Monate: März 2017

Ein Denkmal für Widerständler – „kleiner vogel rot“ von Veronika Mischitz und Christopher Bünte

Gestern, am 25. März 2017, bin ich von der Leipziger Buchmesse zurückgekehrt und saß abends erschöpft und in trauter Zweisamkeit vor dem TV. In der Tagesschau wurden Bilder über polizeiliche Festnahmen von friedlich demonstrierenden Menschen in Minsk gezeigt. Der 25. März ist „Der Tag der Freiheit“ im diktatorisch regierten Weißrussland und, so lautete die Meldung, die Behörden die Demonstrationen nicht genehmigt hatte, schritt die Polizei ein. Menschen wurden mit Schlagstöcken zu Boden geknüppelt. Ältere Menschen wurden in gepanzerte Transporter gezogen. Es war gruselig anzusehen und bereitete uns eine Gänsehaut. Doch die Bilder zeigten auch, dass die Demonstranten sich nicht einschüchtern ließen. Beispielsweise waren Frauen zu sehen, die das Abführen von (womöglich ihren) Männern mit bloßen Händen zu verhindern suchten.

Verzerrtes Bild, das Geschwindigkeit andeutet zeigt Gibsons Buch Peripherie

Ist unsere Realität bereits die Dystopie? – „Peripherie“ von William Gibson

Die nahe Zukunft Ende des 21. Jahrhunderts. Die 70 Jahre vorausliegende Zukunft. Ein Game. Ein Mord im Game. Das Game ist kein Game. Der Jackpot. London. Hefty Mart als Monopolist aller Einzelhändler. 3D-Kopiershops. Cosplay-Zonen. Mentale Reisen zwischen den verschiedenen Zeitpunkten. Übertragung des Geistes in Peripherals. Egal in welcher Zeit. Politik. Kollaps. Das Ende. Der Anfang. Gibson. Stichpunkte, die immer wieder Neues ergeben Dies sind nur Stichpunkte. Wie ein Aufflackern der Handlung beschreiben sie für mich Momente dieses aktuellen Romans von William Gibson.

Liste in schwarz geschrieben auf Papier, darauf ein schwarzer Stift

Vorbereitungen zur Leipziger Buchmesse 2017: Heben der Schätze der vergangenen Messe

Mitte Januar habe ich mir Gedanken über die Nachhaltigkeit von Buchmesseeindrücken gemacht. Ich war zu dem Ergebnis gekommen, dass ich mich nicht von den vielen neuen Eindrücken, die Ende März auf der Leipziger Buchmesse auf mich warten werden, überrumpeln lassen möchte. Auch wollte ich das „Mitbringselgrab“ heben, das alles barg, das ich im Oktober 2016 von der Frankfurter Messe mitgebracht hatte und die Inhalte sichten. Mich an die Messe und die vielen Eindrücke erinnern und sie nicht einfach so vergessen, nur um mich in Leipzig wieder mit neuen Wünschen vollzuladen. Außerdem hatte ich mir vorgenommen, mich bewusst auch auf die Backlist-Titel der Verlage einzulassen und nicht ausschließlich auf die Neuheiten zu fokussieren. Und all diese Vorhaben stehen auch weiterhin auf meiner Liste. Jetzt ist endlich Zeit für das Mitbringselgrab!

Weinglas mit orangefarbener Flüssigkeit im Vordergrund vor Cover des Comics Wika Band 2, das eine Fee zeigt

Im Feen-Bootcamp – Day/Ledroit: Wika und die schwarzen Feen (Band 2)

Im Januar habe ich euch den ersten Band der Comic-Tetralogie „Wika“ vorgestellt (Wika und Oberons Zorn). Jetzt habe ich auch den zweiten Teil der Reihe gelesen und möchte von diesem Leseerlebnis berichten. Für alle, die den ersten Band noch nicht gelesen haben, sei erwähnt, dass dieser Beitrag ein paar Details enthält, die sich aus dem Inhalt von „Wika“ Band 1 ergeben. Wer diese nicht vor der Lektüre wissen möchte, kann hier das Lesen unterbrechen, bis er/sie endlich „Wika und Oberons Zorn“ gelesen hat, um danach hierher zurückzukommen.