Jahr: 2017

Buchcover vor einer Berglandschaft. Cover zeigt einen feuerspeienden Drachen.

Draconis Memoria 1 – „Das Erwachen des Feuers“ von Anthony Ryan

Einzig auf dem arradsianischen Kontinent leben sie – die blauen, grünen, roten und schwarzen Drachen. Aber für die Menschen zählt nur ihr Blut. Denn dieses erlaubt einigen wenigen Auserwählten unter ihnen ganz besondere Kräfte zu nutzen. Wenn diese Blutgesegneten das Blut der Drachen in verdünnter Form zu sich nehmen, können sie unter anderem für einen kurzen Zeitraum Wunden heilen, Feuer entfachen, telepathisch kommunizieren oder mit übermenschlicher Kraft kämpfen. Doch die Drachen werden immer weniger, drohen auszusterben. Der Legende nach soll es jedoch einen bisher noch unentdeckten Drachen geben: einen Weißen Drachen. Eine ehemals ausgesandte Expeditionsgruppe, die im Inneren des arradsianischen Kontinents auf die Suche ging, kehrte nie zurück. Doch nicht alle haben den Gedanken an den Weißen aufgegeben. Im Gegenteil, es soll eine neue Expedition geben. Hinein in das Gebiet der menschenzerfleischenden Drachen. In das Reich des sagenumwobenen Weißen! Blau für den Geist. Grün für den Körper. Rot für das Feuer. Schwarz für die Kraft.Mantra der Schülerinnen der Eisenboot-Akademie für Frauenbildung, aus Das Erwachen des Feuers, S. 19 von Anthony Ryan Dragonic Park Anthony Ryan, …

Comic versteckt sich hinter einer Pflanze und rechts lukt ein Plüsch-Godzilla durch die Blätter

Es war einmal … der Mensch Band 1: Die Urzeit

Maestro ist zurück Zurück? War er eigentlich jemals weg? Maestro, der weißhaarige Erzähler aus den „Es war einmal“-Zeichentrickserien, dürfte jedem bekannt vorkommen, der schon einmal ein TV-Gerät eingeschaltet hat. Und zwar generationsübergreifend. Die erste Serie war „Es war einmal … der Mensch“ und wurde im Jahr 1980 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Ich habe diese Serie geliebt, wie auch „Es war einmal … das Leben“. Im Jahr 1980 erschienen zeitgleich sogar großformatige Comichefte im Bastei-Verlag, brachten es aber nur auf 13 Ausgaben. Einige davon habe ich heute in meiner Sammlung, gelesen habe ich sie, ehrlich gesagt, aber noch nicht. Jetzt aber ist eine moderne Comicversion von „Es war einmal … der Mensch“ beim Label toonfish des Splitter Verlags erschienen. Natürlich musste ich es sofort haben und lesen! 99% der Menschheitsgeschichte und mehr Auf den 48 Seiten des ersten Bands der Reihe erzählt Autor Jean-Charles Gaudin vom Entstehen der Erde, dem Ursprung des Lebens, von Sauriern und der Entstehung des Menschen. Knapp vier Milliarden Jahre werden abgeklappert. Maestro erklärt dabei wie gewohnt auf spielerische, aber dennoch immer …

Text Zurück in die Zukunft der Vergangenheit vor einer Skyline

Zurück in die Zukunft der Vergangenheit. Ein Blogstöckchen.

Science Fiction ist über-All Das Genre der Science Fiction (SF) wird häufig nur mit Raumschiffen, Aliens und jeder Menge Technik verbunden. Aktuell wurde dieser Allgemeinplatz schon ein wenig aufgebrochen durch eine nicht unerhebliche Menge an erscheinenden Dystopien, was im Zuge der Geschehnisse in unserer Gesellschaft nicht verwunderlich ist. Besonders im Jugendbuchbereich ist in den letzten paar Jahren einiges auf den Buchmarkt gekommen. Erfreulicherweise. Denn die SF „kann“ deutlich mehr als coole Spaceships und Androiden, fremde Planeten und kleine grüne Männchen. Selbstverständlich sind dies Motive, die in Science Fiction-Romanen vorkommen, aber damit ist die Liste nicht komplett, außerdem sind dies meist nur – nennen wir es – Äußerlichkeiten. Die Science Fiction-Literatur gilt als zukunftsweisend, als visionär. Sie hat Forschende inspiriert neue Technologien und Geräte zu entwickeln. SF-Inhalte kritisieren Gegenwart – und auch Vergangenheit – übertragen die aktuellen Probleme in ihre eigenen meist in der Zukunft angesiedelte Szenarien. Sie analysieren Gesellschaftsmuster und spinnen sie gedanklich weiter. Die SF überspitzt Möglichkeiten, geht an und über Grenzen. William Gibson beispielsweise, der Erfinder des Cyberspace, sagte über sich selbst in …

Mehrere Comics nebeneinandergelegt

Comics im Oktober 2017

Vom Indian Summer bis zur Lieblingszecke Meine Güte, es ist tatsächlich schon November! Das kam jetzt wirklich überraschend schnell. So wie Weihnachten. Das ist ja auch immer plötzlich da, egal ob man es nun feiert oder nicht. Aber noch ist es nicht soweit und jetzt ist erst einmal Zeit für den Blick auf meinen Comiclesemonat Oktober. Auch in diesem Monat gab es wieder deutsch- und englischsprachige Comics auf meinem Speisezettel. Dabei waren zwei Hardcover aus dem Splitter Verlag und sieben Hefte von US-Verlagen. Schauen wir also genauer hin:

Exo Comiccover zeigt einen Astronauten, alles in blauen Tönen gehalten

Biologiestunde – Exo Band 1: Darwin II von Frissen und Scoffoni

1/3 „Darwin II“ ist der Titel des ersten dieser bei Splitter neu gestarteten Trilogie und mir hatte es schon die kurze Leseprobe im Katalog angetan. Science Fiction, Exobiologie, Darwin – alles Themen, die mich faszinieren und so war klar, dass ich diese Reihe lesen wollte. Und was hat mich erwartet? Auf der im Orbit der Erde rotierenden Raumstation schlägt ein kleines Objekt ein und tritt auf der gegenüberliegenden Seite wieder aus, als wäre die Station aus Zuckerwatte. Zeitgleich plant die NASA eine Sonde zu einem neu entdeckten Planeten in einem erreichbaren Sonnensystem zu schicken. Ohne zu wissen, dass auch auf der Erde gerade etwas angekommen ist. Ein kleines Objekt, eine Sonde (?) ist nach ihrem zerstörerischen Werk im Orbit unbemerkt in einem kleinen Wäldchen auf der Erdoberfläche in Sichtweite eines großen Klinikgebäudes gelandet. Schon kurz danach kommt zu einem Zwischenfall in der Psychiatrischen Anstalt von Fort Collins in Colorado … Vintage Obwohl die Story in der nahen Zukunft angesiedelt zu sein scheint, hat Zeichner und Kolorist Philippe Scoffoni sich für einen waschechten Vintage-Look entschieden. Diesen …

Rotes Notizbuch von Diogenes auf Schulungsunterlagen

Gegen die Dummheit anschreiben

Die Vorgeschichte In der letzten Woche habe ich einen Bildungsurlaub mit dem Thema „Einführung in die Philosophie“ besucht. Mit Ausnahme von einigen zufälligen Begebenheiten hatte ich bisher keinen konkreten Kontakt mit dem Thema, habe auch nicht bewusst Texte von Philosophen gelesen. Zwar las ich beispielsweise die Illias von Homer (nicht komplett bislang), war mir aber gar nicht bewusst, dass Homer ein Philosoph war. Ich lies mich also überraschen. Vorweg genommen kann ich sagen, dass die fünf Tage eine große Bereicherung für mich waren. Ich habe Philosophen von der Antike über die Neuzeit bis hin zur Moderne kennengelernt. Wir haben in der kleinen Gruppe von 13 Teilnehmern deren Texte gelesen, analysiert und interpretiert. Wir haben diskutiert, der Dozent (Professor der Philosophie) hat uns gekonnt an das philosophische Gespräch herangeführt. Und immer blieb es nicht bei den Metaphern, sondern wir prüften jedes Mal, ob die Beispiele in die Gegenwart übertragbar waren. Es war erstaunlich zu erfahren, wie viele der heute so quer liegenden Themen in der Gesellschaft schon vor Hunderten, gar Tausenden von Jahren präsent waren. Und …

Cover und einiges Herbstlaub

Irokesen … von Patrick Prugne

Kein Italo-Western Meine erste Begegnung mit Patrick Prugne machte ich mit „Die Herberge am Ende der Welt„. Mit diesem Band begeisterte der Künstler mich so sehr, dass ich keine Bedenken hatte, als ich den ersten Band in die Hand bekam, bei dem er sich mit der Kolonisierung Kanadas durch die Franzosen auseinandersetzte. Und „Pawnee“ war da schon der zweite Ausflug in dieser losen Reihe, die mit „Frenchman“ ihren Anfang nahm. Ich hätte mich an diese Thematik nie herangetraut, wenn ich nicht schon so gute Erfahrungen mit dem Autor und Zeichner gemacht hätte. In „Irokesen“ beschäftigt sich Patrick Prugne erneut mit den französischen Eroberern, die hier im Jahre 1603 die Kolonisierung vorantreiben. Basierend auf historischen Begebenheiten, macht sich Samuel Champlain mit einer kleinen Delegation auf den Weg, neues Land zu entdecken. Unterstützt wird er dabei vom Stamm der Huronen, die auf die Völker der Irokesen nicht gut zu sprechen sind. Ihr Weg führt genau dorthin, ins Irokesenland. Und sie haben wertvolle Fracht – eine junge Irokesin, die sie in Gefangenschaft halten. Ihr Name ist Kleiner Otter …

Bücher, Lesezeichen und Karten auf einem unordentlichen kleinen Stapel

Immaterial Girl – Frankfurter Buchmesse 2017

#FBM17 – fest verankert im Kopf Sie wird mir in Erinnerung bleiben, die Frankfurter Buchmesse 2017. So wie auch all die anderen Buchmessen in Leipzig und Frankfurt, die ich in den Jahren besucht habe. Geprägt war diese Messe für mich allerdings nicht vordergründig durch das Entdecken von Neuerscheinungen. Und auch nicht von Lesungen, TV-Aufzeichnungen oder Signierstunden. Vielmehr verbinde ich die #FBM17 mit Menschen. Mit Begegnungen. Mit Eindrücken. Mit vielen wunderbaren Persönlichkeiten, die ich dort treffen durfte. Wir unterhielten uns, winkten uns zu, wir umarmten uns, strahlten uns an, wir schauten uns gegenseitig in die erschöpften Gesichter, verstanden uns manchmal ohne Worte, wir tranken und aßen miteinander. Manche lernte ich kennen und war ihnen vorher nie begegnet, andere kannte ich bisher nur „online“. Ich traf langjährige Freunde, Freundinnen und Bekannte. Teils hatten wir feste Verabredungen und Termine, anderes ergab sich spontan. Eine neue Bekanntschaft mit einer jungen Autorin im Bus, ein Gespräch mit einer ehemaligen Journalistin im Messecafé, ein kurzer Austausch mit Verlagsmitarbeitern über ein mögliches Projekt – so waren sowohl der Donnerstag und auch der …