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Die Stadt der träumenden Bücher 2: Die Katakomben =Rezension=

Teil des Covers zeigt den Dichter Hildegunst Mythenmetz

Im ersten Teil der Comicadaption der Stadt der träumenden Bücher konnten mich die Autoren Walter Moers und Florian Biege komplett mitreißen. Ich war wieder in Buchhaim, in der Stadt, in der ich vor Jahren bei Lektüre des Romans so gerne lustwandelte. Deren Katakomben ich liebte und gleiches galt für all die verschrobenen und phantasievollen Wesen, die Walter Moers erschaffen hatte. Galt das nun auch für Teil 2?

Der erste Band der Graphic Novel endete gnadenlos in der Mitte, was eigentlich dazu hätte führen müssen, dass ich mir die bunte Fortsetzung sofort hätte schnappen müssen. Jedoch … hatte ich zunächst nicht so recht Lust nach Zamonien zurückzukehren. Ich liebe Abwechslung, weshalb ich mich scheute, eine Adaption zu lesen, dessen Vorlage ich schon kannte. Ich wartete also etwas mit der Lektüre. Als ich das Buch schließlich zur Hand nahm ging es aber ganz schnell:

Bäng – und wieder in der Ledernden Grotte

Schon nach den ersten Panels war ich wieder mit Herz und Kopf in Zamonien. Bei den Buchlingen, den Bücherjägern, bei Hildegunst und – inmitten des phantastischen unterirdischen Reiches – den Katakomben Buchhaims. Hier wurde es dieses Mal gefährlicher und geheimnisvoller als noch im ersten Teil. Zum Inhalt werde ich hier ausnahmsweise nichts weiter sagen, da wir uns schließlich in der zweiten Hälfte eines Romans befinden und dies zu viel über die Handlung in Teil eins der Graphic Novel verraten würde.

Wer die Romanvorlage im Übrigen noch nicht kennt, dem empfehle ich unbedingt siezu lesen. So gut und schön diese Comicumsetzung doch gemacht ist, ist sie in meinen Augen doch nur eine Ergänzung des Romans. Eine schöne Möglichkeit, um auf eine Kurzreise nach Buchhaim zu gehen, womöglich lane nachdem man die Vorlage gelesen hat. Der zwei-bändige Comic bietet die Chance liebgewonnene Charaktere und Schauplätze wieder zu treffen und das visuell um einiges opulenter als in der illustrierten Originalvorlage.

Beeindruckend umgesetzt mit einigen Prosaeinwürfen ist die viele Arbeit diesem Buch anzusehen. Im Nachwort erfahren wir mehr darüber, wieviel es denn wirklich war. Und als ich davon las, zweifelte ich an der Umsetzung weiterer Zamonienromane in Comicform. So gerne ich auch Rumo in ähnlichen Bildern lesen wollen würde, werde ich bei dem zu erwartenden Aufwand wohl nicht darauf hoffen dürfen.

Wie im ersten Teil des Comics ist mir auch hier wieder die unübliche Reihenfolge in den Gesprächsführungen aufgefallen. Zwar gibt es Hilfslinien, die es erleichtern sollen, sofort den nächsten Text zu finden, jedoch entsprach dies einfach nicht meinem regulären Leseweg. Trotzdem halte ich das Buch auch für Comic-Einsteiger geeignet.

Insgesamt toll umgesetzt, ein echtes Lesevergnügen und die perfekte Methode nach Buchhaim zurückzukehren! Mal eben schnell.

Die Stadt der träumenden Bücher 2: Die Katakomben

Geschrieben und gezeichnet von

Walter Moers und Florian Biege

Genre und Leseprobe

Biographie. Graphic Novel.
Eine Leseprobe gibt es hier auf der Verlagswebseite

Noch ein paar Details

Im Januar 2018 erschienen im Verlag Knaus (randomhouse), ISBN 978-3-8135-0502-3, 128 Seiten, Hardcover, EUR 25

Meine Rezension zu Band 1 hier auf Booknapping:
Rezension: Stadt der träumenden Bücher 1: Buchhaim

Geeignet auch für Comic-Einsteiger!

Comic in einem Buchladen kaufen

Cover in grün-schwarz mit der Hauptfigur Hildegunst von Mythenmetz

Label für die Aktion "Auch für Comic-Einsteiger". Text in Sprechblase: Auch für Comic-Einsteiger. In einer kleinen Sprechblase innen dann: Eine Initiative von Booknapping.de

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2 Kommentare

  1. ….wenn ich nicht bald mal anfange, die Moers Bücher zu lesen & die schönen Graphic Novels zu kaufen kann ich mich selber nicht mehr ernst nehmen 😀

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