Mitte Januar habe ich mirΒ Gedanken ΓΌber die Nachhaltigkeit von BuchmesseeindrΓΌckenΒ gemacht. Ich war zu dem Ergebnis gekommen, dass ich mich nicht von den vielen neuen EindrΓΌcken, die Ende MΓ€rz auf der Leipziger Buchmesse auf mich warten werden, ΓΌberrumpeln lassen mΓΆchte. Auch wollte ich das „Mitbringselgrab“ heben, das alles barg, das ich im Oktober 2016 von der Frankfurter Messe mitgebracht hatte und die Inhalte sichten. Mich an die Messe und die vielen EindrΓΌcke erinnern und sie nicht einfach so vergessen, nur um mich in Leipzig wieder mit neuen WΓΌnschen vollzuladen. AuΓerdem hatte ich mir vorgenommen, mich bewusst auch auf die Backlist-Titel der Verlage einzulassen und nicht ausschlieΓlich auf die Neuheiten zu fokussieren.
Und all diese Vorhaben stehen auch weiterhin auf meiner Liste. Jetzt ist endlichΒ Zeit fΓΌr das Mitbringselgrab!
Ausheben des Kartongrabs
Ich bin grΓΆΓtenteils sehr zurΓΌckhaltend mit dem Zusammentragen von Mitbringseln auf Veranstaltungen. Bevor ich mich mit Katalogen und Werbematerial abschleppe, mache ich meist lieber Fotos, um mich spΓ€ter daran zu erinnern. So kann ich dann zu Hause in Ruhe online stΓΆbern und den Dingen nachgehen, die mein Interesse geweckt haben.
Einige Kleinigkeiten nehme ich dann aber doch immer wieder mit nach Hause, diese sind dann nach der Messe in einem Kartonstehsammler gelandet. Und dort warteten sie in ihrem Kartongrab auf Aushebung. Vorgenommen hatte ich mir, alle Dinge darin nach 4 Gesichtspunkten zu hinterfragen, die ichΒ hierΒ aufgestellt hatte. Zusammengefasst waren das:
- Begeistert mich davon noch heute etwas?
- Wenn ja, welche StΓΌcke sind es?
- Habe ich mich weiter damit beschΓ€ftigt?
- Was mΓΆchte ich in Leipzig noch einmal anschauen? Wen mΓΆchte ich treffen?
Zwei Titel sind direkt im Anschluss bei mir eingezogen und gar nicht erst in dem Pappsammler gelandet.
Die von Alan Lee illustrierte Ausgabe des „Herr der Ringe“Β und der Comic „Drei Steine“, den mir der Autor Nils Oskamp direkt vor Ort signierte.
Karten und KatalΓΆgchen
Circa ein Drittel der Mitbringsel interessieren mich heute nicht mehr. Diese habe ich schlichtweg aussortiert. Γbrig geblieben sind die auf diesem Foto zu sehenden Karten und die zwei kleinformatigen Kataloge. Ich beginne oben rechts:
- Der mare Verlag hat oft ganz wunderbare Postkartenbundles dabei, die ich gerne mitnehme und fΓΌr alle mΓΆglichen Zwecke verwende. Und sie sind meine Erinnerung daran, dass ich mir auch auf der kommenden Messe wieder Zeit fΓΌr die besonderen BΓΌcher des Verlags nehmen mΓΆchte.
- Die Journalismus-Cartoonkarte ist vom Stand der taz. Dort werde ich auf jeden Fall wieder vorbeischauen, nicht nur wegen der tollen Karten, auch wegen des Cappuccinos und dem oft ΓΌberraschenden Programm.
- Die Andere BibliothekΒ hat mich in Form eines kleinen Katalogs begleitet, in dem ich beim StΓΆbern gleich auf zwei vermeintliche SchΓ€tze gestoΓen bin, die ich mir nΓ€her anschauen mΓΆchte:
„Maximilian Prinz zu Wied-Neuwied Reise nach Brasilien in den Jahren 1815 bis 1817“
„Ilija Trojanow und Susann Urban Durch Welt und Wiese oder Reisen zu FuΓ“ - Vom Sieveking Verlag durfte ich nicht nur eine praktische und sehr schΓΆne Leinentasche mit nach Hause nehmen, sondern auch die abgebildete Karte, die mich an einen Titel erinnern sollte, den ich mir unbedingt noch einmal genauer ansehen will:
Kosmos groΓer Entdecker - Links daneben liegt eine Erinnerung an das Blog der „Hobbit Presse“ vom Klett-Cotta Verlag. Sehr empfehlenswert und wird weiterhin von mir regelmΓ€Γig gelesen.
- DarΓΌber findet sich das „KatalΓΆgchen“ vom Berliner Jaja Verlag. Beim DurchblΓ€ttern ist mir besondersΒ „Zeug“ von Juno PilgramΒ aufgefallen. Ein weiterer Punkt auf meiner Liste.
- Beim Patmos Verlag habe ich u. a. diese schΓΆne Karte mit einer Illustration aus dem BuchΒ „Der Tag, an dem Paul wieder bunt wurde und herausfand, warum Vorurteile was fΓΌr Schwarz-weiΓ-Denker sind“Β von Marlene Fritsch gefunden. Das Buch mΓΆchte ich sehr gerne genauer anschauen.
- Last but not least liegt die pinke Karte vom LabelΒ KΓΆnigskinder vom Carlsen VerlagΒ in der oberen Mitte der papiernen ErinnerungsstΓΌcke. Und nicht nur, weil sie so schΓΆn ist, sondern weil ich erneut einen Blick auch auf das Backlist-Programm der KΓΆnigskinder gucken mΓΆchte.
Und dann wΓ€ren da noch die Fotos …
NatΓΌrlich habe ich auch wieder vieles fotografiert, um es mir zu Hause in Ruhe anschauen zu kΓΆnnen. Der Inhalt auf den folgenden Fotos bewegt mich zu weiteren Nachforschungen auf der Leipziger Buchmesse. Mit Ausnahme des Titels von Fischer Tor: Guy Gavriel Kay – „Im Schatten des Himmels“. Das lese ich nΓ€mlich bereits begeistert :-)
So wenige Comics?
Da ich ein Faible fΓΌr Comics habe, wird sich manch einer ΓΌber die wenigen Comics auf den Listen oben wundern. Das liegt daran, dass die StΓ€nde der Comic-Verlage, von comic.de und der ComichΓ€ndler auf meiner PrioritΓ€tenliste eh jedes Jahr ganz oben stehen. Gleiches gilt fΓΌr alle Verlage mit phantastischen Titeln.
WΓ€hrend der Messe lasse ich euch per Instagram und facebook an meinen Entdeckungen teilhaben, nach der Messe gibt es dann wieder einen kleinen Stapel Mitbringsel und Foto-Erinnerungen. Ich freue mich schon darauf!
Habt ihr auch solche Erinnerungen anΒ eine Messe oderΒ einen Buchladenbummel? Oder habt ihr einen fast unΓΌberschaubaren Wunschzettel?
Wie geht ihr damit um? Geht ihr gedanklich die Geschehnisse noch einmal durch? Pflegt ihr den Riesenwunschzettel und hinterfragt ihn? Ich freue mich ΓΌber eure Kommentare.

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