Alle Artikel in: Bloggen

Tablet mit Tastatur, daneben eine Faulenzermappe und ein Brötchen im Zug

Die Vorteile des Pendelns

Aus dem Leben einer Berufspendlerin Ich pendle. Nicht täglich, aber stetig. Im Normalfall pendle ich vier Mal die Woche zwischen Hannover und Bremen. Werde ich danach gefragt, wo ich arbeite und erzähle ich dann von meinem gute 100 Kilometer entfernten Arbeitsplatz, höre ich oft: „Achje, du arbeitest in Bremen? Boah, und da fährst du jeden Tag? Obwohl … ist ja auch nur ’ne Stunde Fahrt, oder?“. Theoretisch stimmt das, praktisch kann das aber nicht richtig sein, wenn man bedenkt, dass ich natürlich weder direkt am Bahngleis wohne, noch im Hauptbahnhof Bremen arbeite. Praktisch steige ich morgens in den Bus, steige dann um in die Stadtbahn (die hier in Hannover offiziell so heißt, da sie unter- und oberirdisch fährt, also zugleich U-Bahn als auch Straßenbahn ist), am Hauptbahnhof kaufe ich dann oft noch einen Kaffee und eventuell auch andere Dinge, die ich noch brauche, gehe zum Bahnsteig, steige in den Zug und habe dann noch Zeit bis dieser abfährt. Nach einer Stunde kommt dieser dann in Bremen an, wo ich wiederum in die Straßenbahn steige, um …

Frau in Comic-Style auf einem Notizbuch, ein roter Stift, ein Klebezettel mit Aufschrift "Down to earth!" und ein Notebook

Down to Earth. Damn Prejudices. Sich erden. Nieder mit den Vorurteilen.

Das, was man nicht sieht. Mit den Augen sehen wir zunächst nur, was offensichtlich ist. Oft machen wir uns schon mit diesem ersten Eindruck ein Bild von einem Menschen. Vielleicht schießen uns gleich Vorurteile durch den Kopf weil die Äußerlichkeiten uns diesen Menschen in eine gedankliche Schublade stecken lassen. Vielleicht haben wir Mitleid, weil wir glauben, dass der Mensch leidet. Vielleicht fühlen wir uns angezogen, da etwas an dem Menschen ist, das wir für uns als Signal für Sympathie empfinden – wir vielleicht Dinge an der Person sehen, die wir selbst mögen – sei es ein Verhalten, eine Ähnlichkeit oder auch äußere Einflüsse, wie beispielsweise eine bestimmte Haarfarbe. Wie falsch wir mit diesen Eindrücken oft liegen, merken wir erst, wenn wir diesen Menschen näher begegnen. Sie kennenlernen, mit ihnen ins Gespräch kommen, gemeinsam diskutieren, Spaß mit ihnen haben oder auch mit ihnen streiten. Erst dann entwickeln wir langsam ein Gefühl dafür, wen wir da vor uns haben. Was hinter der optisch sichtbaren „Fassade“ steckt. Einige haben eine starke Mauer um sich herum aufgebaut. Mit der …

Text Zurück in die Zukunft der Vergangenheit vor einer Skyline

Zurück in die Zukunft der Vergangenheit. Ein Blogstöckchen.

Science Fiction ist über-All Das Genre der Science Fiction (SF) wird häufig nur mit Raumschiffen, Aliens und jeder Menge Technik verbunden. Aktuell wurde dieser Allgemeinplatz schon ein wenig aufgebrochen durch eine nicht unerhebliche Menge an erscheinenden Dystopien, was im Zuge der Geschehnisse in unserer Gesellschaft nicht verwunderlich ist. Besonders im Jugendbuchbereich ist in den letzten paar Jahren einiges auf den Buchmarkt gekommen. Erfreulicherweise. Denn die SF „kann“ deutlich mehr als coole Spaceships und Androiden, fremde Planeten und kleine grüne Männchen. Selbstverständlich sind dies Motive, die in Science Fiction-Romanen vorkommen, aber damit ist die Liste nicht komplett, außerdem sind dies meist nur – nennen wir es – Äußerlichkeiten. Die Science Fiction-Literatur gilt als zukunftsweisend, als visionär. Sie hat Forschende inspiriert neue Technologien und Geräte zu entwickeln. SF-Inhalte kritisieren Gegenwart – und auch Vergangenheit – übertragen die aktuellen Probleme in ihre eigenen meist in der Zukunft angesiedelte Szenarien. Sie analysieren Gesellschaftsmuster und spinnen sie gedanklich weiter. Die SF überspitzt Möglichkeiten, geht an und über Grenzen. William Gibson beispielsweise, der Erfinder des Cyberspace, sagte über sich selbst in …

Rotes Notizbuch von Diogenes auf Schulungsunterlagen

Gegen die Dummheit anschreiben

Die Vorgeschichte In der letzten Woche habe ich einen Bildungsurlaub mit dem Thema „Einführung in die Philosophie“ besucht. Mit Ausnahme von einigen zufälligen Begebenheiten hatte ich bisher keinen konkreten Kontakt mit dem Thema, habe auch nicht bewusst Texte von Philosophen gelesen. Zwar las ich beispielsweise die Illias von Homer (nicht komplett bislang), war mir aber gar nicht bewusst, dass Homer ein Philosoph war. Ich lies mich also überraschen. Vorweg genommen kann ich sagen, dass die fünf Tage eine große Bereicherung für mich waren. Ich habe Philosophen von der Antike über die Neuzeit bis hin zur Moderne kennengelernt. Wir haben in der kleinen Gruppe von 13 Teilnehmern deren Texte gelesen, analysiert und interpretiert. Wir haben diskutiert, der Dozent (Professor der Philosophie) hat uns gekonnt an das philosophische Gespräch herangeführt. Und immer blieb es nicht bei den Metaphern, sondern wir prüften jedes Mal, ob die Beispiele in die Gegenwart übertragbar waren. Es war erstaunlich zu erfahren, wie viele der heute so quer liegenden Themen in der Gesellschaft schon vor Hunderten, gar Tausenden von Jahren präsent waren. Und …

Bücher, Lesezeichen und Karten auf einem unordentlichen kleinen Stapel

Immaterial Girl – Frankfurter Buchmesse 2017

#FBM17 – fest verankert im Kopf Sie wird mir in Erinnerung bleiben, die Frankfurter Buchmesse 2017. So wie auch all die anderen Buchmessen in Leipzig und Frankfurt, die ich in den Jahren besucht habe. Geprägt war diese Messe für mich allerdings nicht vordergründig durch das Entdecken von Neuerscheinungen. Und auch nicht von Lesungen, TV-Aufzeichnungen oder Signierstunden. Vielmehr verbinde ich die #FBM17 mit Menschen. Mit Begegnungen. Mit Eindrücken. Mit vielen wunderbaren Persönlichkeiten, die ich dort treffen durfte. Wir unterhielten uns, winkten uns zu, wir umarmten uns, strahlten uns an, wir schauten uns gegenseitig in die erschöpften Gesichter, verstanden uns manchmal ohne Worte, wir tranken und aßen miteinander. Manche lernte ich kennen und war ihnen vorher nie begegnet, andere kannte ich bisher nur „online“. Ich traf langjährige Freunde, Freundinnen und Bekannte. Teils hatten wir feste Verabredungen und Termine, anderes ergab sich spontan. Eine neue Bekanntschaft mit einer jungen Autorin im Bus, ein Gespräch mit einer ehemaligen Journalistin im Messecafé, ein kurzer Austausch mit Verlagsmitarbeitern über ein mögliches Projekt – so waren sowohl der Donnerstag und auch der …

Verschiedene Comicalben

Femmes en bandes dessinées – Frauen in Comics

Fünf Reihen, sechs Frauen Mit Frankreich hat die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr ein Gastland ausgewählt, das sich geradezu dafür anbietet über Comics zu berichten. Der franko-belgische Raum ist bekannt für seine große Comickultur. Klassiker wie „Asterix“ und „Tim und Struppi“ gehören zur Popkultur wie Disneyfilme und Michael Jackson und sind auch Nicht-ComicleserInnen bekannt. Größen wie Moebius haben Generationen von (Drehbuch-)AutorInnen inspiriert. Widmen möchte ich mich aber nicht den allseits bekannten Figuren. Mein Augenmerk gilt heute den Frauen in französischen Comics. Ich stelle fünf ganz unterschiedliche Charaktere vor – eine davon war allerdings tatsächlich auch gerade auf der großen Leinwand zu sehen. Beginnen möchte ich aber mit

Mehrere Bücher und Comics und eine Plüschkellerassel

Kellerassel hat Fotopause

Hier ist was los, sage ich euch. Normalerweise hänge ich auf der Lehne des Ohrensessels in Booknappings Leseecke herum. Wenn sie vorbei schaut, schmiege ich mich an ihren Rücken oder Nacken. Und wenn es warm ist, gehe ich gerne mit raus. Außerdem liebe ich meine Fotosessions! Zwar bin ich meist nur am Rand der Fotos zu sehen, weil Frau Booknapping stets Bücher, Comics, Teetassen oder sonstwas in den Vordergrund rückt. Aber ich darf fast immer mit auf die Fotos. Ehrlich gesagt … krabbel ich einfach schnell in Position, sobald es nach einem Shooting aussieht. Und ich bin schnell! Abweichend von den meisten meiner Spezies hasse ich es unter Blumentöpfen und an dunklen Stellen draußen auf der Terrasse oder sogar im Keller :-O Ich mag die Nähe von Büchern, Comics, meinen grauen Ohrensessel – den ich gerne immer mal zur Verfügung stelle – und Menschen. Warum meine Artgenossen immer Reißaus nehmen, wenn sie kommen, kann ich nicht verstehen. Es ist doch so wunderbar kuschelig hier im Haus und meine menschlichen Mitbewohner sind auch sehr zuvorkommend. Pause Jetzt …

Tablet auf Tisch im ICE

Ich und mein Blog. Eine Blogparade von angeltearz liest.

Acht Fragen Als ich vor ein paar Wochen bei der Aktion „Kleine Blogs in Sicht“ bei der Bücherkrähe mitgemacht habe, sind mir immer wieder Beiträge zur Blogparade von angeltearz liest begegnet. Heute pendle ich gerade mal wieder zum Arbeitsplatz und habe jetzt noch eine halbe Stunde Zeit, um mich auf die Fragen einzulassen. Vielleicht schaffe ich es ja bevor mein ICE am Ziel eintrifft. Auf die Plätze, fertig … los!