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Comics / Krimi / Thriller / Literatur

Gelesen im Februar 2022

Stapel von sieben Büchern, eines davon mit dem Buchschnitt nach vorne

7 gilt als magische Zahl. Allerdings schummel ich ein wenig, wenn ich davon spreche, dass ich im Februar sieben Titel beendet habe. Denn eins der Bücher habe ich abgebrochen, und das sogar schon im Januar. Es folgt die Rückschau auf meine Lektüre im letzten Monat. Chronologisch geordnet nach dem Tag an dem ich das jeweilige Buch beendet habe. Den Ende Januar abgebrochenen Ratgeber, stelle ich ganz ans Ende.

Über einige der Titel habe ich auch in Podcasts gesprochen, die Links findet ihr jeweils am Ende der Kurzvorstellung.

1. Februar

Kalmann – Joachim B. Schmidt (Diogenes Verlag / Büchergilde Gutenberg)

Kalmann habe ich gemeinsam mit Steffi von Bella’s Wonderworld gelesen. Wir hatten uns zu einer Aufnahme für meinen Podcast Wüste Texte verabredet. Während der Lektüre begegneten wir Eisbären, Grönlandhaien und den Menschen im (bisher) ruhigen Örtchen Raufarhöfn in Island.

Da wir uns in der Podcastfolge intensiv über unsere Lesewahrnehmungen ausgetauscht haben, kann ich sagen, dass Kalmann in uns beiden etwas „Tiefes“ hinterlassen hat. Der Roman mag auch einen Teil beinhalten, den man als Krimi einordnen kann, aber im Fokus steht ganz klar der warmherzige Kalmann, der nachdem er eine Blutlache im Schnee entdeckt, plötzlich viel gefragter ist als ihm lieb ist. Ein wundervoller Roman!

Gelesen habe ich die abgebildete Fassung aus der Büchergilde Gutenberg, die allerdings vergriffen ist. Erhältlich ist der Roman weiterhin in der Ausgabe vom Diogenes Verlag.

Und – pssst – hört doch mal in meinen Podcast Wüste Texte rein.

2. Februar

Elric Gesamtausgabe (1-4) – Blondel, Cano, Recht, Poli, Telo, Bastide (Splitter Verlag)

Dieser umfangreiche Comic-Wälzer enthält neben vier Comicalben auch ein seitenstarkes „Making-of“ (Genese). Ich werde in einem weiteren Beitrag noch ausführlicher auf meine Lektüre von ELRIC eingehen. Hier nur so viel, dass ich einen ganzen Monat dafür gebraucht habe, da ich immer wieder lieber zu anderem Lesestoff gegriffen habe.

Leider konnte ich den Eindruck nicht loswerden, dass die beteiligten Künstler mich als Leserin nicht haben wollten oder einfach nicht eingeplant haben. Dabei mochte ich die düstere Atmosphäre und das Artwork ist einfach fantastisch! Jedoch macht einen Comic für mich nun mal die Gesamtheit von Zeichnungen, Farben und Szenario aus und da haperte es hier. Ich habe nichts gegen die Darstellung von nackten Frauenkörpern, hier scheint es aber nicht genutzt zu werden, weil es zur Story passt, sondern weil es womöglich auch mehr Leser einbringt. So meine Vermutung.

In Folge 41 unseres Comicpodcasts 3 Frauen. n Comics. Der Comicklatsch (ab 01:05:55) habe ich ebenfalls versucht, Worte dafür zu finden.

6. Februar

Mein Weg (1) – Jidi (Chinabooks)

Auf diesen Comic habe ich lange gewartet. Er war seit Monaten angekündigt und irgendwie verschob sich aber der Erscheinungstermin immer wieder. Jetzt sind die ersten zwei Bände, der in China seit Jahren erfolgreichen Reihe bei mir angekommen. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mit der hölzern wirkenden Sprache in den Prosatexten. Umso mehr der enthaltenen Kurzgeschichten ich aber las, desto „vollständiger“ wirkte der Mix aus jeweils einem Comicteil und anschließender kurzer Textstory auf mich. Jidi widmet sich in diesem ersten Band hauptsächlich den zwischenmenschlichen Beziehungen, der Liebe, der erfüllten, verlassenen, wiederentdeckten, enttäuschten …

Mein Weg scheint mir im Rückblick wie Lyrik in Comicform. Nicht ohne Grund wurde der Titel meine Empfehlung in Folge 41 vom Comicklatsch (ab Minute 00:21:40).

8. Februar

Die Übertragung – Manuele Fior (Avant Verlag)

Kürzlich habe ich Celestia von Manuele Fior gelesen und war nach dem Zuklappen des Buches ziemlich ratlos. Hatte ich die Geschichte verstanden? Worum ging es eigentlich? Wollte mir Fior etwas mitteilen oder hätte ich mich einfach nur auf seine Utopie einlassen sollen ohne viel hinein interpretieren zu wollen?

Die Übertragung ist der Vorläufer von Celestia, also habe ich mir den Comic von Ariane geliehen (Link zu ihrer Rezension auf ihrem Blog Nerd mit Nadel) und gehofft, nach dem Lesen schlauer zu sein. Hat es geklappt? Leider nicht so richtig. Zwar bin ich hier der Protagonistin Dora (eine Telepathin), wieder begegnet und konnte so ihre eigene Historie besser verstehen und ich habe den Comic auch gerne und gebannt gelesen, jedoch hat es mein leeres Gefühl bezüglich Celestia leider nicht verändert.

In Folge 41 unseres Comicpodcasts 3 Frauen. n Comics. Der Comicklatsch (ab 01:01:21) spreche ich mit Ariane drüber.

19. Februar

Auf der Straße heißen wir anders – Laura Cwiertnia (Klett-Cotta-Verlag)

Zugegeben, aufmerksam geworden auf diesen Roman bin ich hauptsächlich weil ich auf die Nennung von „Bremen-Nord“ reagiert habe. Autorin und Protagonistin haben ihre Kindheit/Jugend im der Innenstadt Bremens so weit wie nur möglich entfernten Stadtteil verbracht – und das habe ich ebenfalls. Dies ist aber nur ein Aspekt, denn Laura Cwiertnia nimmt uns mit auf eine wortwörtliche Reise ins heutige und vergangene Armenien. Mit ins Herz der Familie ihrer Karla, hin zu ihrer eigenen Geschichte, die von der Verfolgung und dem Genozid am Volk der Armenier*innen geprägt ist.

Ich habe so viel gelernt aus diesem Roman. Mehr darüber wird es bald in einer neuen Folge Wüste Texte geben.

21. Februar

Eine Geschichte – Gipi (Avant Verlag)

Manche Bücher müssen SOFORT gelesen werden, sobald sie meine Türschwelle übertreten. Dieses Gesetz gilt für alles vom italienischen Autor Gipi. Seine post-apokalyptische Graphic Novel Welt der Söhne hat mich so nachhaltig beeindruckt, dass ich diese Lese-Automatik in meinem Kopf eingerichtet habe.

In Eine Geschichte wechselt der Schauplatz stetig zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Eine Situation, der sich der Schriftsteller Landi im Realen ausgesetzt scheint. Er selbst befindet sich aktuell in einer psychiatrischen Klinik. Gipi hat mich mit den Bildern überwältigt. Die Geschichte muss ich wohl nochmals lesen, um sie besser eindringen zu lassen.

Abgebrochen im Februar

Your Head is a Houseboat – Campbell Walker (Hardie Grant Publishing)

A Chaotic Guide to Mental Clarity

Ich war sehr sehr neugierig auf dieses Buch, das ich in der goodreads-Community entdeckt habe. Illustrationen, lustig aufgemacht und das Versprechen mit dem Chaos in meinem Kopf (zumindest ein wenig) aufzuräumen. Leider hielt die Euphorie nur für ein Kapitel an und war dann schnell verflogen.

Das Buch hat für mich nichts Neues geboten. Das „Runterschreiben“, um Dinge aus dem Kopf zu bekommen kenne ich seit Jahren und alle Methoden waren für mich alte Kamellen. Das mag daran liegen, dass ich mich schon länger mit dem Chaos in meinem Kopf beschäftige oder einfach daran, dass hier nur „alte“ (und damit keineswegs schlechte) Ideen frisch neu verpackt wurden. Ich habe das Buch nach einem Drittel nur noch überflogen und abgegeben.

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2 Comments

  • Kirsi
    5. März 2022 at 11:34

    Hallo Sandra,
    bei der Internet Suche was andere so lesen bin ich hier bei Dir gelandet. So richtig hängengeblieben bin ich bei Dir weil ich gelesen habe das Du aus Hannover stammst – gar nicht so weit weg von mir ;-)
    Wenn Du mich nach Comics fragen würdest würde ich so etwas wie Gaston / Lucky Luke etc. sagen. Deine vorgestellten sagen mir so überhaupt nichts. aber einige sprechen mich schon an.
    Naja, lange Rede kurzer Sinn … bevor ich mich jetzt durch „Deine“ Themen klicke (Thriller sind meine Leidenschaft) lass ich einen kurzen Gruß hier und wünsche Dir ein schönes Wochenende
    Kirsi

    Reply
    • booknapping
      6. März 2022 at 12:10

      Hallo Kirsi
      Und herzlich willkommen :-) Freut mich sehr, dass du vorbeischaust und ich mache mich gleich auch mal auf den Weg zu dir. Ich habe schon gesehen, dass wir sogar im selben Jahr geboren sind ;-)
      Ich lese fast nie Thriller, aber eben nur fast. Wenn es naturwissenschaftlich wird, mag ich sie ganz gerne. Und auch z. B. Sorry von Zoran Drvenkar hat mir sehr gut gefallen.

      Comics: Vielleicht findest du ja etwas, dass dich direkt anspricht. Das Genre ist sehr vielfältig, so wie die Thriller-Welt ja auch nicht nur aus Sebastian Fitzek besteht.
      Liebe Grüße
      Sandra

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