Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fantasy

Mehrere Comics nebeneinander

Comics im Mai/Juni 2017

Jetzt wird aufgeholt. Den gewohnten Rückblick auf meinen Comiclesemonat gibt es dieses Mal im Doppelpack, denn ich fasse heute die Monate Mai und Juni 2017 zusammen. Dabei steht 7:11 für die deutschsprachigen Exemplare, wobei diese aber auch umfangreicher sind als die gelesenen US-Hefte und über die Qualität sagt dieses Ergebnis gar nichts aus! Los geht’s mit der Vorstellung und zwar in alphabetischer Reihenfolge mit dem für mich allerersten Titel von Aspen Comics.

Comiccover vor einem blauen Himmel

Die Natur liegt im Sterben – Nils Band 1: Elementargeister (J. Hamon, A. Carrion)

Stürmisch ist das Meer an dessen Ufer Nils lebt. Der Himmel ist dunkel, das Wetter harsch und der Boden karg. Nur wenige Menschen leben in dem kleinen Dorf und trotzen der widerspenstigen und scheinbar mittlerweile lebensfeindlichen Natur. Es entsteht kein neues Leben mehr, kein Saatkorn keimt, keines der Tiere hat Nachkommen und keine der Frauen wird mehr schwanger. Die Situation ist unerträglich, das gesamte Dorf droht zu verhungern, auszusterben. Doch Jonah, Nils Vater, wird nicht müde, immer wieder Saatgut zu verteilen. Er gibt nicht auf und macht sich schließlich zusammen mit seinem Sohn und seinem Falken auf die Reise, um nach den letzten Zeichen wachsenden Lebens zu suchen. Sollte er keinen Erfolg haben, ist es unumgänglich, die Natur wird sterben. Und das Reich Cyan ist daran sicher nicht unschuldig.

Buch mit goldschwarzem Cover auf dem eine schwarze Brille liegt

Ich brauche eine Pause – Guy Gavriel Kay: Im Schatten des Himmels

„Das kommt in den besten Häusern vor“, hätte meine Großmutter früher gesagt. Ich habe ein Buch abgebrochen. Vorerst. Ich betitel es mal mit „eine Pause brauchen“. Nicht, dass ich es nicht versucht hätte. Denn schließlich ist es ein hübsches Buch, ein viel gemochtes Buch, ein vorwiegend gut besprochenes Buch und ein Buch von einem wirklich guten Autor. Ich habe es immer wieder versucht. Seit Mitte Januar, also seit geschlagenen fünf Monaten. Das geht so nicht weiter und daher habe ich gestern, nach einem erneuten Versuch weiterzulesen, aufgegeben. Vorerst.

Comic zeigt eine schwarzhaarige Frau in Lederjacke auf rotem Hintergrund. Daneben ein Schälchen mit Räucherwerk und eine schwarze Eule

Hexen allerfeinster Güte – Black Magick Buch 1: Das Erwachen (Greg Rucka/Nicola Scott)

Es gibt Zutaten, die mein Interesse an einer Story sofort wecken. Dazu gehören Hexen. Und Drachen. Und Hexen. Drachen gibt es in Black Magick keine, dafür aber Hexen der allerfeinsten Güte. Weiße Magie in Black Magick „Buch 1: Das Erwachen“ beinhaltet die ersten fünf Hefte der US-Serie und entspricht damit der Tradepaperback-Ausgabe, die im Original 2016 bei Image Comics erschienen ist. Der deutsche Splitter Verlag würdigt diese exzellente Serie mit einer schmucken und umfangreichen Hardcover-Ausgabe. 136 Seiten, die größtenteils in schwarzweiß gehalten sind, füllen Autor Greg Rucka und Zeichnerin Nicola Scott mit ihrer neuen Schöpfung. Zu nennen ist hier unbedingt auch Chiara Arena, die für die „Farbassistenz“ zuständig war und hervorragende Arbeit geleistet hat.

Cover des Comics, dass eine vermummte Person mit Kapuze zeigt und daneben ein altes Buch

Der Henker Band 1: Göttliche Gerechtigkeit? von Gabella und Carette

Im mittelalterlichen Paris kommt eine Frau zu Tode. Der wahre Mörder wurde nicht gefunden, doch an einem Ort, an dem der „Henker“ weilt, bleibt kein Mord ungesühnt. Er selbst bleibt im Dunkeln, zeigt niemals sein Gesicht. Seine Identität ist geheim, niemand kennt ihn, seinen Aufenthaltsort oder wo er nächtigt. Aber doch ist er da, die Schuld der Täter scheint ihn geradezu anzuziehen. Und auch die Täter können dem Sog nicht widerstehen. Wie Lämmer bewegen sie sich auf ihr eigene „Schlachtung“ zu. In der „Stunde des Henkers“, wie die Pariser es nennen, übt der „Henker“ dann Gerechtigkeit. Aber kann es denn tatsächlich eine solche göttliche Gerechtigkeit geben? Was ist, wenn die dem Henker verliehene „Gabe“ ihn auf eine falsche Spur führt?

Weinglas mit orangefarbener Flüssigkeit im Vordergrund vor Cover des Comics Wika Band 2, das eine Fee zeigt

Im Feen-Bootcamp – Day/Ledroit: Wika und die schwarzen Feen (Band 2)

Im Januar habe ich euch den ersten Band der Comic-Tetralogie „Wika“ vorgestellt (Wika und Oberons Zorn). Jetzt habe ich auch den zweiten Teil der Reihe gelesen und möchte von diesem Leseerlebnis berichten. Für alle, die den ersten Band noch nicht gelesen haben, sei erwähnt, dass dieser Beitrag ein paar Details enthält, die sich aus dem Inhalt von „Wika“ Band 1 ergeben. Wer diese nicht vor der Lektüre wissen möchte, kann hier das Lesen unterbrechen, bis er/sie endlich „Wika und Oberons Zorn“ gelesen hat, um danach hierher zurückzukommen.