VG Wort? Was ist das und warum „bin“ ich da?

Es gibt jede Menge Beiträge im Internet, die erklären, wie man für seine Blogtexte mit der VG Wort ein wenig Geld verdienen kann. Genau deshalb möchte ich dies nicht noch einmal im Detail erklären, sondern verweise auf andere Beiträge von Bloggenden, die sich schon viel Mühe mit den Erläuterungen gemacht haben und gebe nur einen kleinen Überblick, wie ich vorgegangen bin.

Sehr hilfreich für einen ersten Überblick ist der Beitrag VG Wort als Einnahmequelle (Link) auf der Seite BLOGGiraffe. Kurz gefasst handelt es sich bei der VG Wort um eine Verwertungsgesellschaft, die die Gelder, die durch die Wahrung von Urheberrechten eingenommen werden, jährlich verteilt (ausschüttet). Dies geschieht jährlich und auch als Blogger*in kann man für die eigenen Beiträge einen Anteil davon erhalten.

Es gibt ein paar Bedingungen an einen Text, um für die Ausschüttung berücksichtigt zu werden. Er muss momentan ein Minimum von 1800 Zeichen Länge erfüllen und mindestens 1500 Aufrufe pro Jahr verzeichnen. Für längere Beiträge (ab 10.000 Zeichen) reicht sogar schon die Hälfte. Ende des Jahres beziehungsweise am Anfang des neuen Jahres werden diese Zahlen von der VG Wort bekanntgegeben, dies geschieht jedes Jahr aufs Neue. Im letzten Jahr lag die Ausschüttung für einen Beitrag, der mit einer sogenannten Zählmarke versehen wurde, und die entsprechenden Bedingungen erfüllte, bei Euro 40.

Eine Zählmarke ist übrigens ein 1 Pixel-großes Bild, das beim Aufruf eines Beitrags geladen wird. So werden die Aufrufe von der VG Wort über das Jahr gezählt.

Um an den genannten Ausschüttungen teilzuhaben, ist eine Registrierung bei der VG Wort (Link) und der Abschluss eines Wahrnehmungsvertrags nötig. Das erst einmal als Überblick. Ihr merkt sicher schon, dass das Ganze recht komplex ist, die verlinkten Beiträge sollten euch aber eine gute Hilfe sein. Für mich waren sie es.

Mein Weg zu VG Wort

Im ersten Schritt habe ich mich auf der Webseite der VG Wort informiert, mich registriert und viel, sehr viel gelesen.

Sehr hilfreich fand ich das Projekthandbuch, ich habe es im Bereich METIS im Meldeportal T.O.M. gefunden. Da es etwas versteckt ist, lasse ich euch den direkten Link zum Download des 39-Seiten-pdfs da: Projekthandbuch METIS für Urheber. Ich wurde in der Maske fündig, in der man die Zählmarken bestellen kann.

Screenshot wie man die Zählmarken bestellt

Anschließend habe ich das PROSODIA Plug-in für WordPress installiert und konfiguriert. Sehr geholfen bei der Integration von VG Wort in meinen Blog, hat mir dieser Beitrag von Hubert Hell. Seine Beiträge waren für mich Gold wert. Laut Newsletter der VG Wort arbeitet diese selbst an einem Plug-in, das wohl noch 2022 zur Verfügung gestellt werden soll.

Insgesamt hat mich die ganze Vorbereitung etliche Stunden gekostet, aber ich habe auch viel Neues gelernt und es hat mir Spaß gemacht, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Mittlerweile werden die Zählpixel auf meiner Seite fleißig gezählt und auch wenn ich erst Ende 2022 erfahren werde, ob einzelne Beiträge die Mindestaufrufe erreicht haben, hat es sich für mich jetzt schon gelohnt. Vielleicht kann ich bald meine ersten Meldungen erstellen :-) Das läuft dann wieder über das Meldeportal T.O.M. im Bereich METIS und glücklicherweise hat Hubert Hell auch über die Meldungen einen Beitrag geschrieben!

Tipp für Blogs, die lazy load für Bilder nutzen

Ich verwende das Plug-in EWWW Image Optimizer und habe die Option „Lazy Load“ für Bilder aktiviert. Da das Zählpixel für VG Wort standardmäßig am Ende eines Beitrags eingefügt wird, kann es sein, dass ein Aufruf nur dann gezählt wird, wenn auch bis zum Ende der Seite gescrollt wird. Nach etwas Suchen habe ich gefunden, dass Autooptimize die Möglichkeit bietet, zum Beispiel einzelne Klassen vom „lazy loading“ auszunehmen. Um das VG Wort-Zählpixel direkt beim Seitenaufruf mitzuladen, muss die Klasse wpvgw-marker-image ausgeklammert werden.

Meldungen, die ich schon erstellen konnte

In den letzten Jahren habe ich nicht nur auf meiner eigenen Seite Texte verfasst, die die Bedingungen der VG Wort für Ausschüttungen erfüllen, sondern auch auf anderen Seiten im Internet. Für diese konnte ich jetzt schon Meldungen eintragen und hoffe dafür einen Anteil der Sonderausschüttung zu bekommen. Zwar sind manche dieser Texte schon viele Jahre online, jedoch ist nicht relevant wann sie verfasst wurden, sondern dass sie im Meldejahr online verfügbar sind. Die Quoten für die Sonderausschüttung sind niedriger und richten sich nach der Anzahl der Beiträge auf einer Seite. Auch dazu gibt es Dokumentation und Informationen unter anderem im oben verlinkten Projekthandbuch.

Viele Möglichkeiten und überall verstecken sich Informationen

Bei meinen stundenlangen Recherchen habe ich festgestellt, dass die VG Wort eine richtig gute Dokumentation hat, diese aber auf viele Seiten verteilt ist und sich teils in Untermenüs versteckt. So bin ich beim Lesen und Erforschen der Seiten immer wieder auf neue Informationen gestoßen. Ich finde, es lohnt sich, sich auf die Reise zu begeben. Und nicht gleich aufzugeben bei der Fülle an Infos – ich habe selbst gemerkt, dass immer jemand irgendwo ist, der helfen kann. Vieles findet sich im Menüpunkt Dokumentation bei der VG Wort (Link) – unter anderem FAQs und Infos über die Quoten.

Natürlich können nicht nur online verfügbare Texte gemeldet werden, sondern auch eigene Bücher, Beiträge für Print-Magazine und vieles mehr. Ich habe mich hier aber erst einmal auf die für mich relevanten Teile konzentriert und das sind die über das Internet erreichbaren Beiträge. Leider können noch keine Podcasts gemeldet werden … Noch! Ich hoffe auf eine Veränderung in den nächsten Jahren.

Und nun warte ich neugierig auf Ende 2022, denn dann werde ich erstmals im T.O.M. sehen, ob ich Beiträge für die reguläre Ausschüttung melden kann. Drückt mir die Daumen :-)

DU WILLST MEHR?

TRAG DICH EIN UND ERHALTE DIE NEUESTEN BEITRÄGE PER E-MAIL!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Categorized in:

Bloggerleben,

Tagged in:

,