Alle Artikel in: Science Fiction

Comic steht versteckt hinter Palmenblättern, im Hintergrund Bücherstapel

Rückkehr nach Belzagor Episode 1|2

Sternenkolonie-SF von Robert Silverberg Ich hätte „einerseits – andererseits“ in den Titel schreiben können, denn: Einerseits enthält diese Story, die auf einem Roman aus dem Jahre 1969 von Robert Silverberg basiert, alles, was ich in der Science Fiction am liebsten mag. Sie erzählt von einem Planeten, der von den Menschen kolonisiert werden sollte. Es ist ökologische SF, die sich mit der Auseinandersetzung der eindringenden Menschen und der bereits bestehenden Kultur der auf dem Planeten lebenden intelligenten Spezies und der fremdartigen Flora und Fauna beschäftigt. Ich mag diese Konflikte sehr und sie sind typisch für die Zeit Ende der 60er bis 70er Jahre. Zwei Völker, die Nildoror und die Silodoror leben in friedlicher Gemeinschaft in einer Art Utopia miteinander, das durch den Menschen gestört wird. Wer sich hier an „Avatar“ erinnert fühlt, irrt nicht, denn auch dieser große Filmerfolg fällt genau in dieses Schema – und damit ebenfalls in die Art Science Fiction-Storys, die ich unheimlich gerne mag. Aber warum mag mir die Geschichte in der ersten Episode von Rückkehr nach Belzagor in der Comicadaption von Autor …

Text Zurück in die Zukunft der Vergangenheit vor einer Skyline

Zurück in die Zukunft der Vergangenheit. Ein Blogstöckchen.

Science Fiction ist über-All Das Genre der Science Fiction (SF) wird häufig nur mit Raumschiffen, Aliens und jeder Menge Technik verbunden. Aktuell wurde dieser Allgemeinplatz schon ein wenig aufgebrochen durch eine nicht unerhebliche Menge an erscheinenden Dystopien, was im Zuge der Geschehnisse in unserer Gesellschaft nicht verwunderlich ist. Besonders im Jugendbuchbereich ist in den letzten paar Jahren einiges auf den Buchmarkt gekommen. Erfreulicherweise. Denn die SF „kann“ deutlich mehr als coole Spaceships und Androiden, fremde Planeten und kleine grüne Männchen. Selbstverständlich sind dies Motive, die in Science Fiction-Romanen vorkommen, aber damit ist die Liste nicht komplett, außerdem sind dies meist nur – nennen wir es – Äußerlichkeiten. Die Science Fiction-Literatur gilt als zukunftsweisend, als visionär. Sie hat Forschende inspiriert neue Technologien und Geräte zu entwickeln. SF-Inhalte kritisieren Gegenwart – und auch Vergangenheit – übertragen die aktuellen Probleme in ihre eigenen meist in der Zukunft angesiedelte Szenarien. Sie analysieren Gesellschaftsmuster und spinnen sie gedanklich weiter. Die SF überspitzt Möglichkeiten, geht an und über Grenzen. William Gibson beispielsweise, der Erfinder des Cyberspace, sagte über sich selbst in …

Exo Comiccover zeigt einen Astronauten, alles in blauen Tönen gehalten

Biologiestunde – Exo Band 1: Darwin II von Frissen und Scoffoni

1/3 „Darwin II“ ist der Titel des ersten dieser bei Splitter neu gestarteten Trilogie und mir hatte es schon die kurze Leseprobe im Katalog angetan. Science Fiction, Exobiologie, Darwin – alles Themen, die mich faszinieren und so war klar, dass ich diese Reihe lesen wollte. Und was hat mich erwartet? Auf der im Orbit der Erde rotierenden Raumstation schlägt ein kleines Objekt ein und tritt auf der gegenüberliegenden Seite wieder aus, als wäre die Station aus Zuckerwatte. Zeitgleich plant die NASA eine Sonde zu einem neu entdeckten Planeten in einem erreichbaren Sonnensystem zu schicken. Ohne zu wissen, dass auch auf der Erde gerade etwas angekommen ist. Ein kleines Objekt, eine Sonde (?) ist nach ihrem zerstörerischen Werk im Orbit unbemerkt in einem kleinen Wäldchen auf der Erdoberfläche in Sichtweite eines großen Klinikgebäudes gelandet. Schon kurz danach kommt zu einem Zwischenfall in der Psychiatrischen Anstalt von Fort Collins in Colorado … Vintage Obwohl die Story in der nahen Zukunft angesiedelt zu sein scheint, hat Zeichner und Kolorist Philippe Scoffoni sich für einen waschechten Vintage-Look entschieden. Diesen …

Verschiedene Comicalben

Femmes en bandes dessinées – Frauen in Comics

Fünf Reihen, sechs Frauen Mit Frankreich hat die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr ein Gastland ausgewählt, das sich geradezu dafür anbietet über Comics zu berichten. Der franko-belgische Raum ist bekannt für seine große Comickultur. Klassiker wie „Asterix“ und „Tim und Struppi“ gehören zur Popkultur wie Disneyfilme und Michael Jackson und sind auch Nicht-ComicleserInnen bekannt. Größen wie Moebius haben Generationen von (Drehbuch-)AutorInnen inspiriert. Widmen möchte ich mich aber nicht den allseits bekannten Figuren. Mein Augenmerk gilt heute den Frauen in französischen Comics. Ich stelle fünf ganz unterschiedliche Charaktere vor – eine davon war allerdings tatsächlich auch gerade auf der großen Leinwand zu sehen. Beginnen möchte ich aber mit

Comiccover S.A.M 1 neben einem Pixelartbild, dass Hochhäuser zeigt

S.A.M 1 – Nach dem Menschen … von Marazano und Shang

Allein in der Großstadt Als ich den Splitter-Katalog fürs Frühjahr-/Sommerprogramm 2017 in die Hände bekam, fiel mir S.A.M auf. Das Cover und die Leseprobe hatten mich sofort, ich wollte wissen, was diese Stadt zu Fall gebracht hat, warum die Kids von einem riesigen Roboter verfolgt wurden und mir gefiel das Artwork auf den ersten Blick. Nur eine kleine Gruppe von Teenagern hat ein vor rund acht Jahren stattgefundenes Massenmorden überlebt. Bis auf dieses Grüppchen von damals noch Kleinkindern scheinen sich keine Menschen mehr in der riesigen City aufzuhalten. Sie sind allein. Wären da nicht noch die Mega-Kampfroboter, die Jagd auf alles machen, das eine Wärmesignatur hinterlässt. In einem Versteck in der Kanalisation überdauern die wenigen Überlebenden standhaft, ernähren sich von Flechten und Pilzen. Zum Überleben aber ist mehr nötig, so geht eine kleine Gruppe immer wieder auf Expedition, um Medikamente und Vitamine ausfindig zu machen. Etwas anderes als Flechten wäre außerdem auch mal eine schöne Abwechslung. Als es bei einer dieser Expeditionen wieder einmal brenzlig wird und ihnen ein patrouillierender Kampfroboter auf die Spur kommt, …

Zwei Comics auf Steinboden, auf den Covern Außerirdische, die wie große Hummer aussehen und einige Menschen

Bye-bye Mr. Step! Leo/Icar – Ferne Welten: Episode 4 + 5

Die Rückkehr von Mr. Step Schmerzlich habe ich in Episode 3 meinen Lieblingscharakter dieser Leo-Serie vermisst: den außerirdischen Hummerzentauren Mr. Step, wie er liebevoll von Paul Clauden genannt wird. Ich war zuversichtlich, dass er in den letzten zwei Bänden der Science Fiction-Comicreihe wieder auftaucht und die Cover haben mich nicht getäuscht! Der coolste aller Stepaneks (ok, ich als Leserin kenne nur diesen einen, die anderen blieben anonym) ist zurück.

Plüschassel neben zwei Manga-Bänden Ice Age Chronicle of the Earth von Jiro Taniguchi

Jiro Taniguchi – Ice Age Chronicle of the Earth Teil 1 + 2

Die Eiszeit ist laut Ich kaufte den ersten Teil dieses Manga-Zweiteilers am 11. Februar 2017. Science Fiction von Jiro Taniguchi, das war neu, ungewöhnlich. Es machte mich sofort neugierig und ich nahm ein Exemplar aus dem Regal im Comicladen. Am selben Abend erfuhr ich, dass der Autor an diesem Tag verstorben war. Mit nur 69 Jahren. Mit der Lektüre ließ ich mir dann Zeit bis zum Erscheinen des abschließenden Teil 2. Diesen Zusammenhang werde ich wohl nie vergessen, er wird mich immer wieder an diesen ganz besonderen Mangaka erinnern.

Comic inmitten von Pflanzen. Auf dem Cover eine Dschungellandschaft, eine Frau durchquert sie auf einem Boot

Kathy Austin in Südamerika – Amazonia: Episode 1 (Rodolphe/Leo)

1949 Brasilien. Ein toter Mann wird vom Amazonas in einem kleinen Dorf angespült. Er war Fotograf und fremd hier. Um der Todesursache auf den Grund zu gehen, macht sich der im Dorf lebende Reverend mit der Kamera des Toten auf nach Manaus. Eine ganze Tagesreise liegt die Großstadt entfernt, doch ist dies der am schnellsten erreichbare Ort, um den Film des Fotografen entwickeln zu lassen.