Alle Artikel in: Auch für Comic-Einsteiger

Seid ihr selbst noch neu in der Welt der Comics? Oder möchtet ihr einen Comic empfehlen oder verschenken, der sich auch für jemanden eignet, der noch nicht viele Comics gelesen hat? Dann seid ihr hier richtig.

In dieser Kategorie finden sich alle Comicrezensionen und Beiträge in denen Comics vorgestellt werden, die sich auch für Einsteiger in die Welt der Comics eignen.

Comicband vor einem grauen Hintergrund. Cover zeigt Läuferin vor rotem Hintergrund (Laufbahn) und bewaffneten Männern

„Der Traum von Olympia“ von Reinhard Kleist

Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking lief Samia Yusuf Omar als Letzte ins Ziel des 200-Meter-Laufs. Jedoch erhielt sie brandenden Applaus, denn trotz deutlichem Vorsprung ihrer Konkurentinnen hielt sie durch und gab nicht auf. Sie bewies es sich und allen anderen. Sie lief durchs Ziel bei den Olympischen Spielen! Für Somalia. Aufgewachsen in diesem Land, das einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg stand hält, hatte sie diesen Traum stets vor Augen, während sie in einem mit großen Schlaglöchern gesäumten Stadion trainierte und immerzu rannte, obwohl es sich nach Ansicht der islamistischen Bewegung Al-Shabaab nicht schickte, dass Frauen rannten. Mit jedem Herzschlag lebte sie für das Laufen, hoffte darauf als professionelle Leistungssportlerin so viel Geld zu verdienen, dass sie auch ihre Familie unterstützen könnte. Der Traum von Olympia erzählt von dieser willensstarken und von einem Traum getriebenen jungen Frau und ihrem unfassbaren Weg voller Gewalt, Greuel und Erniedrigungen nach Europa. Sie starb 2012 kurz vor Erreichen des italienischen Festlands im Alter von 21 Jahren. Gegen das Vergessen Reinhard Kleist erzählt in schwarz-weiß-grauen Bildern vom Leben in einer sogenannten …

Comic steht versteckt hinter Palmenblättern, im Hintergrund Bücherstapel

Rückkehr nach Belzagor Episode 1|2

Sternenkolonie-SF von Robert Silverberg Ich hätte „einerseits – andererseits“ in den Titel schreiben können, denn: Einerseits enthält diese Story, die auf einem Roman aus dem Jahre 1969 von Robert Silverberg basiert, alles, was ich in der Science Fiction am liebsten mag. Sie erzählt von einem Planeten, der von den Menschen kolonisiert werden sollte. Es ist ökologische SF, die sich mit der Auseinandersetzung der eindringenden Menschen und der bereits bestehenden Kultur der auf dem Planeten lebenden intelligenten Spezies und der fremdartigen Flora und Fauna beschäftigt. Ich mag diese Konflikte sehr und sie sind typisch für die Zeit Ende der 60er bis 70er Jahre. Zwei Völker, die Nildoror und die Silodoror leben in friedlicher Gemeinschaft in einer Art Utopia miteinander, das durch den Menschen gestört wird. Wer sich hier an „Avatar“ erinnert fühlt, irrt nicht, denn auch dieser große Filmerfolg fällt genau in dieses Schema – und damit ebenfalls in die Art Science Fiction-Storys, die ich unheimlich gerne mag. Aber warum mag mir die Geschichte in der ersten Episode von Rückkehr nach Belzagor in der Comicadaption von Autor …

Comiccover mit einem vermummten Gesicht und darauf liegt eine Brille

Geschichte eines Martyriums. Kill or be Killed Band Eins.

Gewissensbisse Aus der Ich-Perspektive erzählt Dylan, 28 Jahre jung, seine ganz eigene Geschichte. Als sein Selbstmordversuch misslingt und er unerwarteterweise ohne größere Blessuren überlebt, beginnt sein wahres Martyrium. Offenbar hat ein Dämon sein Leben ungefragt „beschützt“ und verlangt nun für diese „gute“ Tat einen Mord pro Monat von Dylan. Dabei soll er sich die „schlechten“ Menschen vornehmen. Die, die Dreck am Stecken haben. Aber … wer hat das nicht? Wer sind denn DIE „schlechten“ Menschen eigentlich? Und wer sind die „Guten“? Was geschieht, wenn er die oder den falschen Menschen tötet? Und überhaupt – er soll jemanden töten?! Die Erinnerung an den nachts erschienenen Dämon verblasst langsam, bis der Monat sich dem Ende zuneigt und es Dylan Tag für Tag, Stunde für Stunde schlechter geht. Schließlich ist er sterbenskrank. So bleibt ihm keine Wahl, er sieht keinen Ausweg – er muss töten – zunächst sein Gewissen und dann einen Menschen … Kraftvoll Schon die erste Seite in diesem Hardcover-Band, der die ersten vier US-Ausgaben der Serie versammelt, hat es in sich. In diesen wenigen Bildern …

Comic versteckt sich hinter einer Pflanze und rechts lukt ein Plüsch-Godzilla durch die Blätter

Es war einmal … der Mensch Band 1: Die Urzeit

Maestro ist zurück Zurück? War er eigentlich jemals weg? Maestro, der weißhaarige Erzähler aus den „Es war einmal“-Zeichentrickserien, dürfte jedem bekannt vorkommen, der schon einmal ein TV-Gerät eingeschaltet hat. Und zwar generationsübergreifend. Die erste Serie war „Es war einmal … der Mensch“ und wurde im Jahr 1980 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Ich habe diese Serie geliebt, wie auch „Es war einmal … das Leben“. Im Jahr 1980 erschienen zeitgleich sogar großformatige Comichefte im Bastei-Verlag, brachten es aber nur auf 13 Ausgaben. Einige davon habe ich heute in meiner Sammlung, gelesen habe ich sie, ehrlich gesagt, aber noch nicht. Jetzt aber ist eine moderne Comicversion von „Es war einmal … der Mensch“ beim Label toonfish des Splitter Verlags erschienen. Natürlich musste ich es sofort haben und lesen! 99% der Menschheitsgeschichte und mehr Auf den 48 Seiten des ersten Bands der Reihe erzählt Autor Jean-Charles Gaudin vom Entstehen der Erde, dem Ursprung des Lebens, von Sauriern und der Entstehung des Menschen. Knapp vier Milliarden Jahre werden abgeklappert. Maestro erklärt dabei wie gewohnt auf spielerische, aber dennoch immer …

Exo Comiccover zeigt einen Astronauten, alles in blauen Tönen gehalten

Biologiestunde – Exo Band 1: Darwin II von Frissen und Scoffoni

1/3 „Darwin II“ ist der Titel des ersten dieser bei Splitter neu gestarteten Trilogie und mir hatte es schon die kurze Leseprobe im Katalog angetan. Science Fiction, Exobiologie, Darwin – alles Themen, die mich faszinieren und so war klar, dass ich diese Reihe lesen wollte. Und was hat mich erwartet? Auf der im Orbit der Erde rotierenden Raumstation schlägt ein kleines Objekt ein und tritt auf der gegenüberliegenden Seite wieder aus, als wäre die Station aus Zuckerwatte. Zeitgleich plant die NASA eine Sonde zu einem neu entdeckten Planeten in einem erreichbaren Sonnensystem zu schicken. Ohne zu wissen, dass auch auf der Erde gerade etwas angekommen ist. Ein kleines Objekt, eine Sonde (?) ist nach ihrem zerstörerischen Werk im Orbit unbemerkt in einem kleinen Wäldchen auf der Erdoberfläche in Sichtweite eines großen Klinikgebäudes gelandet. Schon kurz danach kommt zu einem Zwischenfall in der Psychiatrischen Anstalt von Fort Collins in Colorado … Vintage Obwohl die Story in der nahen Zukunft angesiedelt zu sein scheint, hat Zeichner und Kolorist Philippe Scoffoni sich für einen waschechten Vintage-Look entschieden. Diesen …

Verschiedene Comics nebeneinander oben eine Plüschkellerassel

Comics im August und September 2017

10 mit zwei Streichen, nicht mit einem. Denn wieder fasse ich zwei Monate zusammen. Im September hat das Blog Urlaub gemacht und ich habe in der Zeit nur sehr wenig gelesen. Ich war im Urlaub sehr aktiv und da kommt das Lesen dann meist zu kurz. Also stelle ich jetzt insgesamt zehn Comics vor. Darunter sind drei deutschsprachige Hardcoveralben, zwei US-Softcover und fünf englischsprachige Heftausgaben. Fantasy, Superhelden, Science Fiction – alles was das phantastische Herz freut war dabei.

Verschiedene Comicalben

Femmes en bandes dessinées – Frauen in Comics

Fünf Reihen, sechs Frauen Mit Frankreich hat die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr ein Gastland ausgewählt, das sich geradezu dafür anbietet über Comics zu berichten. Der franko-belgische Raum ist bekannt für seine große Comickultur. Klassiker wie „Asterix“ und „Tim und Struppi“ gehören zur Popkultur wie Disneyfilme und Michael Jackson und sind auch Nicht-ComicleserInnen bekannt. Größen wie Moebius haben Generationen von (Drehbuch-)AutorInnen inspiriert. Widmen möchte ich mich aber nicht den allseits bekannten Figuren. Mein Augenmerk gilt heute den Frauen in französischen Comics. Ich stelle fünf ganz unterschiedliche Charaktere vor – eine davon war allerdings tatsächlich auch gerade auf der großen Leinwand zu sehen. Beginnen möchte ich aber mit

Universum der Comics (2) – Einstieg ins Marvel-Universum

Hey – ich bräuchte da mal was über Superhelden Wie ihr gleich lesen werdet, habe ich fast überhaupt keine Ahnung von Comics aus dem Hause Marvel (Spider-Man, X-Men, Guardians uvm.). Ich kenne und liebe zwar die Marvel-Verfilmungen, bin aber ansonsten eher im DC-Universum bewandert (Batman, Superman, Wonder Woman u. a.) und da kenne ich mich nur bei älteren Sachen etwas aus. Wenn ich Fragen zu Marvel-Charakteren habe, weiß ich allerdings sehr genau wen ich fragen kann: Meine liebe Freundin Ariane von „Nerd mit Nadel“! Und genau aus diesem Grund habe ich sie gefragt, ob sie einen Gastartikel in meiner Reihe „Universum der Comics“ schreiben möchte. Ihr Beitrag war schneller fertig als sie selbst „ja“ tippen konnte, denn sie brennt für Marvel und jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit ihrer Einführung ins Marvel-Universum für Einsteiger. Marvel? Auch für Comic-Einsteiger! Ein Gastbeitrag von Ariane alias Nerd mit Nadel Sandra hat eine neue Reihe in ihrem Blog gestartet, “Universum der Comics”, und hat mich gefragt, ob ich nicht dazu etwas beitragen möchte. Etwas sehr Spezielles. Obwohl Sandra und …