Es ist der letzte Tag im April 2020. Diese Jahreszahl wird uns alle auf immer in Erinnerung bleiben. Und vielleicht werde ich mich auch daran erinnern, wie sich mein Leseverhalten in dieser Zeit verรคndert hat. Vielleicht aber auch nicht und damit ich spรคter aber vergleichen kann, habe ich mich entschieden mal eine Bestandsaufnahme zu machen.
Bevor das alles los ging und vor allem bevor ich mit dem Job fรผr die gesamte Arbeitswoche ins Homeoffice gewechselt bin, bin ich an vier Tagen die Woche ins Bรผro gependelt. Ich bin eine sogenannte Langstreckenpendlerin, mit fast 4,5 Stunden Fahrtzeit an jedem Pendeltag. Vor einiger Zeit hatte ich รผber „Die Vorteile des Pendelns“ geschrieben. Jetzt aber ist es ganz anders. Mein Arbeitsplatz ist, wenn ich ehrlich bin, nur noch wenige Meter entfernt. Was das fรผr den Alltag bedeutet, ist auch ein spannendes Thema, so habe ich mir beispielweise ein Ritual angewรถhnt, morgens eine Runde in der Straรe zu drehen, und erst danach die Arbeit zu beginnen. So als wรผrde ich „zum Bus“ gehen. Aber in diesem Beitrag mรถchte ich mich auf den Einfluss auf mein Medienkonsumverhalten konzentrieren.
Mehr von allem, weniger oder einfach anders?

Rรผckblickend auf รผber einen Monat ohne Pendeln und mit verรคndertem Alltag, ist eben doch alles einfach anders. Ich lese nicht mehr oder weniger, sondern ich lese anders. Habe ich sonst ein Unterwegsbuch, das ich meist ausschlieรlich im Zug auf der 1-Stunden-Strecke lese, ein Zuhausebuch, das ich รผberwiegend im Garten oder im Lesesessel lese und einen Comic, der ebenfalls eher zu Hause gelesen wird, hat sich das jetzt verรคndert. Das Unterwegsbuch ist gestrichen, ich lese nur noch in unserem Zuhause und nehme auch beispielsweise zu Arztterminen kein Buch mehr mit. Alle meine Bรผcher und Comics bleiben hier und gehen, wie auch wir alle momentan, nicht mehr auf Reisen. Ach, ich habe meinen Nachttischcomic unterschlagen. Den gibt es heute wie auch vor der Krise, daran hat sich nichts geรคndert.
Ich lese auch nicht mehr als sonst, nur etwas weniger parallel. Die ersten Wochen im Lockdown ist mir das Lesen von Romanen รผbrigens sehr schwer gefallen. Ich konnte mich nicht konzentrieren, zu sehr hat mich die รnderung aller Umstรคnde beschรคftigt. Den Punkt habe ich mittlerweile รผberschritten, auch das Lesen von Texten ohne Bilder klappt wieder hervorragend ohne Stรถrung durch meine รผberlauten Gedanken. Ich traue mich inzwischen sogar wieder an Katastrophenszenarien
Podcasts hรถren
Meine regulรคre Pendelstrecke beinhaltet auch Wartezeiten an Haltestellen und Bahnhรถfen, sowie Fahrten mit dem รPNV. In diesen Zeiten lese ich nicht, sondern hรถre Podcasts. Und ich liebe diese Unterhaltung, am liebsten sind mir lรคngere Folgen >= 1 Stunde, gerne kรถnnen es auch drei Stunden am Stรผck sein. Nach den ersten zwei Wochen ohne Pendeln merkte ich, wie sehr mir das fehlt, denn – ich hรถre seitdem fast gar keine Podcasts mehr. Auch wenn ich es selbst sehr schade finde und auch vermisse, finde ich dafรผr in meinem „neuen“ Alltag kaum noch Zeit dafรผr. Zwar habe ich inzwischen Slots gefunden, die ich gerne mit Podcasthรถren verbringe, aber so viel Wรคsche kann ich gar nicht waschen und in den Schrank rรคumen, um die vielen Stunden aufzuholen, die ich sonst in einer normalen Arbeitswoche gehรถrt habe.

Wie ist das bei euch?
In einer kleinen Umfrage auf twitter hat die Mehrzahl der Teilnehmenden geantwortet, dass sie weniger Podcasts hรถrt als vorher. Hรถrt ihr mehr Hรถrbรผcher, Podcasts, Hรถrspiele als vor der Corona-Krise, weniger oder genau so viel? Hat sich euer Leseverhalten verรคndert? Habt ihr neue Leseslots fรผr euch gefunden, neue Plรคtze und hat sich vielleicht sogar die Vorliebe fรผr bestimmte Themen geรคndert?
Erzรคhlt davon in einem Kommentar hier im Blog oder schreibt selbst รผber das Thema. Sehr gerne verlinke ich hier eure Beitrรคge.
Achtet auf euch und auf eure Mitmenschen. Stay safe.
Hi Sandra,
mein Leseverhalten hat sich verรคndert, allerdings ins Positive. Ich pendle auch zur Arbeit und bin einfach rund 1:15 Stunde unterwegs. Normalerweise lese ich in der Zeit. Wenn ich aber zu mรผde oder fertig bin, schlafe ich im Zug eher. Und dann gibt es natรผrlich auch Tage, an denen mir einfach nicht nach Bรผchern ist und ich aus dem Fenster schaue. Von รผberfรผllten Zรผgen, in denen nicht gelesen werden kann ganz zu schweigen. Podcasts oder Hรถrbรผcher habe ich in solchen Situationen nicht gelesen, sondern ausschlieรlich Musik gehรถrt. In Zukunft will ich das aber รคndern. (Podcasttipps sind gerne gesehen :D)
Aktuell sitze ich ebenfalls im Homeoffice und komme deutlich mehr zum Lesen, einfach, weil ich weniger ko bin. Ich kann morgens lรคnger schlafen, lese einige Seiten vor der Arbeit, kann in der Pause in Ruhe lesen, statt im Pausenraum zu quatschen und auch abends finde ich mehr Zeit dafรผr, die ich ansonsten abgehetzt im Zug verbracht hรคtte.
Liebe Grรผรe
Nina
Hi Nina,
interessant und fรผr mich als (ebenfalls) Pendlerin, wie du weiรt, auch sehr gut nachvollziehbar. Allerdings geht bei mir die Mehr-Zeit eher aufs Bloggen, Chillen und Arbeit im Haushalt/Garten drauf. In der Pause zu lesen, habe ich auch noch nie geschafft, da gucke ich beim Essen eigentlich immer etwas TV zur Ablenkung.
Achja, lรคnger schlafen kann ich auch :-D
Hab‘ noch einen schรถnen Tag und liebe Grรผรe
Sandra
Hallo Sandra,
bei mir hat sich lesetechnisch nicht so viel verรคndert. Dies liegt vor allem daran, dass mein Lesekonsum schon vor COVID 19 dieses Jahr hรถher als in den vergangenden Jahren war. Ich las bereits von Januar bis Mรคrz weitaus mehr pro Monat als in den Jahren davor. Aktuell im Mai ist es etwas weniger, aber meine Hauptlektรผre aktuell ist auch fast 1200 Seiten lang ^^.
Was sich aber verรคndert hat ist mein Konsum an Podcasts und Hรถrbรผchern. Davon habe ich schon vor Corona viel gehรถrt, aber es ist jetzt noch mal stark angestiegen. Ich mache aktuell Homeoffice und bin wieder fรผr ein paar Monate bei meinen Eltern eingezogen. Die mรผssen jedoch beide in die Firma gehen und so habe ich wenig Sozialkontakte. Ich hรถre jetzt Podcasts bei allen mรถglichen Aktivitรคten im Hintergrund, einfach nur um Stimmen zu hรถren.
Liebe Grรผรe
Elisa
Hi Elisa,
ist ja klasse, dass du gerade so im Lese“fieber“ bist, ich schaue nachher gleich mal bei dir, was du da schon so alles gelesen hast :-D
Was du รผber das Hรถren von Podcasts/Hรถrbรผchern sagst, kann ich sehr gut nachvollziehen. Wenn die Kontakte lรคnger ausbleiben, reagiere ich genau so. Selbst schon, wenn ich auf Dienstreise bin und alleine im Hotel – da muss dann immer etwas laufen.
Bleib gesund und hab‘ einen schรถnen Abend.
Liebe Grรผรe
Sandra
Huhu :)
Bei mir hat sich alles hin zum „nur noch lesen“ verรคndert. Ich war immer froh รผber 4-5 gelesene Bรผcher im Monat, jetzt schaffe ich locker leicht 8 oder mehr. Wo du Probleme hattest, dich aufs Lesen zu konzentrieren, so habe ich Probleme damit, mich auf irgendetwas zu konzentrieren, das kein Buch ist. Wenn es nach mir gehen wรผrde, wรผrde ich nichts anderes mehr machen. Tatsรคchlich habe ich im April auch nicht viel anderes gemacht und das holt mich jetzt extrem ein und ich bin fast nur noch am Lernen und Unikram machen, einfach weil ich das fรผr einen Monat fast komplett ignoriert habe.
Podcasts hรถre ich allgemein eher selten, da ich mich nur schlecht auf Dinge konzentrieren kann, die ich nur hรถre. Aber gerade beim puzzlen oder malen, machen sie sich wirklich sehr gut.
Liebste Grรผรe
Kat
Liebe Kat
Spannend, wie unterschiedlich sich eine so groรe Verรคnderung auf unser aller Leben ausgewirkt hat. 8 Bรผcher sind ’ne Menge, das kommt bei mir meist nicht vor. Aber diese „Leselust“, von der du berichtest, kenne ich auch sehr gut.
Viel Erfolg beim Lernen fรผr dich, jetzt wird es dann wohl doch mal Zeit ;-D
Liebe Grรผรe
Sandra
Hej,
ich lese tatsรคchlich weniger seit Beginn der Pandemie, einfach weil ich auf der Arbeit so viel zu tun habe und nach Feierabend nicht die Ruhe habe zu lesen.
Dann lasse ich mich vom Fernseher berieseln oder zocke an der Switch.
Podcasts sind nicht so meins, zumindest nicht so lรคngere. Der einzige, den ich tatsรคchlich regelmรครig hรถre ist „Long Story Short“, gefรคhrlich fรผr meinen Geldbeutel.
Alles Liebe
Melanie
Hi Melanie,
„Long Story Short“ kenne ich noch gar nicht, muss ich direkt mal reinhรถren, danke fรผr den Tipp!
Und hinsichtlich der vielen Arbeit, kann ich mich bei dir einreihen. Irgendwie ist noch mehr zu tun als vor der Krise. Und die Bedingungen sind anders, das macht sicher auch viel aus.
LG
Sandra
Podcast und Hรถrbรผcher waren nie mein Fall. Lesen fiel mir zu Beginn der Corona-Zeit schwer, aber nicht so sehr wie kreatives Arbeiten. Dann kam eine Phase, in der ich auรergewรถhnlich viel gelesen habe, fast als wรผrde ich mich in den Bรผchern verstecken. Beides hat sich wieder eingependelt. Inzwischen arbeite und lese ich so, wie ich es immer getan habe. Trotzdem nimmt mich die Situation noch immer stark mit.
Hallo Matthias,
ja, die Situation ist wirklich anders und vermutlich werden wir noch so einige Phasen durchmachen (mรผssen). Trotzdem gut, dass es sich bei dir wieder etwas eingependelt hat.
Alles Gute weiterhin und stay safe
Sandra
Guten Morgen Sandra,
da ich mich noch in Elternzeit befinde, war die Umstellung fรผr mich nicht so gewaltig, wie vielleicht fรผr dich und viele andere Seelen da drauรen. Mein Kind war halt nur nicht mehr halbtags im Kindergarten und ich musste ab Mitte Mรคrz kreativ werden und den Kurzen beschรคftigen. Puh, gar nicht so einfach.
Aber ich habe es hinbekommen und jetzt haben wir noch eine Woche und er kann wieder zu seinen Freunden in den Kindergarten. :)
Wรคhrend dieser Zeit sind anfangs auch meine Bรผcher liegen geblieben, da ich mich mit meinem Bub erst einmal reinfitzen musste. Ab Mitte April hatten wir eine Routine gefunden und ich auch wieder die innere Ruhe, um mir ein Buch zu schnappen und mich auch wieder um mein anderes Baby, den Blog, zu kรผmmern. ;)
Ich hab Ende Februar angefangen den Podcast des Virologen Drosten zu hรถren, das ist aber auch der einzige Podcast den ich hรถre. Ansonsten lรคuft bei mir tagsรผber viel Musik. Da kann ich mit Hรผftschwung nebenher den Haushalt erledigen, was ich bei einem Podcast nicht hinbekommen wรผrde, da ich bei Podcasts irgendwie konzentriert hรถren muss.
Aber ich habe vor ein paar Tagen angefangen den Crime – Podcast von stern Crime zu hรถren. So nebenbei. Mal schauen, ob das so weiter funktioniert.
Ansonsten hat sich an meinem Konsumverhalten nicht viel verรคndert, ich habe aber im Supermarkt eher darauf geachtet, ob ich bestimmte Dinge wirklich benรถtige. :)
Liebe Grรผรe,
RoXXie
Hi RoXXie,
sein Kind fรผr eine lรคngere Zeit stets um sich zu haben, weil es eben nicht in die KiTa kann, ist sicher auch eine groรe Umstellung und vor allem Herausforderung! Ich habe grรถรten Respekt davor, wie Eltern das in dieser Phase wuppen. Dass da erst einmal Vieles liegen bleibt, kann ich mir sehr gut vorstellen.
Den Crime-Podcast hรถre ich noch gar nicht, werde ich mir aber gleich in meinem Podcatcher speichern. Kennt du „Verbrechen“ von ZEIT Verbrechen? Finde ich ganz groรartig und es gibt so einige Folgen, wo es mir eiskalt den Rรผcken runtergelaufen ist. Vielleicht ist das auch was fรผr dich.
Liebe Grรผรe und hab‘ einen schรถnen Tag
Sandra
Hey,
ich muss sagen, dass sich bei mir direkt nichts verรคndert hat. Da ich Podcast eh nur hรถre, wenn ich Spazieren gehe oder Putze. :D Das mache ich auch, wenn ich in der Freiwoche (dank Kurzarbeit) bin. Wenn ich dann ins Bรผro muss, hรถre ich oft noch zusรคtzlich im Auto, aber die 15 Minuten pro Strecke machen den Kohl auch nicht fett. ;)
Ich finde es verrรผckt zu lesen, dass es sich so bei dir geรคndert hat. Hat ja auch irgendwie sein gutes. :)
Hab einen schรถnen Abend und ganz lieben Gruร
Steffi
Hey Steffi
Dann hat sich ja bei dir zwar einiges verรคndert, nur eben anderes ;-) Kurzarbeit ist sicher auch eine ganz neue Situation.
Wie ich schrieb, pendle ich circa 4,5 Stunden am Tag, da ist es eben schon ziemlich anders, wenn ich plรถtzlich nicht an einem, sondern an vier Tagen im Homeoffice arbeite.
Weiterhin alles Gute und dir auch einen schรถnen Abend
LG
Sandra
Hey,
bei mir ist es tatsรคchlich auch so, das ich weniger Podcasts hรถre wie zu normalen Zeiten. Meistens habe ich die nรคmlich morgens gehรถrt, beim Fertig machen oder im Auto auf dem 30-minรผtigen Weg zur Arbeit. Oft auch auf der Arbeit wenn es irgendwas ganz stupides zu erledigen gab. Da ich seit 10 Wochen nicht mehr zur Arbeit durfte habe ich in dieser Zeit ganze 3 Folgen aus meiner Podcast Mediathek gehรถrt.
Dafรผr hรถre ich nun auch zuhause mehr Hรถrbรผcher oder auch wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin.
Ich bin gespannt ob sich das รคndert wenn ich nรคchste Woche wieder zur Arbeit gehen darf.
Liebe Grรผรe
Rena
Liebe Rena,
ich kann das gut nachvollziehen. Und 10 Wochen nicht zur Arbeit … ich freue mich fรผr dich, dass du nรคchste Woche endlich wieder darfst. Das war sicher keine einfach Zeit fรผr dich. Ich wรผnsche dir einen guten Start!
Liebe Grรผรe
Sandra
Um etwas fรผr meine Gesundheit und gegen meinen Bauchumfang zu tun, bemรผhe ich mich, jeden Tag 1-3 Stunden spazieren oder wandern zu gehen. Manchmal am Stรผck, manchmal in รผber den Tag verteilte Etappen. Durch das Home-Office fรคllt ja auch einiges an Bewegung weg, was mir nicht so guttut ;-)
Jedenfalls nutze ich diese Zeit zum intensiven Podcast hรถren. Das funktioniert sehr gut und hรคlt mich bei Laune, sodass ich wirklich gerne losgehe, was sich dann wiederum positiv auf meine kรถperliche Verfassung auswirkt. Klassische Win-Win-Situation ;-)
Lieber Michael
Dann kannst du dich ja schon auf nรคchsten Sonntag freuen, da kommt nรคmlich unsere neue Podcastfolge. Allerdings haben wir dieses Mal so viele Comics im Gepรคck, dass du dir was zum Notizen machen mitnehmen solltest :-D
Sehr lรถblich รผbrigens – 1-3 Stunden!
LG
Sandra
Hallo again (und wieder komme ich nicht los von hier XD )
Wie Du Dir sicher denken kannst hat sich, aufgrund meines Berufes, so gar nichts bei mir verรคndert. Die Leseflaute hatte ich schon vorher und nun, wo ich wieder Lust auf das Lesen bekommen habe, habe ich entweder keine Zeit oder nicht die Ruhe. Letzteres liegt nicht nur an den vielen Diensten, sondern auch an den Bereitschaftsdiensten zwischen den regulรคren Diensten, falls der Supergau eintreten sollte. Dies bedeutet das man permanent erreichbar sein muss, was mir persรถnlich schwer fรคllt, da ich an freien Tagen nicht selten mein Handy auf lautlos irgendwo in einer Ecke liegen hatte.
Podcasts hรถre ich keinen auรer Euren, in der Hinsicht hat sich also auch nichts geรคndert. ^^
Ich kann mir vorstellen, dass viele von Euch Homeoffice-Arbeitern an dieser gesamten Situation zu knabbern haben, da es eine vรถllig neue Situation ist und Ihr so auf einschneidende Art und Weise aus dem Alltag gerissen wurdet.
Fรผr diejenigen mit Kindern ist es nochmal so schlimm, denn wie arbeiten, wenn stรคndig das Kind herumspringt und bespaรt werden mรถchte? Meine Schwester drehte schon nach 2 Wochen am Rad.
Wir in รsterreich lockern inzwischen schon die Maรnahmen, aber es herrscht weiterhin noch Skepsis und wir im Krankenhaus sind weiterhin in Alarmbereitschaft. Es gibt immerhin genug Deppen, die das immer noch als groรe Verschwรถrung sehen und nicht ernst nehmen. Die sollten das vielleicht mal einer 26-jรคhrigen Mutter von zwei kleinen Kindern erzรคhlen, welche bei uns im Koma liegt.
Nun ja, ich will die Stimmung jetzt nicht runterziehen und hoffe einfach, dass wir alle diese Situation gut รผberstehen und in naher Zukunft wieder die Normalitรคt einkehrt.
Bleib g’sund und liebe Grรผรe nochmals
Conny
Hey Conny
du kannst gerne hier bei mir einziehen *lach*, fรผhl dich wie zu Hause. Danke fรผr deinen Einblick, der nochmal ganz anders ist. Das Besondere an der Gesamtsituation ist das sie alle betrifft. Jedoch sind die Auswirkungen auf Alltag, Job, Leben ganz unterschiedlich. Ich kann meine Nachbarn und Kollegen mit kleinen und auch grรถรeren Kindern wirklich nicht beneiden und habe groรen Respekt, dass sie ihre Jobs dennoch meistern.
Was ihr auf der Station so durchmacht, mag ich mir kaum vorstellen, wenn ich lese, was du geschrieben hast. Mir lรคuft es eiskalt den Rรผcken runter und hinsichtlich all der Idioten, die der Meinung sind, das wรคre ja alles von den Mรคchtigen gesteuert, kann ich gar nicht genug ko**en. Unfassbar auch, wie egoistisch viele Menschen doch sind. Und dabei haben wir hier es dabei noch so gut getroffen.
Liebe Grรผรe und pass weiterhin gut auf dich auf
Sandra
Ich hรถre tatsรคchlich mehr, weil ich weniger lese. Beim Nรคhen oder Hรคkeln habe ich eigentlich immer ein Hรถrbuch oder einen Podcast an. Ich bin fast dauerhaft offline auรer wenn ich arbeite. Ich versuche die sozialen Medien weitestgehend zu meiden bzw nutze sie an manchen Tagen sehr bewusst. Gefรผhlt tut mir das sehr gut.
Da bist du sehr diszipliniert. Ich kann das von mir nicht sagen, besonders wenn mich Dinge im Kopf umtreiben, komme ich nicht zur Ruhe und kann mich dann nicht aufs Lesen konzentrieren. Hรถrstoff und Handarbeiten passen super zusammen, da stimme ich dir voll zu :-D
LG
Sandra
Ich lese und hรถre tatsรคchlich weniger als vorher, obwohl ich mehr Freizeit habe. Nicht, weil mich die Situation belastet, sondern aus ganz verschiedenen Grรผnden. Das Pendeln ist weggefallen ist und damit auch die Hรถrroutine. Die Augenerkrankung hat das Lesen fรผr Wochen anstrengend bis unmรถglich gemacht. Durch die fehlende rรคumliche Trennung zwischen Job und Freizeit habe ich nicht genug Abstand fรผr noch mehr Augen- und Kopf“arbeit“. Und in meiner Freizeit bin ich momentan froh, wenn ich aller paar Tage mal das Haus fรผr mehrere Stunden verlassen kann, um spazieren oder wandern zu gehen oder meinen Freund sehen zu kรถnnen (nur virtuelle Kommunikation privat und beruflich ist auf Dauer eben auch nicht wohltuend).
Daher lese ich aktuell meist nur an ein, zwei Tagen pro Woche und dann auch nur fรผr ein bis zwei Stunden. Mehr machen Kopf und Augen nicht mit.
Allerdings schaue ich nun beinahe tรคglich Filme oder Serien – so bekomme ich Geschichten, muss aber nicht zu viel selbst (kognitiv) leisten. ;)
Wenn ich lese, hรถre oder etwas ansehe, greife ich allerdings meist zu ernsten, dรผsteren Geschichten. Seichtes oder Frรถhliches reizt mich im Moment noch weniger als sonst.
Liest du denn andere Geschichten als sonst?
Liebe Kathrin
diese Augengeschichte ist echt รผbel, ich hoffe, das hat sich bald mal erledigt!
Danke fรผr deine Gedanken zum Thema und ich bin รผberrascht, dass du eher weniger Frรถhliches konsumierst. Das ist bei mir anfangs anders gewesen, da mochte ich gar nichts Dรผsteres lesen. Mittlerweile hat es sich geรคndert, jetzt mag ich auch wieder andere Stoffe lesen, Lustiges mag ich aber auch immer noch sehr, daran hat sich nichts geรคndert.
Ich muss zugeben, dass ich den Luxus habe, in einem Zimmer zu arbeiten, dass sich nicht im selben Stockwerk wie der Wohnbereich befindet. So kann ich nach dem Feierabend gut abschlieรen mit der Arbeit. Mir geht es auch so, dass ich mรถglichst nichts von der Arbeit sehen mรถchte, wenn ich mich dann in der Privat-Zeit bewege. Ich kann sehr gut nachvollziehen, was du schreibst!
Liebe Grรผรe
Sandra
Liebe Sandra,
dem Auge geht’s inzwischen wieder gut – nur die Sehschรคrfe ist noch nicht ganz wieder hergestellt. Danke fรผr deine lieben Wรผnsche!
Fรผr mich haben die dรผsteren Stoffe einfach gut in die Zeit gepasst… Vielleicht war das auch ein unbewusstes Suchen nach einem „Es kรถnnte alles viel schlimmer sein“?!
Insgesamt belastet mich die Situation auch nicht so sehr. Das einzige, womit ich wirklich zu kรคmpfen habe, ist die Ungewissheit, wann man Freunde und Familie wiedersehen kann. Vor diesem Hintergrund sind mir auch Telefonate und die Stunden mit meinem Freund gerade kostbarer und wichtiger als das Lesen, Social Media oder andere Freizeitgestaltung. Aber irgendwann wird die Normalitรคt zurรผck kehren und damit auch das Lesen und Bloggen.
Wie leicht fรคllt dir eigentlich zur Zeit das Bloggen?
Liebe Grรผรe
Kathrin
Hey Kathrin
Sehr gut, das mit der Sehschรคrfe wird hoffentlich auch bald was.
Was du รผber die Telefonate und gemeinsamen Stunden schreibst, kann ich gut verstehen, nachdem ich ein paar Jahre eine Fernbeziehung gefรผhrt habe.
Das Bloggen fรคllt mir mittlerweile sehr leicht, es beruhigt mich sogar ungemein. Ich bin froh, hier einen Platz fรผr mich zu haben, an dem ich รผber meine Leidenschaften schreiben kann. Ich habe jetzt ja auch mehr Freizeit auรerhalb von ICEs, da lรคsst es sich leichter schreiben ;-)
Auรerdem tut mir die Abwesenheit von Menschenmengen in Bahnhรถfen und Co wirklich gut. Davon muss ich mich nรคmlich sonst oft erholen.
Liebe Grรผรe
Sandra
Huhu!
Also als allererstes – ich sollte mir auch so ein Ritual angewรถhnen! Spaziergang, joggen … irgendwas. Ich Wechsel zwischen Homeoffice und Kita und ersteres ist einfach nicht meins! Ich muss mich zwingen mich zu motivieren, weil die Ablenkung einfach so schnell greift …
Mein Leseverhalten hat sich nicht verรคndert, ist nur weniger geworden. Wenn ich mal eine komplette Woche Homeoffice hab, fรคllt es mir einfach mega schwer zwischen Arbeits- und Freizeit zu unterscheiden. Klar arbeite ich unsere Konzeption aus oder bereite was vor, aber ich bin durchgehend zu Hause (verstรคndlich?) – da ist abschalten mit Buch irgendwie schwerer als vorher und ich schaue mehr Filme und Serien als sonst. Kaufe mir da aber nichts oder hole mir neuen Streamingdienst ins Haus, ich nehme was da ist (Regal, Netflix, Prime).
Und ich kaufe grundlegend weniger, da ich in erster Linie lokal unterwegs bin und das aktuell schwer machbar ist – auch trotz der Lockerungen gehe ich nur einkaufen, wenn wirklich was fehlt und nicht weil ich irgendwas sehe und haben will.
So, nun aber genug zugetextet und dir einen feinen Donnerstag gewรผnscht <3
Mukkelige Grรผรe!
Hi Janna :-)
Lieben Dank fรผr deine Gedanken und ich kann dir ein solches Ritual echt empfehlen. Zugegeben, mache ich es nicht konsequent jeden Tag, aber doch sehr oft. Und der Start in den Arbeitstag fรผhlt sich dann gleich auch anders an, probier es mal aus.
Grundsรคtzlich ist die Konzentration im Homeoffice oft schwierig, ich bekomme das durch „Abkapseln“ des Arbeitsbereichs ganz gut hin. Habe aber auch sonst ja einen Homeoffice-Tag in der Woche.
In Sachen „Kaufen“ bin ich nicht so diszipliniert, irgendwie habe ich schon eine Menge gehamstert – lokal, gebraucht … achje :-D Aber mehr Streamingdienste kommen uns auch nicht ins Haus. Mit dem Lesen wird es sich bei dir vielleicht ja auch wieder einpendeln oder du schiebst einfach mehr Lesestoff in die Kita-Woche ;-)
Liebe Grรผรe und hab‘ einen schicken Tag!
Sandra