Alle Artikel in: Bloggerleben

Notebook, Notizbücher, Kaffeetasse, Schreibutensilien

Booknapping Backstage

Ich finde es spannend “hinter die Kulissen” zu schauen. Dabei muss es nicht unbedingt eine Filmproduktion sein. Im Gegenteil, mich interessiert der Einblick in den Arbeitsalltag von Menschen. Völlig egal, ob es sich dabei um eine U-Bahnfahrerin, einen Opernsänger oder auch eine Blogger_in handelt. Mich interessiert, wie die Personen sich organisieren, welche Arbeitsweisen sie nutzen, welche Wege sie für sich finden. Und nicht nur im Beruf, gleiches gilt für ihre Freizeit. Wie geht jemand vor, wenn er einen Kuchen backt, hält er sich an die Regeln eines Rezeptes, sieht die Küche hinterher aus wie Sau und wird erst am nächsten Tag weggeräumt und so weiter und so weiter. Und weil ich das spannend finde, dachte ich, dass ich auch einmal ein wenig von der Arbeit hinter dieser Seite erzähle. Wie ich meine Bloggerei organisiere, welche Hilfsmittel ich nutze und wie ich an eine Rezension herangehe (ok, das hat dann doch nicht mehr reingepasst, aber dazu unten mehr). Viel Spaß beim Blick hinter die vollgestellten Kulissen von Booknapping. Herrscherin über das Chaos oder Blogorganisation Ich habe …

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Bank aus Stein in einem Park

Wie jetzt? Das ist eine Begabung? Ich dachte, ich wäre eine Hochstaplerin. #falschescham

Es ist mal wieder soweit. In Gedanken brennt mir seit einiger Zeit ein Thema unter den Nägeln, über das ich gerne schreiben möchte. Von dem ich erzählen möchte, das es meines Erachtens wert ist, mehr Präsenz zu bekommen. Präsenz in der Öffentlichkeit, in der Gesellschaft – im Leben all der Menschen, die dies hier lesen. Es soll drüber gesprochen werden, niemand soll sich seiner Fähigkeiten und Erfahrungen schämen müssen. Die Möglichkeit, dass ihr euch oder Freund_innen, Bekannte, Kolleg_innen in meinen Zeilen wiedererkennen könntet, wenn ich euch von meinen Gedanken und Erlebnissen berichte hat mich beflügelt, es jetzt endlich mal rauszuhauen. Und ich werde diesen Beitrag nicht immer und immer wieder gegenlesen, sondern jetzt runterschreiben, ein Foto suchen und dann veröffentlichen. So. Worum geht es überhaupt? Um (mindestens) eine Form der “Begabung”, von der ich bis vor wenigen Jahren nie gehört hatte. Ich habe lange gebraucht, zu akzeptieren, dass ich da etwas mit mir rumtrage, das tatsächlich positiv sein sollte. Fühlte es sich für mich doch eigentlich nur an, als wäre ich “komisch” und erntete oft ablehnende …

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Aufgeschlagenes Buch, davor ein Flyer

Nebel. Eine Kurzgeschichte von mir. Science Fiction.

Fünf Jahre ist es jetzt her, dass ich meine Kurzgeschichte Nebel im Rahmen einer Ausschreibung des Verlags Aeternica eingereicht habe. Und sie wurde veröffentlicht, in der Anthologie “Tanz des Lebens”. Bisher ist sie meine einzige Veröffentlichung geblieben, ich habe seitdem aber auch nie wieder etwas eingereicht. Alles, was ich begonnen habe ist unvollendet geblieben und auch wenn ich mir wenig Zeit für das Schreiben genommen habe, habe ich es doch nie ganz aufgegeben. Heute möchte ich meine Kurzgeschichte hier im Blog zur Verfügung stellen. Ich lasse euch als kleinen Teaser den Anfang hier, die gesamte Story könnt ihr weiter unten im epub-Format herunterladen. Viel Freude nun beim Lesen meiner Sci-Fi-Story 🙂 Leseprobe aus “Nebel” ··· ~ ··· Nebel. Schwer und dick legte er sich auf die Weite des Landes. Kaum konnte ich weiter sehen als bis zu meiner Hand, die verkrampft neben mir lag. Ich konnte den Kopf kaum drehen, um mehr zu sehen. Um ihn nur wenige Zentimeter anzuheben, brauchte ich bereits eine immense Menge an Kraft. Ich hatte den Eindruck, etwas in der Hand …

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Verregnetes Messesgelände

Menschen. Bücher. Comics. Zeichnungen. Das war meine Leipziger Buchmesse 2018 #lbm18

Vor genau einer Woche bin ich aus Leipzig zurückgekehrt. Wenn ich richtig gezählt habe, war dies mein achtes Jahr auf der Leipziger Buchmesse und ich werde nicht müde, immer und immer wieder hinzufahren. Angereist bin ich mit zwei Freundinnen, eine von ihnen (Ariane von nerd-mit-nadel.de) hat selbst bereits ausführlich von der #lbm18 berichtet. Und vom Schneechaos am Samstag und Sonntag hat mittlerweile vermutlich auch jeder erfahren. Glücklicherweise waren wir mit dem Auto da und sind nach drei Tagen in Leipzig bereits am Samstag langsam aber stetig über die verschneiten Straßen nach Hause gefahren. Denn mit dem Zug wären wir nicht weggekommen … Menschen Ein Highlight der Messe ist für mich immer viele Menschen zu treffen. All jene, denen ich meist nur auf Veranstaltungen wie dieser begegne. Blogger*innen, Autor*innen, Leser*innen, Zeichner*innen und viele mehr. Wen ich treffe und wen ich verpasse ist nie voll durchgeplant, dafür bin ich selbst zu chaotisch. In die zwei Tage passt einfach nur eine begrenzte Anzahl an Terminen und so versuche ich möglichst viel unterzubringen und dann aber noch einiges einfach dem …

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Tablet mit Tastatur auf einem Tisch im Zug

Pendelgeschichten: Wenn ich zur Entspannung ein Buch aus Papier und “Tinte” brauche

Eines vorweg: Ich lese gerne. Und zwar sowohl digital auf einem meiner zwei eBook-Reader, als auch analog auf Papier. Trotzdem hat mich überrascht, was ich gestern an mir und meinen Bedürfnissen bemerkt habe. Ich fange mal vorne an … Ein anstrengender Tag lag hinter mir. Ich war um viertel vor sieben aus dem Haus gegangen (6:45 Uhr), kurz nach neun Uhr war ich an meinem Arbeitsplatz. Diese Anfahrtszeit bis ins Büro ist übrigens nicht ungewöhnlich für mich, denn ich pendle zu meiner Arbeitstelle. Mehr darüber findet sich zum Beispiel in meinem Beitrag Die Vorteile des Pendelns. Für den Tag erwartete mich unter anderem – ich nenne es mal – konzeptionelle Stillarbeit mit vielen bunten Karten, Post-its, einem Riesen-Flipchartbogen, Sprühkleber und dem Grundlegendsten: hunderte Gedanken und Fragen, die kurz nach dem Mittag mit Kollegen besprochen werden wollten. Spannend, herausfordernd und insgesamt ein langer Prozess. Hinzu kamen weitere Termine und Projekte, die den Tag nicht einfacher machten. Nachdem der am Abend zuvor zurückgelegte Pendelweg ungeplant eine Stunde länger dauerte und ich zudem eine Stunde länger im Büro geblieben …

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Tablet mit Tastatur, daneben eine Faulenzermappe und ein Brötchen im Zug

Die Vorteile des Pendelns

Aus dem Leben einer Berufspendlerin Ich pendle. Nicht täglich, aber stetig. Im Normalfall pendle ich vier Mal die Woche zwischen Hannover und Bremen. Werde ich danach gefragt, wo ich arbeite und erzähle ich dann von meinem gute 100 Kilometer entfernten Arbeitsplatz, höre ich oft: “Achje, du arbeitest in Bremen? Boah, und da fährst du jeden Tag? Obwohl … ist ja auch nur ‘ne Stunde Fahrt, oder?”. Theoretisch stimmt das, praktisch kann das aber nicht richtig sein, wenn man bedenkt, dass ich natürlich weder direkt am Bahngleis wohne, noch im Hauptbahnhof Bremen arbeite. Praktisch steige ich morgens in den Bus, steige dann um in die Stadtbahn (die hier in Hannover offiziell so heißt, da sie unter- und oberirdisch fährt, also zugleich U-Bahn als auch Straßenbahn ist), am Hauptbahnhof kaufe ich dann oft noch einen Kaffee und eventuell auch andere Dinge, die ich noch brauche, gehe zum Bahnsteig, steige in den Zug und habe dann noch Zeit bis dieser abfährt. Nach einer Stunde kommt dieser dann in Bremen an, wo ich wiederum in die Straßenbahn steige, um …

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Frau in Comic-Style auf einem Notizbuch, ein roter Stift, ein Klebezettel mit Aufschrift "Down to earth!" und ein Notebook

Down to Earth. Damn Prejudices. Sich erden. Nieder mit den Vorurteilen.

Das, was man nicht sieht. Mit den Augen sehen wir zunächst nur, was offensichtlich ist. Oft machen wir uns schon mit diesem ersten Eindruck ein Bild von einem Menschen. Vielleicht schießen uns gleich Vorurteile durch den Kopf weil die Äußerlichkeiten uns diesen Menschen in eine gedankliche Schublade stecken lassen. Vielleicht haben wir Mitleid, weil wir glauben, dass der Mensch leidet. Vielleicht fühlen wir uns angezogen, da etwas an dem Menschen ist, das wir für uns als Signal für Sympathie empfinden – wir vielleicht Dinge an der Person sehen, die wir selbst mögen – sei es ein Verhalten, eine Ähnlichkeit oder auch äußere Einflüsse, wie beispielsweise eine bestimmte Haarfarbe. Wie falsch wir mit diesen Eindrücken oft liegen, merken wir erst, wenn wir diesen Menschen näher begegnen. Sie kennenlernen, mit ihnen ins Gespräch kommen, gemeinsam diskutieren, Spaß mit ihnen haben oder auch mit ihnen streiten. Erst dann entwickeln wir langsam ein Gefühl dafür, wen wir da vor uns haben. Was hinter der optisch sichtbaren “Fassade” steckt. Einige haben eine starke Mauer um sich herum aufgebaut. Mit der …

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Rotes Notizbuch von Diogenes auf Schulungsunterlagen

Gegen die Dummheit anschreiben

Die Vorgeschichte In der letzten Woche habe ich einen Bildungsurlaub mit dem Thema “Einführung in die Philosophie” besucht. Mit Ausnahme von einigen zufälligen Begebenheiten hatte ich bisher keinen konkreten Kontakt mit dem Thema, habe auch nicht bewusst Texte von Philosophen gelesen. Zwar las ich beispielsweise die Illias von Homer (nicht komplett bislang), war mir aber gar nicht bewusst, dass Homer ein Philosoph war. Ich lies mich also überraschen. Vorweg genommen kann ich sagen, dass die fünf Tage eine große Bereicherung für mich waren. Ich habe Philosophen von der Antike über die Neuzeit bis hin zur Moderne kennengelernt. Wir haben in der kleinen Gruppe von 13 Teilnehmern deren Texte gelesen, analysiert und interpretiert. Wir haben diskutiert, der Dozent (Professor der Philosophie) hat uns gekonnt an das philosophische Gespräch herangeführt. Und immer blieb es nicht bei den Metaphern, sondern wir prüften jedes Mal, ob die Beispiele in die Gegenwart übertragbar waren. Es war erstaunlich zu erfahren, wie viele der heute so quer liegenden Themen in der Gesellschaft schon vor Hunderten, gar Tausenden von Jahren präsent waren. Und …

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