensweisheit. Als Beispiel werfen wir einen Blick auf die Namensgebung des bei Claudio lebenden und gefürchteten Ziegenbocks: Cherubino. Die Cherubim gelten unter anderem als engelhafte Wesen (Cherub in der Wikipedia (Link), womit der Name vom Autor vermutlich sehr sensibel und bewusst für diesen treuen Begleiter seines Protagonisten gewählt wurde, denn Bianchis Cherubin hat eine ebenso beschützende Rolle inne.

Dieser Roman zeugt einmal mehr vom Fingerspitzengefühl der Hobbit Presse, die ich für ihr ausgewähltes Programm seit Jahrzehnten schätze. Ein wunderschönes Buch, innen wie außen, das sich hervorragend auch als Geschenk für anspruchsvolle Leser_innen eignet. Ob sie Fantasy mögen oder nicht, ist völlig irrelevant. Übersetzt von einem der besten deutschen Phantastikautoren: Oliver Plaschka. Ein Herzensbuch im wahrsten Sinne des Wortes.

In Kalabrien

Geschrieben von

Peter S. Beagle

Genre und Leseprobe

Literatur. Phantastik.
Eine Leseprobe steht auf der Webseite des Verlags zur Verfügung: “In Kalabrien” bei Klett-Cotta

Übersetzt  …

aus dem Amerikanischen von Oliver Plaschka

Noch ein paar Details

Im Februar 2018 erschienen in der Hobbit Presse im Klett-Cotta Verlag, ISBN 978-3-608-96217-8, Hardcover: 164 Seiten, Eur 16

Gelesen …

… an nur einem Tag am Wochenende in der heimatlichen Leseecke

Eine weitere Rezension zum Buch …

gibt es beispielsweise auf Papiergeflüster: Peter S. Beagle – In Kalabrien

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Cover in rose-Tönen zeigt ein Haus und ein Einhorn

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Titelbild zeigt einen weißen Sessel mit Chrom auf dem ein Krümelmonster sitzt, dahinter ein Regal mit Comics

Booknappings Picklist: Comic-Neuerscheinungen Mai 2018

Zum dritten Mal präsentiere ich euch meine ganz persönliche Comic-Picklist, meine Auswahl an Neuerscheinungen auf dem Comicmarkt. Dieses Mal gibt es aber gleich zwei Änderungen. Zum einen werde ich nur einen Monat vorausschauen, da einfach so unfassbar viel Interessantes im Mai rauskommt. Eine Picklist für die Monate Mai und Juni zusammenzufassen, wäre einfach viel zu viel für einen Beitrag. Außerdem werde ich die Liste der Comic-Neuerscheinungen alphabetisch nach Verlagen sortieren. Und wie immer ist meine Auswahl natürlich völlig subjektiv und folgt meinen eigenen Vorlieben.

Los geht’s. Verlage und Vorstellungsseiten der Titel sind jeweils direkt verlinkt und damit eine Leseprobe oft nur einen Klick entfernt. Viel Spaß!

Picklist Comics: Neuerscheinungen Mai 2018

Avant Verlag

Gelbes Cover mit einem Auto im Hintergrund und einem Mann mit Aktenkoffer vorneDie Tage der Amsel ist eine Comic-Anthologie des Künstlers Manuele Fior und enthält insgesamt zehn seiner Kurzgeschichten. Die Leseprobe auf der Verlagswebseite hat mich aufgrund ihrer Eindringlichkeit sofort neugierig gemacht. Eine bunte Mischung an Stilen und Storys, die für diverse Magazine und Anthologien entstanden sind erwartet mich hier. Diese Aussicht auf viel Abwechslung mit Tiefgang bringt diesen Band auf meine Comic-Picklist.

 

Comiccover zeigt einen weißen Kreis mit dem Titel auf einem schwarzen CoverEine Geschichte über das Fundament der Menschlichkeit inmitten einer verstörenden post-zivilisatorischen Welt, in welcher der Kampf ums Überleben das Handeln weitgehend definiert.

Diese Beschreibung über den Titel Die Welt der Söhne war mehr als genug um auf diese Graphic Novel aufmerksam zu werden. Ganz in reduzierten schwarz-weißen Zeichnungen erzählt Gipi von zwei Brüdern, die in einer apokalyptischen Sumpflandschaft leben und plötzlich auf ein Notizbuch stoßen. Nur sind sie beide Analphabeten …

Carlsen Verlag

Cover Joe ShusterZusammen mit Jerry Siegel hat Joe Shuster in den 1930er Jahren eine der Ikonen der US-amerikanischen Superhelden geschaffen: Superman. Diese vom deutschen Autor Julian Voloj und dem australischen Künstler Thomas Campi gezeichnete Graphic Novel erzählt vom Leben des Mannes. Eine Comic-Biographie auf 176 Seiten, die im Hardcover Ende Mai erscheint. Der Klappentext spricht davon, dass Joe Shuster mit seiner Schöpfung nicht wirklich glücklich wurde. Darüber mehr zu erfahren, verspricht dieser Band.

 

Cover Berenice

Mit Die Unheimlichen ruft Herausgeberin Isabel Kreitz (selbst Comicschaffende) eine neue Reihe bei Carlsen aus. In dieser sollen klassische und moderne Geschichten der Schauerliteratur neu interpretiert werden. Den Anfang machen gleichen drei Bände:

Den Nachfolgern im Nachtleben adaptiert eine moderne Story der Berliner Autorin Sarah Khan, die im heutigen Berlin spielt. Gezeichnet wird von Isabel Kreitz.

Lukas Jüliger interpretiert eine Story E. A. Poes neu: Berenice und entführt die Leser_innen dabei in das Reich der Otaku.

Der fremde! stammt vom Österreicher Nicolas Mahler, der hier eine Geschichte der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek ganz neu erzählt. Caféhauszombies und Vampire – was will man mehr?

Cover des PrachtbandsMit Die wilde Schönheit der Auslegeware erscheint bei Carlsen der Katalog zur Werkschau Bernd Pfarrs im Wilhelm Busch-Museum, Hannover. Ein sehr vielversprechender Band, der von Elke Heidenreich, Nicolas Mahler und vielen anderen kommentiert wird. Pfarr verstarb im Jahr 2004 und galt als einer der bedeutendsten Cartoonisten Deutschlands. Seine wohl bekannteste Figur war die des Sondermann im ZEITmagazin.

 

Cross Cult

Paper Girls 4 Cover, darauf drei Frauen vor orangefarbenem HintergrundKaum ist die US-Ausgabe des vierten Sammelbands erschienen folgt auch schon die deutsche Übersetzung von Paper Girls 4. Endlich geht es weiter mit den Mädels. Viel mehr kann und möchte ich dazu gar nicht sagen, obwohl ich die englischsprachige Variante mittlerweile gelesen habe. Wer noch nicht in die Serie eingestiegen ist, kann hier im Blog meine Meinung zu den ersten drei US-Ausgaben nachlesen: Paper Girls (engl.): Vol. 1Vol. 2Vol. 3.

 

Cover mit Affen und einer schwarzgelben TitelaufschriftIch bin ein Kind der 70er und liebe klassische Science Fiction-Serien und -Filme. Darunter auch die Planet der Affen-Reihe. Im Mai 2018 erscheint daher ein Leckerli bei Cross Cult, denn angekündigt ist eine Archiv-Ausgabe in zwei Bänden der Marvel-/Williams-Comicreihe! Mit Planet der Affen. Archiv Band Eins erscheint die erste Hälfte der von der Originalversion remasterten Ausgabe im edlen Hardcover. Ich bin voller Vorfreude, wenn ich es mir vielleicht auch nicht sofort leisten werde.

Tsukuyumi Full Moon Down Cover in dunklen Farben mit einem riesigen Mond im HintergrundAuf den nächsten Titel bei Cross Cult bin ich aufgrund des Covers und der Kurzbeschreibung neugierig geworden: Tsukuyumi – Full Moon DownDort heißt es, dass es um den alten Drachen im Mond geht, der nachdem er von den Menschen verwundet wurde erwacht. Das klingt phantastisch und das Cover haut mich einfach um. Ungewöhnlich für Cross Cult erscheint dieser Band im größeren Albenformat und nicht im gewohnten kleinen Buchformat.

 

Edition Faust

Cover in graublau zeigt den Schimmelreiter dessen Spiegelbild ein Skelett istDurch Zufall bin ich beim Stöbern auf die Edition Faust gestoßen, die ich bisher bei der Suche nach Comics gar nicht im Visier hatte. Ich mag die Novelle des Schimmelreiters von Theodor Storm, eine der wenigen Schullektüren, die ich gerne gelesen habe. Daher interessiert mich die Comicadaption des Klassikers Der Schimmelreiter von Andrea Grosso Ciponte und Dacia Palmerino. Reinlesen konnte ich beim Verlag nicht, aber das Cover reicht erst einmal, um auf dieser Liste hier zu landen.

 

Panini Comics

Cover zeigt zwei Jungen unter einem Baum - alles in BrauntönenLiebe ist nichts anderes als Hass erzählt von der Freundschaft zweier Jungen in den 1930er Jahren in den US-amerikanischen Südstaaten. Abelard ist schwarz, William weiß. Die Story begleitet die beiden Freunde bis ins Erwachsenenalter und das inmitten der damaligen Rassenunruhen. Bisher habe ich von den Autoren Stéphane Louis und Lionel Marty nichts gelesen, das Thema aber hat mich aufhorchen lassen. Vielversprechend.

 

Reprodukt

Cover zeigt eine Gruppe Menschen rauchend und trinkend an einem TischIm Paris der 1950er Jahre spielt Der Bücherdieb und erzählt die Geschichte eines Studenten, der ein Stück Poesie eines anderen Dichters als sein eigenes ausgibt. Angesiedelt im Intellektuellen- und Künstlermilieu verspreche ich mir eine faszinierende Geschichte über die Beweggründe eines Hochstaplers. Ist notiert!

 

 

 

Cover des ComicsLewis Trondheim schreibt und zeichnet unermüdlich. Ich habe noch gar nicht so viel von ihm gelesen, aber alles, das ich kenne, gefällt mir außerordentlich gut. Ich mag seinen Tiefgang, gepaart mit einem ganz eigenen Humor. Im Mai starten gleich zwei neue Trondheim-Serien bei Reprodukt, die unbedingt auf diese Picklist mussten: Die erstaunlichen Abenteuer ohne Herrn Hase und Die neuen Abenteuer von Herrn Hase (nachdem Herr Hase 2004 durch einen Taxifahrer das Leben lassen musste ist er jetzt wieder da!)Beide Comics versprechen einen guten Einstiegspunkt in Lewis Trondheims Bilderwelten. Unbedingt reinschauen. Leseproben sind auf der Verlagswebseite in Vorbereitung.

Frau mit Rollkoffer vor gezeichneter StadtkulisseKein Comic im eigentlichen Sinne ist Über Unterwegs, ein von Barbara Yelin gestalteter Jahreskalender für 2019. Jeder Monat verspricht eine neue Reiseerinnerung der Autorin aus einer Auswahl, die sie zwei Jahre lang im Berliner Tagesspiegel veröffentlicht hat. Ich glaube, dies wird mein neuer Kalender für 2019 – für mein Comiczimmer.

 

 

Orangefarbenes Cover und darauf ganz viele Köpfe von FrauenMit Unerschrocken Band 2 erscheinen fünfzehn weitere Kurzportraits außergewöhnlicher Frauen aus der Feder von Pénélope Bagieu. Zwar habe ich vom ersten Band bisher nur eine Leseprobe gelesen, aber die gefiel mir schon sehr gut. Dieser zweite Band mit Kurzbiographien gehört daher auf jeden Fall auf diese Picklist! Rezensionen zum ersten Band gibt es beispielsweise bei der Comictante (Link).

 

Splitter Verlag

Cover zeigt ein Auto mit zwei verschiedenfarbigen FrontleuchtenIm Mai erscheint bei Splitter der zweite Band der Comicadaption American Gods (Schatten Buch 2|2)  von Neil Gaiman. Auch wenn mir die Zeichnungen zunächst nicht besonders gefallen haben, hat mich der erste Band dann doch recht schnell in den Fängen gehabt. Meine Rezension zum ersten Teil findet sich hier im Blog. Eben wegen der guten Umsetzung landet nun auch der Nachfolgeband auf dieser Picklist.

 

 

Myre 1 Fantasy-CoverEin Comic, auf den ich schon seit Ankündigung des neuen Splitterprogramms ganz furchtbar neugierig bin, ist Myre – Die Chroniken von Yria Band 1. Die Autorin Claudya Schmidt ist Berlinerin und startet mit diesem Band ihre sechs-teilige Fantasyreihe im Albenformat. Ich freue mich riesig auf einen Comic einer Autorin aus Deutschland und die Leseprobe lässt ganz ganz viel hoffen auf eine grandios gezeichnete und erzählte Story. Die Hauptrollen spielen hier übrigens Tiere. Das mag ich sehr.

 

Das waren sie, meine Tipps unter den Comic-Neuerscheinungen des Monats Mai. Ist etwas für euch dabei, dass euch sofort anspringt? Oder habt ihr andere Empfehlungen? Dann lasst mir einen Kommentar da. Ich freue mich auf eure Meinungen. Die nächste Comic-Picklist (für Juni 2018) ist in Planung für Ende Mai.

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Aufgeschlagenes Buch, davor ein Flyer

Nebel. Eine Kurzgeschichte von mir. Science Fiction.

Fünf Jahre ist es jetzt her, dass ich meine Kurzgeschichte Nebel im Rahmen einer Ausschreibung des Verlags Aeternica eingereicht habe. Und sie wurde veröffentlicht, in der Anthologie “Tanz des Lebens”. Bisher ist sie meine einzige Veröffentlichung geblieben, ich habe seitdem aber auch nie wieder etwas eingereicht. Alles, was ich begonnen habe ist unvollendet geblieben und auch wenn ich mir wenig Zeit für das Schreiben genommen habe, habe ich es doch nie ganz aufgegeben. Heute möchte ich meine Kurzgeschichte hier im Blog zur Verfügung stellen. Ich lasse euch als kleinen Teaser den Anfang hier, die gesamte Story könnt ihr weiter unten im epub-Format herunterladen.

Viel Freude nun beim Lesen meiner Sci-Fi-Story 🙂

Leseprobe aus “Nebel”

··· ~ ···

Nebel.
Schwer und dick legte er sich auf die Weite des Landes. Kaum konnte ich weiter sehen als bis zu meiner Hand, die verkrampft neben mir lag. Ich konnte den Kopf kaum drehen, um mehr zu sehen. Um ihn nur wenige Zentimeter anzuheben, brauchte ich bereits eine immense Menge an Kraft. Ich hatte den Eindruck, etwas in der Hand zu halten. Es war … etwas Metallisches? Unsicher darüber, was ich hier überhaupt tat, was da Metallisches in meiner Hand lag, wollte ich …

… Ihre Haut ist ohne jeglichen Makel, ihr Gesicht so wunderschön anzusehen, dass mir fast die Tränen in die Augen schießen, und nun ist sie mein. Meine Sophie. Seit wenigen Minuten ist sie … mein, ich fühle es. Nun so richtig, ehrlich, echt – denn sie hat »Ja!« gesagt. »Ja!« auf meine Frage, ob sie mit mir zu den Sternen ziehen möchte.
Lange habe ich gewartet, bis ich ihr diese Frage stellte, kennen wir uns doch nun schon einige Jahre und unser Zusammensein ist stets sehr intensiv. Nun sitzen wir hier an einem unserer liebsten Plätze – mitten im Wald, auf einer durch einen heftigen Sturm gefällten Buche, an einem kleinen Weiher, und genießen den ausklingenden Herbst in seiner vollen Pracht.
Schon sind sehr viele Blätter von den Bäumen gefallen, mit unseren Füßen stecken wir in der dicken Laubschicht. Es ist bereits kühl. Wie wir hier so sitzen, weht ein frischer Wind, dunkle Wolken ziehen in der Ferne auf.
Sophie schaut mich mit ihren sternenklaren Augen an, öffnet den Mund …

… Nebel. Wie ein schwacher Nebelhauch wirkte eine Erinnerung nach. Was wollte ich doch gleich tun? Ach ja, ich erinnerte mich an einen Gegenstand in meiner rechten Hand. Gerade hatte ich doch noch vor, ihn mir genauer anzusehen, doch warum tat ich es nicht?
Ich versuchte es erneut. Drehte zunächst meinen Kopf in die Richtung der Hand, konnte wie zuvor vor lauter dichtem Nebel kaum etwas sehen. Ich musste die Hand also näher an mich heranbringen, den Arm anwinkeln, die verkrampfte Faust öffnen. Aber es gelang mir nicht. Zumindest nicht auf Anhieb.
Ich strengte mich an, versuchte als Erstes den Arm anzuwinkeln, um so die Hand näher an meinen Körper zu ziehen. Aber es bewegte sich nichts. Es geschah nur eines: Ein dumpfer Schmerz machte sich auf, krabbelte an meinem Arm entlang und erreichte in Sekundenschnelle meinen Kopf …

… Wir stehen in der Trainingshalle. Wir sind nicht viele, nur fünfzig. Insgesamt 25 Pärchen, die in der Lage sind, sich zu reproduzieren.
Die Meisten haben sich schon bis auf die Unterwäsche entblättert, einige sind noch dabei. Ein gewisser Grad an Individualität ist erlaubt, so trägt Marc grünblau gemusterte Boxershorts, seine Gefährtin aber ein orangefarbenes Dessous-Set – nichts Verspieltes, aber trotzdem hübsch anzuschauen. In den Cryo-Röhren wird das aber eh niemanden interessieren.
So wundert es auch niemanden, dass Agatha ein bequemes, hautfarbenes Miederhöschen trägt und den BH gleich ganz weggelassen hat. Schließlich muss sie nicht hübsch aussehen oder auf irgendjemandes Taktgefühl Rücksicht nehmen. Niemand wird wach sein während der Reise. Niemand wird uns sehen können in unseren Tiefkühlröhren. Also warum nicht beigefarbene Schlüpfer tragen?
Ich trage Spiderman-Pantys, endlich mal eine Gelegenheit, zu der ich sie tragen kann, ohne mich in Grund und Boden zu schämen.
»Testphase drei: Bitte begeben Sie sich in die Cryo-Röhren. Legen Sie sich bequem in Rücken- oder Seitenlage auf die Bank im Inneren. Für die Teilnehmer Bill, Agatha, Ystopher, Kai, Marya und Fin’Ra liegen neue Kissen in den Cryo-Röhren, ganz wie gewünscht. Bitte beachten Sie, dass Bauchlage nicht zugelassen ist«, schallt es aus den Lautsprechern.
Die Anweisungen kommen wie immer von Fred, der wie ein altmodischer DJ in einer Ecke des Trainingsraums sitzt und in ein kleines Funkmikro spricht. So hat er alles im Blick und wird außerdem sehr gut gehört. Eigentlich völliger Unsinn, könnte man ihn doch auch ohne Mikro im gesamten Raum hören. Jedoch könnte niemand – oder besser gesagt, fast niemand – ihn verstehen. Fred ist menschlich, hat aber die Sprache seiner Heimatwelt angenommen. Ich kann noch nicht einmal sagen, welcher Dialekt es genau ist.
»Spidey, nun leg dich schon endlich in deine Röhre!«, ruft Fred mir durch die Lautsprecher zu.
Die Klappe meiner kleinen Cryokammer ist schon offen, ich steige hinein und genieße die Stille, die eintritt, nachdem sich die Scheibe wieder geschlossen hat. Klar, dass ich ausgerechnet jetzt, wo wir eine Stunde lang in den Röhren verweilen sollen, pinkeln muss. Zeit also, endlich mal den blauen Notfallsensor zu drücken.
»Spidey, was gibt …

Die ganze Geschichte könnt ihr hier im epub-Format herunterladen:

Kurzgeschichte “Nebel” hier herunterladen

 

Triggerwarnung: Tod, Hilflosigkeit

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Yoko Tsuno Sammelband 9 hat einen rosa-lila Hintergrund und zeigt Yoko und Khany auf dem Cover

Yoko Tsuno Sammelband 9: Geheimnisse und böser Zauber von Roger Leloup =Rezension=

Jemand hier, der Yoko Tsuno noch nicht kennt? Ich beginne einfach mal mit ein paar Informationen zu der aus Japan stammenden Elektronikexpertin. Anfang der 1970er Jahre erschienen die ersten Abenteuer der Technikerin. Stets war sie eigenständig unterwegs und es stand nie zur Diskussion, dass sie mit ihren Fähigkeiten hinter Männern zurückbleiben könnte. Diskriminierung kennt sie nicht, setzt sich stets für Menschen ein, die Hilfe benötigen – besser noch für Lebewesen, denn nicht immer sind die Hilfesuchenden menschlich – und nicht selten gerät dabei ihr eigenes Leben in Gefahr. Sie kämpft und fliegt, egal ob Flugzeug oder Raumschiff. Sie tüftelt und repariert. Yoko Tsuno ist ein ganz wundervolles Vorbild für alle Generationen. Jeder Comicband kann übrigens auch für sich alleine gelesen werden, es handelt sich stets um abgeschlossene Geschichten. Die einzelnen Bände nehmen zwar Geschehnisse aus vorangegangenen Storys wieder auf, eine Kenntnis dieser ist aber nicht zwingend nötig.

Das Bonusmaterial zuerst?!

Carlsen bringt neben den neu erscheinenden Alben der Reihe seit 2007 auch die Sammelbände zur Yoko Tsuno-Reihe heraus. In einem Hardcoverband sind jeweils drei Alben enthalten, mit Ausnahme des jetzt vorliegenden Bandes 9 sind die Sammelbände thematisch passend zusammengestellt und nicht etwa chronologisch. Hinzu kommt jeweils redaktionelles Zusatzmaterial in Form von Hintergrundinfos, Details zur Story und Sketches (Zeichnungen). Dieses Material stammt vom Autor Roger Leloup und steht immer am Anfang des Sammelbandes. Fast 40 Seiten Zusatzmaterial sind es in Geheimnisse und böser Zauber, die sich nacheinander den enthaltenen Comic-Storys aus den Alben 25, 26 und 27 widmen.

Yoko Tsuno Sammelband 9, Seite 7

Yoko Tsuno Sammelband 9, Seite 7

Wer absolut und ganz und gar nichts über den Inhalt der Storys wissen möchte, dem empfehle ich das Zusatzmaterial erst nach den Comics zu lesen. Ich bin wahrlich keine Freundin von Spoilern und Vorab-Informationen, aber … bei den Yoko Tsuno-Gesamtausgaben mache ich stets eine Ausnahme und lese die Add-ons vor dem Comic, auch wenn ich diesen noch nicht kenne. Denn für mich bilden sie einen Mehrwert für die eigentlichen Geschichten. Roger Leloup erzählt auf diesen Seiten, welche Modelle er beispielsweise für Häuser (Emilias Cottage) hergestellt hat. Welche Flugzeuge er in den Abenteuern auftauchen ließ und falls er sie verändert hat, welcher Anpassungen er aus welchen Gründen vorgenommen hat. In jeder seiner Schilderungen spüre ich dann seine Hingabe zu den technischen Details und seine immense Recherchearbeit. Es macht den Spaß beim Lesen umso größer, ich achte viel eher auf die zuvor erwähnten (technischen) Details und Begebenheiten. Aus meiner Perspektive ein großer Gewinn und daher auch eine gute Entscheidung diesen liebevoll und prächtig ausgestatteten Bonus immer gleich am Anfang des Buches unterzubringen.

Raumschiffe, Zeitreisen und Drachen

Yoko Tsuno Sammelband 9 Ausschnitt Seite 14 zeigt drei Frauen mit blauer Haut

Yoko Tsuno Sammelband 9, Seite 14

Im ersten enthaltenen Abenteuer (Yoko Tsuno 25: Die Dienerin Luzifers) stoßen Yoko und ihr Schützling, die 14-jährige Emilia, auf eine seit 800 Jahren angekettete “Dämonin”. Ihre blaue Hautfarbe deutet auf vineanische Herkunft hin. Aber erstaunlich ist, dass sie noch völlig lebendig aussieht und nur zu schlafen scheint. Allerdings sind weder Atmung noch Lebenszeichen zu erkennen. Es muss also eine künstliche Lebensform sein und natürlich lässt es sich Yoko nicht nehmen, Kontakt mit ihrer Freundin Khany aufzunehmen und die “Dämonin” direkt zur Untersuchung mitzunehmen.

Die Vineaner sind ein seit vielen Tausend Jahren auf – besser gesagt unter – der Erde lebendes außerirdisches Volk, das ursprünglich die Erde von den Menschen “reinigen” und für sich selbst einnehmen wollte. Mehr dazu in den vorherigen Yoko Tsuno-Alben und auch im Sammelband enthaltenen Band 27.

Wir begegnen Raumschiffen ebenso wie Drachen. Androiden und Mönchen. Viele schöne Ideen und der Autor hat wie immer keine Angst vor der Verquickung verschiedener Genre und Zeitalter. Yokos Begleiterin Emilia hatte ich aufgrund ihrer frechen und draufgängerischen Art sofort ins Herz geschlossen. Sie ist nun mal eine neugierige und selbstbewusste Jugendliche, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Tolles Vorbild!

In Yoko Tsuno 26: Der Amethyst wechseln die Protagonisten sogar die Zeit und reisen ins Jahr 1934. Nicht ganz freiwillig das Ganze, aber schließlich erwartet Yoko dort ein alter Bugatti, was zumindest sie recht schnell wieder milde stimmt. Emilia darf außerdem ihre Flugkünste unter Beweis stellen (ja, sie kann ein Flugzeug steuern – und wie!). Zwar gefallen mir die futurischen Storys etwas besser als diese Flugzeug-verliebte Abenteuergeschichte, aber Der Amethyst überzeugte mit einer durch historische Begebenheiten inspirierte Geschichte um eine vermeintliche Zarentochter und viel Liebe zu technischen Details. Diese hätte ich übrigens lange nicht so stark wahrgenommen, wenn ich die Zusatzinfos des Autors zur Story nicht vorher gelesen hätte.

Last but not least, denn die Yoko Tsuno-Reihe ist damit noch nicht beendet, ist das 27. Album enthalten: Khanys Geheimnis. Khany ist Yokos gute Freundin, Vineanerin und enthält Yoko ein Geheimnis vor, als sie ihre menschliche Freundin bittet mit ihr zum Mars zu fliegen. Ja – richtig gehört – zum roten Planeten. Yoko lässt sich von einigen engen Freundinnen und Freunden begleiten, ahnt dabei nicht, welch lebensbedrohlicher Feind auf dem Mars auf sie wartet.

Khanys Geheimnis ist sehr actionreich und rasant erzählt. Thematisiert wird der (eigentlich) lang zurückliegende Konflikt der Vineaner mit den Menschen der Erde. Eine klasse Space-Story, ganz nach meinem Geschmack, mit Tiefgang und einer Menge Yoko- und Raumschiff-Action. Und wieder gefällt mir der wilde Mix außerordentlich gut, der einen Teil meiner Sympathie für die Reihe ausmacht. Beginnt die Story doch in einer Umgebung mit fast romantisierter Lebensweise im ländlich gelegenen Cottage und springt dann zu spacigen und techniklastigen Themen.

Unbedingt empfehlenswert und unbedingt auch für Comic-Einsteiger

Yoko Tsuno Sammelband 9, Seite 15

Yoko Tsuno Sammelband 9, Seite 15

Jede Story hat etwas von einem Hybrid, paaren sich hier doch unter anderem Abenteuer, Zeitreise, normales Leben, Raumschiffe, Außerirdische – einfach phantastisch! Yoko Tsuno ist zeitlos, liebevoll, spannend – jetzt komme ich ins Schwärmen … Dieser Text ist eh schon sehr lang geworden. Aber ich kann einfach nicht anders, als immer und immer zu wiederholen: Lest Yoko Tsuno! Und lest Yoko Tsuno vor, denn auch dafür eignet sich dieser Comic. Es gibt so viel zu lernen, so viel zu entdecken. Von Yoko und ihren Freundinnen und Freunden. Jetzt reicht’s aber. Ende.

Achja … ich habe inzwischen auch Yoko Tsuno Band 28 gelesen, die Rezension dazu kommt in Kürze 😉

Yoko Tsuno Sammelbände 9: Geheimnisse und böser Zauber

Geschrieben und gezeichnet von

Roger Leloup

Genre und Leseprobe

Abenteuer. Science Fiction. Phantastik. Comic.
Eine Leseprobe gibt es beim Carlsen Verlag: Zur Leseprobe

Übersetzt  …

aus dem Französischen von Harald Sachse

Noch ein paar Details

2018 erschienen im Carlsen Verlag, ISBN 978-3-551-02386-5, 192 Seiten, Hardcover, Eur 32,90

Gelesen …

… im heimatlichen Lesesessel über Ostern

Mehr Yoko?

Alle Sammelbände sind beim Carlsen Verlag erhältlich. Hier gibt es mehr Infos: Yoko Tsuno Sammelbände bei Carlsen

Geeignet auch für Comic-Einsteiger!

 

Comic in einem Buchladen kaufen

Yoko Tsuno Sammelbände 9 - CoverLabel für die Aktion "Auch für Comic-Einsteiger". Text in Sprechblase: Auch für Comic-Einsteiger. In einer kleinen Sprechblase innen dann: Eine Initiative von Booknapping.de

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Comic Grün 1 neben einer Originalzeichnung in schwarzem Fineliner einer Hybride aus "Mensch" und Pflanze

Prallgefüllte Welt. Grün Band 1 von Frauke Berger. =Rezension=

Mit der Ankündigung, dass es sich bei Grün um eine “ökologische Fabel” handelt, also eine Story, die in eins meiner Lieblingsgenre, der ökologischen Science Fiction, fällt, hatte mich der Splitter Verlag am Haken. Voller Vorfreude ging es also rein ins Vergnügen und auf die Suche nach dem Grün in Frauke Bergers erster Comicveröffentlichung.

Worum geht es in Grün?

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Im Normalfalle leite ich meine Rezensionen mit einer selbst verfassten kurzen Inhaltsangabe, einem Teaser ein. Hier aber fällt es mir schwer, daher orientiere ich mich ausnahmsweise am Klappentext und zitiere hier einen Teil:

Ein grüner Planet in einem entfernten Winkel der Galaxis kämpft um sein Überleben. Eine mysteriöse Seuche verheert die Länder, die Einwohner hungern, und ganz Völker welken dahin wie Laub und verschwinden. Auf ihren rastlosen Reisen versucht die Nomadin Lis, der Krankheit zu entgehen. Aber die Geschichte des Planeten holt sie unweigerlich ein, und auch ihrer eigenen Vergangenheit kann sie nicht entkommen. Können ihre Verbündeten ihr helfen, alte Bande zu knüpfen und der Verderbnis Einhalt zu gebieten?

Ende 1970er Jahre oder 2018?

Erwartet habe ich eine Öko-Sci-Fi-Story mit neuen Wesen, Aliens, extraterrestrischer Fauna. Bekommen habe ich einen Comic, der in Ideenvielfalt, Zeichnungen, Kolorierung und sogar Gesamteindruck an Moebius’ Welten erinnert. Beeindruckend. Wüsste ich es nicht besser, könnte der Comic auch in den 1970ern entstanden sein. Thematisch und optisch passt er gut in diese Zeit. Damit waren meine Erwartungen an eine gute “Green”-Sci-Fi-Story schon mal erfüllt!

Grün Band 1 - Ausschnitt aus Seite 13 zeigt mehrere Panels mit der Protagonistin Lis, die sich durch die Wüste kämpft, verfolgt vom Grün

Grün Band 1 – Ausschnitt aus Seite 13

Frauke Berger wandelt fernab von ausgetretenen Wegen mit ihrer Welt auf einem fernen Planeten. Dieser bietet diversen vernunftbegabten Wesen eine Heimat, deren Zuhause vom aggressiven Grün bedroht wird. Überall gibt es Reste einer hoch-technisierten Gesellschaft in diesem post-apokalyptischen Szenario. Phantastisch sind die Ideen der Autorin, die trotz all der ungewöhnlichen und auch ungewohnten Neuschöpfungen, eine im Grunde unverschnörkelte Geschichte erzählt. Eine Geschichte, in der das Thema Freundschaft eine zentrale Rolle spielt.

Die Welt platzt fast

Bergers Weltenschöpfung bietet so viel, dass sie locker für mehr als nur zwei Bände reicht. Ihr Comic ist mutig, sehr künstlerisch und ungewöhnlich, worauf man sich einlassen wollen muss. Ich will und mag es. Ihre Panels wirken auf den ersten Blick schlicht, bergen dabei aber so viel. Ein zweiter, dritter Blick lohnt sich. Besonders gefällt mir die Verschmelzung von Technik und Lebendem, die ihre Kreationen, wie beispielsweise Transportmittel organisch wirken lassen. Das gesamte Artwork ist ein Knüller, auch wenn die Story irgendwie etwas zu viel auf einmal will. Die – Aufgeräumtheit – in den Panels hätte auch dem Szenario gut getan. Vielleicht sind zwei Bände Grün auch einfach zu wenig, um die gesamte Geschichte zu erzählen. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil und werde dran bleiben.

Wie wundervoll, dass eine solch talentierte Künstlerin ein Zuhause beim Splitter Verlag gefunden hat. Und eines muss ich unbedingt noch sagen: Der Klappentext spricht davon, dass Grün in keine Schublade passt. Bestätigt!

Seite 8 aus dem Comic Grün zeigt einen großen organisch wirkenden vierfüßigen Transportläufer auf dem einige Personen reisen

Grün Band 1 – Seite 8

Persönliches

Auf der Leipziger Buchmesse / Manga Comic Con hat die Autorin Frauke Berger am Stand des Splitter Verlags in Halle 1 signiert und gezeichnet. Ich hatte das Glück kurz mit der sympathischen Künstlerin zu sprechen und … ein persönliches Stückchen Grün mit nach Hause zu nehmen 😀 An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Frauke Berger und auch an den Splitter Verlag, der es überhaupt erst möglich gemacht hat. Wer Spaß dran hat, findet mehr Infos auch in meinem Bericht von der Messe hier im Blog: Menschen. Bücher. Comics. Zeichnungen.

Originalzeichnung von Frauke Berger. Hybride aus "Grün" auf weißem Papier

Originalzeichnung von Frauke Berger. Hybride aus “Grün”

Grün Band 1

Geschrieben und gezeichnet von

Frauke Berger

Genre und Leseprobe

Phantastik. Science Fiction. Öko-Science Fiction. Comic.
Beim Splitter Verlag gibt es eine Leseprobe: Grün Band 1

Noch ein paar Details

2018 erschienen im Splitter Verlag , ISBN 978-3-96219-031-6, 56 Seiten, Hardcover, Eur 15,80

Gelesen …

… im Lesesessel zu Hause

Weitere Meinungen zu Grün gibt es bei …

Der Büchernarr: [Rezension] Grün
Nerd mit Nadel: Grün 1/2 von Frauke Berger

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Grün Band 1 von Frauke Berger - Cover

Grün Band 1 von Frauke Berger – Cover

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Comic auf einem antiken grünen Lehnstuhl

Geistreich! Professor Bell Bd. 1: Der Mexikaner mit den zwei Köpfen von Joann Sfar

Wie der Klappentext verrät, war Joseph Bell nicht nur Chirurg, Kinder- und Militärarzt, sondern auch der Lehrer und Mentor Arthur Conan Doyles. Dieser wiederum durch den Professor zu seinem Sherlock Holmes inspiriert wurde.

Autor Joann Sfar erzählt uns von der Begegnung dieser historischen Person mit einem Klienten namens Pascual Pinon. Pinon leitet ein Irrenhaus, in dem ausschließlich weibliche “Insassen” aufgenommen werden und hat selbst ein dunkles Geheimnis. Ein zweiter kleiner Kopf wächst aus seiner Stirn, weshalb er befürchtet von seiner Angebeteten abgewiesen zu werden, wenn er ihr diese Monstrosität zeigt. Mit dem Wunsch, den Kopf entfernen zu lassen, wendet er sich an Professor Bell. Befreit von dem Parasiten könnte er endlich heiraten. Und glücklich werden. Als Bell nicht gleich zusagt, wendet Pinon Gewalt an und opfert einen Unschuldigen …

Professor Bell sitzt mit seinen zwei Katzen und seiner Pfeife auf einem Ohrensessel

Professor Bell 1 – Panel von Seite 15

Geistreiche Schauerliteratur

Joann Sfar hat einen unverkennbaren Stil, wer einmal etwas von dem Autor gesehen hat, wird es immer wieder erkennen. Behaupte ich jetzt einfach mal. Ein (auch in der deutschen Übersetzung) stellenweise kritzeliges Lettering, das in anderen seiner Comics auch schon mal nahezu unlesbar sein kann. Wohlgemerkt in anderen, denn in Professor Bell ist alles klar und deutlich – und trotzdem schön kritzelig. Recht viele schwarze Flächen in den Panels, umgeben von gedimmten flächigen Farben, das ganze auf cremefarbenen Papier. Eine sehr gute Wahl, denn rein-weiß hätte die Atmosphäre zerstört. Und eine Vorliebe für skurrile Figuren, zu denen dieser klassisch anmutende Stoff, den ich der Schauerliteratur zuordne, einfach hervorragend passt. Geistreich in doppeldeutigem Sinne ist die Story über die Besessenheit des wenig liebenswerten Pascual Pinon, die er aus eigener Gier nach einem Vorteil für sein Leben eingegangen ist. Er ist nicht der erste Charakter in der Literatur, der den Vorgang rückgängig machen möchte, nachdem ihm diese Vorteile nicht mehr wichtig sind. Den mit dem Dämon eingegangen Pakt aufheben möchte, um seine Eigenständigkeit zurück zu erhalten. Oh Wunder! Doch welcher Dämon gibt schon so leicht seinen Wirt wieder auf, wenn er ihn doch völlig in der Hand hat?

Ein Comicpanel zeigt einen rauchenden Professor Bell im Gespräch mit dem Mexikaner an einem Tisch

Professor Bell 1 – Panels von Seite 5

Dies wäre außerdem kein Sfar, wenn sich nicht etliche weitere Absonderlichkeiten in der Umgebung Bells tummeln würden. Sie gehören einfach dazu, die Geister und Zombies. Die Toten und ja, auch ein paar Lebende sind dabei.

Joann Sfars Der Mexikaner mit den zwei Köpfen ist ein ganz wunderbarer Einstieg in die Welt des Künstlers und natürlich des Professors. Der Band ist in sich abgeschlossen und empfehlenswert für jeden, der Spaß an humorvollen schaurigen Geschichten voller skurriler Figuren hat. Weitere Bände warten in meinem Comiczimmer auf mich. Ich kann nur sagen: Schööööön!

Professor Bell Band 1: Der Mexikaner mit den zwei Köpfen

Geschrieben und gezeichnet von

Joann Sfar

Genre und Leseprobe

Phantastik. Schauerliteratur. Comic.
Beim Avant Verlag gibt es eine Leseprobe: Professor Bell Bd. 1

Übersetzt  …

aus dem Französischen von David Permantier

Noch ein paar Details

2008 erschienen im Avant Verlag (2. Auflage), ISBN 978-3-939080-27-5, 48 Seiten, Softcover, Eur 14,95

Gelesen …

… im Lesesessel zu Hause in einem Rutsch

Mehr von Sfar?

Beim Avant Verlag gibt es Infos zum Autor und zu seinen anderen Comics:
Joann Sfar beim Avant Verlag

Unbedingt empfehlenswert sind auch seine Storys über den plattensammelnden und stets liebeskranken Vampir Ferdinand. In meinem Beitrag Femmes en bandes dessinées – Frauen in Comics habe ich die unwiderstehliche Baumfrau Liou vorgestellt, in die Ferdinand hoffnungslos verliebt ist. Leider ist ihre Beziehung beendet …

Geeignet auch für Comic-Einsteiger!

 

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Grünes Cover mit einem Mann, der einen rauchenden Revolver in der Hand hält

Professor Bell Band 1 – Cover

Label für die Aktion "Auch für Comic-Einsteiger". Text in Sprechblase: Auch für Comic-Einsteiger. In einer kleinen Sprechblase innen dann: Eine Initiative von Booknapping.de

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Verregnetes Messesgelände

Menschen. Bücher. Comics. Zeichnungen. Das war meine Leipziger Buchmesse 2018 #lbm18

Vor genau einer Woche bin ich aus Leipzig zurückgekehrt. Wenn ich richtig gezählt habe, war dies mein achtes Jahr auf der Leipziger Buchmesse und ich werde nicht müde, immer und immer wieder hinzufahren. Angereist bin ich mit zwei Freundinnen, eine von ihnen (Ariane von nerd-mit-nadel.de) hat selbst bereits ausführlich von der #lbm18 berichtet. Und vom Schneechaos am Samstag und Sonntag hat mittlerweile vermutlich auch jeder erfahren. Glücklicherweise waren wir mit dem Auto da und sind nach drei Tagen in Leipzig bereits am Samstag langsam aber stetig über die verschneiten Straßen nach Hause gefahren. Denn mit dem Zug wären wir nicht weggekommen …

Gelände vor der Leipziger Buchmesse mit einigen Menschen und viel Schnee

Leipziger Buchmesse 2018 versinkt im Schnee

Menschen

Ein Highlight der Messe ist für mich immer viele Menschen zu treffen. All jene, denen ich meist nur auf Veranstaltungen wie dieser begegne. Blogger*innen, Autor*innen, Leser*innen, Zeichner*innen und viele mehr. Wen ich treffe und wen ich verpasse ist nie voll durchgeplant, dafür bin ich selbst zu chaotisch. In die zwei Tage passt einfach nur eine begrenzte Anzahl an Terminen und so versuche ich möglichst viel unterzubringen und dann aber noch einiges einfach dem Zufall zu überlassen.

Nerd mit Nadel und Booknapping beim mdr

Nerd mit Nadel und Booknapping beim mdr

Gerade habe ich meine Fotos durchforstet und festgestellt, dass sehr viele unscharf sind. Von der SmartPhone-Kamera kann ich halt nicht viel erwarten. Leider habe ich somit kaum Fotos von all den Treffen, Umarmungen und Begegnungen, kann aber davon berichten. Eines ist klar: Ich hatte riesig Spaß euch alle zu treffen! Mit einigen waren es kurze Gespräche, mit anderen gemeinsames Stöbern, Chillen, Essen. Egal, wieviel Zeit wir dieses Mal hatten, ich fand jede Begegnung ganz wunderbar. Es sollte mehr Buchmessen geben, sodass es solche Live-Treffen häufiger geben könnte 😀 Unter den vielen von euch, die ich getroffen habe und zum Teil das erste Mal persönlich kennenlernen durfte, waren (in willkürlicher Reihenfolge) : Verena (Lieblingsleseplatz), Erika (litblogkoeb), Dagmar (buchkind-blog und GeschichtenAgentin), Christina (Books’n’Stories), Christin (Life4Books), Martin (Heftehaufen), Marcel (Der_Tolkienist), Christian (Darkstars Fantasy News), Andi (Andreas Suchanek, Greenlight Press), Elea Brandt (Autorenwebseite), Anne (Random Poison), Suse, Dani und Cindy von Literaturschock und leserunden.de und natürlich Katrin alias radacs! Sicher habe ich noch einige vergessen, bitte seht es mir nach. Nächstes Mal bin ich hoffentlich besser organisiert (als wenn das jemals in den Jahren geklappt hätte … ;-D ).

Ich habe mich dieses Mal nur an einem Verlagstreffen für Blogger*innen beteiligt: dem Abendessen von Klett-Cotta. Es war erneut ein ganz wundervoller Abend, zu dem das Verlagsteam viele nette Bloggerkolleg*innen und drei Autoren eingeladen hatte. Alex Raack (Wolle) und Christian von Aster (Der Orkfresser) lasen für uns aus ihren aktuellen Titeln. Torsten Seifert hatte eine spannende Geschichte zu seinem Roman Wer ist B. Traven mitgebracht, die selbst der Verlag noch nicht kannte. Christian von Aster saß übrigens direkt neben mir und unterhielt unsere Tischecke fabulös. Nun weiß ich unter anderem, dass wir fast aus der gleichen Ecke Norddeutschlands kommen. Ich habe auch eine neue (nicht ganz jugendfreie) Abkürzung gelernt (FFÜ – Frau f… Übersinnlichen) 😀

Weiterhin habe ich einige Comickünstler*innen “getroffen”, von diesen Begegnungen aber mehr im folgenden Kapitel:

Zeichnungen

Wenn die Aussicht auf Originalzeichnungen besteht, habe ich stets mein kleines querformatiges Sketchbook dabei. Auch dieses Mal waren einige Zeichner*innen so nett, mir eine ganz besondere Erinnerung an die Begegnung auf der Messe in diesem Buch zu hinterlassen. Aber auch in vier der Comics, die ich aus Leipzig mitgebracht habe, finden sich ganz persönliche Widmungen und Sketches. Was genau ich im Gepäck hatte? Hier kommen ein paar  Fotos!

Büchermerkliste und Impressionen

Früher hatte ich ein Notizbuch dabei, seit einigen Jahren erstelle ich meine Büchermerkliste nur noch mittels digitaler Schnappschüsse. Mein Fokus lag dieses Jahr auf illustrierten Büchern. Da mein SmartPhone-Akku irgendwann aufgab und selbst das separate Akkupack leer war, musste ich mir vieles aber auch einfach merken. Es folgt eine Auswahl meiner Schnappschüsse durch die man auch im Nachhinein noch etwas Messeatmosphäre spüren kann. Viel Spaß damit! Ein Klick öffnet die Bilder in größerer Auflösung.

Unten in der Box habe ich euch noch weitere Beiträge verlinkt, die ebenfalls von den Messetagen berichten. Wart ihr selbst auch auf der #lbm18? Wärt ihr gerne dort gewesen oder hattet ihr eh etwas anderes geplant? Erzählt davon in den Kommentaren, gerne könnt ihr auch auf eure eigenen Beiträge verlinken. Freue mich auf die Diskussionen.

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