Alle Artikel in: Buchrezension

Hier findet ihr ausführliche Rezensionen zu Büchern, die ich gelesen habe. Viel Spaß beim Durchstöbern.

Buch liegt auf Plüschkellerassel daneben eine Brille, ein Bleistift, ein Kuli.

Auf der Suche nach Magie – Rainbow Rowell: Fangirl

Magisch wie Eleanor & Park? Zwei Jahre ist es her, dass ich Eleanor und Park begegnete. Die beiden Schüler waren Rainbow Rowells Protagonisten in ihrem gleichnamigen Roman. Und damals gab es kaum einen Buchtisch, auf dem der Jugendroman nicht lag. Er versprach vieles. Ich las die ersten Seiten und griff dann zu. Das Versprechen hielt das Buch nicht nur, es übertraf meine Erwartungen. Rowells Figuren waren lebensecht. Sie hörten gute Musik von den Sex Pistols, The Cure und Joy Division. Sie lasen Comics und Bücher. Sie lebten in den 80ern. Und auf ihre Weise waren sie beide Außenseiter. Sie verliebten sich – und ihre Liebe war so zart und magisch wie ein Schmetterlingsflügel. Ihr werdet es meinen Worten anmerken: Ich liebe dieses Buch! 

E-Book "Giants. Zorn der Götter" steht auf einem schwarzen Hintergrund, rechts daneben ein orangefarbener Kunststoffroboter

Giganten überall – Sylvain Neuvel: Giants. Zorn der Götter

Erst kürzlich las ich den ersten Band von Sylvain Neuvels Debütreihe „Giants. Sie sind erwacht“ und obwohl mich das Buch nicht vollends begeistert hat, machte mich doch der Cliffhanger neugierig auf die Fortsetzung. Achtung: Der folgende Text gibt zum Teil Hinweise auf das Geschehen im ersten Band. Giants. Sie sind zurück So könnte der Titel dieses zweiten Bands in der Reihe heißen, denn wortwörtlich sind die Aliens nach einer Pause von zehn Jahren zurück. Inzwischen hat sich allerdings einiges getan. Themis wurde reaktiviert, die Erdverteidigungsgruppe (EVT) wurde gegründet und Dr. Rose Franklin hat die Führungsrolle übernommen.

E-Book-Cover und Notizen zum Buch

CSI trifft SF – Sylvain Neuvel: Giants. Sie sind erwacht

Dr. Rose Franklin erhält die Leitung über ein Projekt, zu dem sie einen ganz besonderen persönlichen Bezug hat. Als vor knapp 20 Jahren eine riesige metallische Hand gefunden wurde, ist lange mit dem ungewöhnlichen Fund nichts passiert. Nun aber ist es an der Zeit, die Herkunft dieses geradezu monströsen Objektes zu erforschen. Mit rund sieben Metern Länge und einem Gewicht, das viel zu niedrig für die Masse der Hand ist, scheint es nicht von dieser Welt. Außerdem ist da noch das türkise Leuchten, das sich damals, als die kleine Rose plötzlich in ein Loch fiel und von der gigantischen Hand „aufgefangen“ wurde, das erste Mal zeigte. Heute darf sie mit einem Team von Wissenschaftlern und Militärs dem Artefakt auf den Grund gehen. Und es gibt tatsächlich mehr als diese eine Hand – die Suche nach weiteren Teilen beginnt …

Cover in schwarzweiß, Pyramide vor einem Himmel mit drei Sonnen

Die Menschheit und das All – Cixin Liu: Die drei Sonnen

Wo fange ich nur an. Am besten damit, wie ich auf das Buch gekommen bin. Ehrlich gesagt, hat mich zunächst das Äußere angesprochen. Das Cover verspricht einen interessanten Science Fiction-Roman, eventuell endlich mal wieder etwas Neues, Bahnbrechendes. Zudem haben mich die Auszeichnungen des Romans mit dem Hugo Award (Best Novel 2015) und dem chinesischen Galaxy Award (2006) neugierig gemacht. Nach etwas Recherche fand ich heraus, dass dieser erste Teil der Trilogie nach Erscheinen der englischsprachigen Übersetzung im Jahr 2014 einschlug wie eine Bombe. Cixin Liu erhielt als erster chinesischer Autor den renommierten Hugo. Auch poppten überall positive und neugierige Posts in den sozialen Medien und in Blogs auf. Meine Neugier war immens, die Erwartungen entsprechend hoch.

Verzerrtes Bild, das Geschwindigkeit andeutet zeigt Gibsons Buch Peripherie

Ist unsere Realität bereits die Dystopie? – „Peripherie“ von William Gibson

Die nahe Zukunft Ende des 21. Jahrhunderts. Die 70 Jahre vorausliegende Zukunft. Ein Game. Ein Mord im Game. Das Game ist kein Game. Der Jackpot. London. Hefty Mart als Monopolist aller Einzelhändler. 3D-Kopiershops. Cosplay-Zonen. Mentale Reisen zwischen den verschiedenen Zeitpunkten. Übertragung des Geistes in Peripherals. Egal in welcher Zeit. Politik. Kollaps. Das Ende. Der Anfang. Gibson. Stichpunkte, die immer wieder Neues ergeben Dies sind nur Stichpunkte. Wie ein Aufflackern der Handlung beschreiben sie für mich Momente dieses aktuellen Romans von William Gibson.

Frau mit Brille liest im Zug in einem Buch

Kinder auf der Flucht vor dem Krieg: Annika Thor – Eine Insel im Meer

Sie dachten, sie kämen für einen etwas längeren Urlaub nach Schweden. Doch es war kein Urlaub und der Aufenthalt sollte viel länger werden als erwartet. Steffi und Nelli lebten in Wien mit ihren Eltern, die sie aber nach Einmarsch der Deutschen in die österreichische Großstadt verlassen mussten. Sie sollten alleine zunächst nach Schweden reisen, bis ihre Eltern eine Ausreisegenehmigung für Amerika erhalten hätten. In Wien lebten sie in einer schönen großen Wohnung, bis die Nazis kamen und allen Juden ihren Besitz nahmen. In einem kleinen Zimmer wurde die Familie zusammengepfercht, sodass es ein großes Glück für die zwei Mädchen war, in das weit entfernte Schweden ausreisen zu dürfen. Ihren Eltern stand diese Möglichkeit zu dem Zeitpunkt nicht offen.

HdR ohne Umschlag

50 x Tolkien plus 1 – J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe (Illustriert)

Bis vor Kurzem hatte ich fünfzig Bücher mit Bezug zu J. R. R. Tolkien in meiner kleinen Sammlung im Regal. Jetzt sind es 51, denn es ist ein neues Buch hinzugekommen, ein ganz besonderes Buch. Ein Buch, das ich und viele andere lange herbeigesehnt haben. Eine deutschsprachige Ausgabe des „Herrn der Ringe“ mit fünfzig ganzseitigen Illustrationen Alan Lees. Nachdem die erste Auflage

Patrick Hemstreet - Die Gotteswelle

Sci-Fi-Thriller: Patrick Hemstreet – Die Gotteswelle

„Ich mag keine Thriller.“ Das haben mich schon einige sagen hören und bis zu einem gewissen Grad stimmt es auch. Denn ich lese nicht gerne über massenmordende Menschen, Vergewaltiger oder über Personen, die Kindern massive Gewalt antun. Aber ich mag Wissenschaftsthriller, so wie die Bücher von Michael Crichton (Jurrassic Park ist beispielsweise großes Kino, auch und sogar, ganz besonders, ohne Leinwand oder TV-Bildschirm!) oder dem Autoren-Duo Douglas Preston und Lincoln Child. Als mir der Roman „Die Gotteswelle“ in die Hände fiel hatte ich Hoffnung, einen Thriller in der Tradition dieser Autoren vor mir zu haben. Und meine Hoffnung wurde erfüllt.