Bis vor Kurzem hatte ich fünfzig Bücher mit Bezug zu J. R. R. Tolkien in meiner kleinen Sammlung im Regal. Jetzt sind es 51, denn es ist ein neues Buch hinzugekommen, ein ganz besonderes Buch. Ein Buch, das ich und viele andere lange herbeigesehnt haben. Eine deutschsprachige Ausgabe des „Herrn der Ringe“ mit fünfzig ganzseitigen Illustrationen Alan Lees. Nachdem die erste Auflage in Kürze ausverkauft war, wurde Anfang November nun die zweite Druckauflage ausgeliefert. Natürlich – und diese Entscheidung war in meinen Augen die einzig mögliche – in der Carroux-Übersetzung.

Herr der Ringe mit Illustrationen von Alan Lee in Frontansicht

In der Hobbit Presse des Klett Cotta Verlags ist diese opulente Ausgabe erschienen. Sie enthält neben den drei Romanen auch eine Faltkarte und die kompletten Anhänge Die Karten liegen lose hinten im Buch, es gibt keine zusätzliche Einstecktasche. Eine Entscheidung darüber, was nun das Highlight der Ausgabe ist, fällt schwer. Ist sogar unmöglich. Denn da ist so vieles, was dieses sowieso schon besondere Buch zu etwas Herausragendem macht.

Aufgeschlagene Ausgabe des von Alan Lee illustrierten Herr der Ringe

Sind es die über die einbändige Ausgabe verteilten fünfzig Aquarell-Illustrationen des britischen Künstlers Alan Lee? Oder der schwere und wertige Leinenschuber mit Goldprägung? Da wäre auch noch der komplett illustrierte Schutzumschlag? Wie sieht es aus mit der Schönheit des klassischen Leineneinbands – auch ganz ohne diesen Umschlag?

Aufgeschlagenes Buch, Kapitel Helms Klamm, Herr der Ringe und Kerzen

Hinzu kommt der poetische Text in der „alten“ Übersetzung von Margaret Carroux. Wie soll da irgendjemand eine Entscheidung fällen? Es ist nicht möglich. Die illustrierte Ausgabe ist ein bibliophiles Kunstwerk. Ein Kleinod für jedes Bücherregal.

Bisher war die rote Ausgabe von 1991 mit rotem Buchschnitt und farbigen Illustrationen von Anke Doberauer mein Liebling in den heimatlichen Tolkienregalen. Jetzt sieht dieser „Schatz“ fast klein aus, neben der neuen prächtigen Schuberausgabe. Ich mag sie dennoch alle, denn jedes trägt den phantastischen Text J. R. R. Tolkiens in sich und hat seine ganz eigenen Besonderheiten.

Leseecke mit Ohrensessel, Bücherregalen, Herr der Ringe-Ausgaben

Am 3. Januar 2017 wäre Tolkien 125 Jahre alt geworden. Was kann es Schöneres für Liebhaber von Tolkiens Texten geben, als an seinem Geburtstag in dieser wunderbaren Ausgabe zu blättern. Wer das „kleine“ Kunstwerk bis heute nicht sein eigen nennt, kann es noch bis Ende März 2017 zum Sonderpreis von Eur 68 erwerben. Anschließend liegt der reguläre Preis 20 Euro höher.

Da der Verlag sich für ein dünnes hochwertiges Papier entschieden hat, ist das Buch trotz der Größe und des gewaltigen Umfangs recht gut zu handhaben. Es empfiehlt sich allerdings eine Unterlage wie beispielsweise eine Buchstütze zu verwenden oder an einem Tisch zu lesen. Wer es partout aber doch mit ins Bett nehmen möchte, muss sich darauf einstellen, dass die Lektüre doch sehr schwer wiegt.

Diese wunderschöne Ausgabe – ja, ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr heraus – ist ein wunderbares Geschenk von der Hobbit Presse an uns Buchliebhaber. Immer. Nicht nur zu Weihnachten.

Erschienen 2016 in der Hobbit Presse des Klett Cotta Verlags, ISBN 978-3-608-96035-8, Eur 68 (bis 31.03.2017, danach Eur 88), 2 Karten, 2 Lesebändchen, Leineneinband im Leinenschmuckschuber, 1293 Seiten.

Herr der Ringe, Nahaufnahme des Buchrückens ohne Schutzumschlag

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