Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ökologie

Mermaid Project Titel neben einer großen orangefarbenen Dahlienblüte

Neues von Leo: Mermaid Project. Episode 1 =Rezension=

Weiß zu sein bedeutet Mitte des 21. Jahrhunderts zu den Menschen zu gehören, die es schwer haben einen Job zu finden, die Probleme haben akzeptiert zu werden und auch an vielen anderen Stellen  Diskriminierung zu erfahren. Die westlichen “weißen” ehemaligen Großmächte haben es geschafft, den Planeten auf dem unter anderem auch sie leben, fast zu zerstören. Nur eine Übernahme der Macht durch die vormals “schwächeren” ärmeren Länder und Kulturen, hat die Menschheit und den Zerfall der Erde noch stoppen können. Die junge Inspektorin Romane Pennac agiert im Paris dieser Zeit und ist zu ihrem Job eigentlich nur gekommen, weil eine Quoten-Weiße gebraucht wurde. Als die Ehefrau eines bekannten Fußballers tot in der Badewanne gefunden wird, soll Romane einfach nur Notizen machen, den offensichtlichen Selbstmord aufnehmen und später den Bericht schreiben. Mehr traut ihr eh keiner auf der Wache zu. Aber Romane entdeckt Indizien, die auf einen Mord hinweisen. Kurzerhand befragt sie auf eigene Faust den Profisportler. Unmöglich kann die Frau sich das Leben enommen haben … da düfte jemand anderes hinter stecken. Und genau an …

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Die Welt der Söhne Titel . daneben liegt ein Notizbuch

Die Welt der Söhne von Gipi =Rezension=

Ein Vater. Zwei Söhne. Eine postapokalyptische Welt. Bis auf ein Minimum zerstörte Umwelt. Wenig Nahrungsquellen. Vergiftetes Wasser. Zivilisation? Kaum. Keine Bücher. Was daraus resultiert sind Gewalt und Verrohung. Geradezu widerwärtige Wesenszüge zeigen sich bei einigen, die um ihr eigenes Leben zu schützen, neue Regeln aufstellen. Sich selbst über andere Menschen stellen, vor nichts zurückschrecken. Die zwei Söhne kennen keine andere Welt, ihre Mutter ist schon vor langer Zeit gegangen. Und ihr Vater. Ist gemein zu ihnen, scheint sich nicht für sie zu interessieren, ist stets schlecht gelaunt und … schreibt in ein Buch. Wieder und wieder. Tag für Tag. Ein Buch, das die Söhne nicht lesen können. Kennen sie doch nur das, worauf ihr Vater sie mit harten Mitteln vorbereitet. Das Überleben. Wer dieses Jahr nur ein Buch liest … … dem sei Die Welt der Söhne von Gipi empfohlen. Ich habe direkt nach der Lektüre meine Gedanken handschriftlich notiert. Dann musste ich diese emotionale Wucht, mit der diese Graphic Novel, dieser Comic, dieses Buch bei mir eingeschlagen ist, erst einmal sacken lassen. Heute übertrage ich …

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Comic Grün 1 neben einer Originalzeichnung in schwarzem Fineliner einer Hybride aus "Mensch" und Pflanze

Prallgefüllte Welt. Grün Band 1 von Frauke Berger. =Rezension=

Mit der Ankündigung, dass es sich bei Grün um eine “ökologische Fabel” handelt, also eine Story, die in eins meiner Lieblingsgenre, der ökologischen Science Fiction, fällt, hatte mich der Splitter Verlag am Haken. Voller Vorfreude ging es also rein ins Vergnügen und auf die Suche nach dem Grün in Frauke Bergers erster Comicveröffentlichung. Worum geht es in Grün? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Im Normalfalle leite ich meine Rezensionen mit einer selbst verfassten kurzen Inhaltsangabe, einem Teaser ein. Hier aber fällt es mir schwer, daher orientiere ich mich ausnahmsweise am Klappentext und zitiere hier einen Teil: Ein grüner Planet in einem entfernten Winkel der Galaxis kämpft um sein Überleben. Eine mysteriöse Seuche verheert die Länder, die Einwohner hungern, und ganz Völker welken dahin wie Laub und verschwinden. Auf ihren rastlosen Reisen versucht die Nomadin Lis, der Krankheit zu entgehen. Aber die Geschichte des Planeten holt sie unweigerlich ein, und auch ihrer eigenen Vergangenheit kann sie nicht entkommen. Können ihre Verbündeten ihr helfen, alte Bande zu knüpfen und der Verderbnis Einhalt zu gebieten? Ende 1970er Jahre …

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Comic steht versteckt hinter Palmenblättern, im Hintergrund Bücherstapel

Rückkehr nach Belzagor Episode 1|2

Sternenkolonie-SF von Robert Silverberg Ich hätte “einerseits – andererseits” in den Titel schreiben können, denn: Einerseits enthält diese Story, die auf einem Roman aus dem Jahre 1969 von Robert Silverberg basiert, alles, was ich in der Science Fiction am liebsten mag. Sie erzählt von einem Planeten, der von den Menschen kolonisiert werden sollte. Es ist ökologische SF, die sich mit der Auseinandersetzung der eindringenden Menschen und der bereits bestehenden Kultur der auf dem Planeten lebenden intelligenten Spezies und der fremdartigen Flora und Fauna beschäftigt. Ich mag diese Konflikte sehr und sie sind typisch für die Zeit Ende der 60er bis 70er Jahre. Zwei Völker, die Nildoror und die Silodoror leben in friedlicher Gemeinschaft in einer Art Utopia miteinander, das durch den Menschen gestört wird. Wer sich hier an “Avatar” erinnert fühlt, irrt nicht, denn auch dieser große Filmerfolg fällt genau in dieses Schema – und damit ebenfalls in die Art Science Fiction-Storys, die ich unheimlich gerne mag. Aber warum mag mir die Geschichte in der ersten Episode von Rückkehr nach Belzagor in der Comicadaption von Autor …

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Plüschassel neben zwei Manga-Bänden Ice Age Chronicle of the Earth von Jiro Taniguchi

Jiro Taniguchi – Ice Age Chronicle of the Earth Teil 1 + 2

Die Eiszeit ist laut Ich kaufte den ersten Teil dieses Manga-Zweiteilers am 11. Februar 2017. Science Fiction von Jiro Taniguchi, das war neu, ungewöhnlich. Es machte mich sofort neugierig und ich nahm ein Exemplar aus dem Regal im Comicladen. Am selben Abend erfuhr ich, dass der Autor an diesem Tag verstorben war. Mit nur 69 Jahren. Mit der Lektüre ließ ich mir dann Zeit bis zum Erscheinen des abschließenden Teil 2. Diesen Zusammenhang werde ich wohl nie vergessen, er wird mich immer wieder an diesen ganz besonderen Mangaka erinnern.

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