Jupiter’s Legacy 2: Intimfeinde von Millar / Quitely = Rezension =

Comic auf einem spiegelnden Glastisch, der schwarz wirkt. Superheldenfamilie auf dem Cover
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Skyfox gehörte zu den Superhelden der Stadt. Bis zu dem Zeitpunkt, als er nicht mehr hinter den Auftraggebern stehen konnte. Hinter der skrupellos gewordenen Regierung, den kapitalistischen Bossen der großen Firmenkonzerne und Banken. Er wollte nicht länger der verlängerte Arm ihrer “Gerechtigkeit” sein. Dies alles deckte sich für ihn nicht mehr mit dem, wofür Superhelden wie er einstehen und kämpfen sollten. Und damit war er nicht alleine.

Also wechselte er ins Lager der Superschurken. Wollte Missstände aufdecken, den Bürgern helfen. Doch diese erkannten seine hehren Ziele nicht. Er galt plötzlich als Feind, wurde selbst bekämpft und in die Schranken gewiesen. So zog er sich zurück, weg von den übermächtig scheinenden Feinden. Um nie wiederzukehren? …

Her mit dem Popcorn

Gute zwei Jahre ist es her, dass ich den ersten Band von Mark Millars Jupiter’s Legacy-Reihe gelesen habe (Link zu meiner Meinung zum ersten Band). Im Allgemeinen sind Übersetzungen recht schnell verfügbar, dieses Mal dauerte es aber ungewöhnlich lange bis der zweite Sammelband in einer deutschen Übersetzung erschien. Nun ist es endlich soweit und meine Vorfreude war sehr groß, zumal Band 1 (Familienbande) mich wirklich sehr begeistert hat. Die hohen Erwartungen wurden mit der Fortsetzung Intimfeinde allerdings nicht ganz erfüllt. Zwar konnte der Band mich gut und kurzweilig unterhalten, jedoch fehlte mir der Tiefgang und das gewisse Etwas, das ich im ersten Teil gefunden habe. Die Figuren und Story konnten mich auf emotionaler Ebene nicht kriegen. Das muss aber ja auch nicht immer so sein. Wie gesagt, trotz dessen gute Popcorn-Unterhaltung.

Diese Rezension könnt ihr übrigens spoilerfrei auch lesen, wenn ihr den ersten Band noch nicht kennt.

Anfangs etwas verwirrende Story, die mich erst nach einigen Seiten so richtig einstiegen ließ. Viele “Superkämpfe” – skrupellos, gewaltig, aber ohne richtig fiese Splatterszenen. Einige der Panels sind ganz wunderbar designed, Frank Quitely sticht hier meines Erachtens Mark Millar ganz schön aus. Quitelys Artwork ist für mich das Highlight des Trades. Millar will im Szenario zu sehr gegen den Strom schwimmen. Will mit seiner Story “wild” sein, rebellisch und gegen das übliche Klischee anschreiben – so fühlt es sich zumindest an. Jedoch dreht er die Geschichte nur um, bleibt am Ende “lieb und nett”. Dabei aber auch menschlich und sogar etwas philosophisch. Er scheint sich auf die wichtigen Werte im Leben zu besinnen. Auch nicht das Schlechteste.

Insgesamt ist Jupiter’s Legacy 2: Intimfeinde gute Superhelden-Unterhaltung, aber nicht unbedingt ein Millar-Highlight. Ob ich weiterlesen werde? Klar, ich möchte doch mehr von diesen Non-Mainstreamheld_innen lesen!

Geeignet auch für Comic-Einsteiger!

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Jupiter’s Legacy 2: Intimfeinde

Geschrieben / gezeichnet von

Mark Millar / Frank Quitely

Genre und Leseprobe

Comic. Superhelden. Anti-Superhelden.

Noch ein paar Details

Im April 2018 erschienen bei Panini Comics (Link), ISBN 978-3741605468, 140 Seiten, Softcover (Tradepaperback), EUR 17,-

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Den Comic habe ich als kostenfreies Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon völlig unbeeinflusst.

Cover des Comics, zeigt die männlichen Mitglieder der Superheldenfamilie

Jupiter’s Legacy 2: Intimfeinde

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