Alle Artikel mit dem Schlagwort: Splitter Comics

Mehrere Comics nebeneinander

Comics im Mai/Juni 2017

Jetzt wird aufgeholt. Den gewohnten Rückblick auf meinen Comiclesemonat gibt es dieses Mal im Doppelpack, denn ich fasse heute die Monate Mai und Juni 2017 zusammen. Dabei steht 7:11 für die deutschsprachigen Exemplare, wobei diese aber auch umfangreicher sind als die gelesenen US-Hefte und über die Qualität sagt dieses Ergebnis gar nichts aus! Los geht’s mit der Vorstellung und zwar in alphabetischer Reihenfolge mit dem für mich allerersten Titel von Aspen Comics.

Comic inmitten von Pflanzen. Auf dem Cover eine Dschungellandschaft, eine Frau durchquert sie auf einem Boot

Kathy Austin in Südamerika – Amazonia: Episode 1 (Rodolphe/Leo)

1949 Brasilien. Ein toter Mann wird vom Amazonas in einem kleinen Dorf angespült. Er war Fotograf und fremd hier. Um der Todesursache auf den Grund zu gehen, macht sich der im Dorf lebende Reverend mit der Kamera des Toten auf nach Manaus. Eine ganze Tagesreise liegt die Großstadt entfernt, doch ist dies der am schnellsten erreichbare Ort, um den Film des Fotografen entwickeln zu lassen.

Comic zeigt eine schwarzhaarige Frau in Lederjacke auf rotem Hintergrund. Daneben ein Schälchen mit Räucherwerk und eine schwarze Eule

Hexen allerfeinster Güte – Black Magick Buch 1: Das Erwachen (Greg Rucka/Nicola Scott)

Es gibt Zutaten, die mein Interesse an einer Story sofort wecken. Dazu gehören Hexen. Und Drachen. Und Hexen. Drachen gibt es in Black Magick keine, dafür aber Hexen der allerfeinsten Güte. Weiße Magie in Black Magick „Buch 1: Das Erwachen“ beinhaltet die ersten fünf Hefte der US-Serie und entspricht damit der Tradepaperback-Ausgabe, die im Original 2016 bei Image Comics erschienen ist. Der deutsche Splitter Verlag würdigt diese exzellente Serie mit einer schmucken und umfangreichen Hardcover-Ausgabe. 136 Seiten, die größtenteils in schwarzweiß gehalten sind, füllen Autor Greg Rucka und Zeichnerin Nicola Scott mit ihrer neuen Schöpfung. Zu nennen ist hier unbedingt auch Chiara Arena, die für die „Farbassistenz“ zuständig war und hervorragende Arbeit geleistet hat.

Ausschnitt vom Cover zeigt Samurai und Titelschriftzug

Senseï Band 1: Die Schule der einsamen Wölfe (Di Giorgio/Vax )

Eine halbnackte Frauenleiche wird von einem alten Fischer in seinem Schuppen gefunden. Dass sie geschändet wurde, ist auf den ersten Blick ersichtlich. Sie hieß Mondfisch und war so bildhübsch, wie ihr Name wohlklingend war. Von der Dame Jia Hua wurde sie aus Lingtao geholt, um die Kostüme für das nahende Laternenfest entwerfen. Dazu wird Mondfisch jetzt nicht leider mehr kommen.

Cover der Bände 2 und 3 zeigen außerirdische Wesen und einen jungen Mann

Vatersuche auf Altair-3 – Leo/Icar: Ferne Welten – Episode 2 + 3

Den ersten Band, der im Original in 2010 erschienene Science Fiction-Serie „Ferne Welten“, habe ich im Dezember 2016 gelesen. Einen Kurzbericht findet ihr dazu hier im Blog: Ferne Welten – Episode 1. Ferne Welten – Episode 2 Es zeigt sich immer deutlicher, dass Altair-3 ein sehr gefährliches und geheimnisvolles Pflaster ist. Paul Clauden trennt sich nach kurzer Reise mit dem ihm vertrauten Stepanerk (ein intelligentes humaoides Lebewesen, dass an einen übergroßen hummerähnlichen Zentaur erinnert) und schließt sich Kopfgeldjägern an. Der Stepanerk hat Paul auf der Suche nach seinem Vater einen außergewöhnlich guten Schutz geboten. Ob es da eine gute Wahl war, nun die Begleitung zu wechseln?

Cover des Comics, dass eine vermummte Person mit Kapuze zeigt und daneben ein altes Buch

Der Henker Band 1: Göttliche Gerechtigkeit? von Gabella und Carette

Im mittelalterlichen Paris kommt eine Frau zu Tode. Der wahre Mörder wurde nicht gefunden, doch an einem Ort, an dem der „Henker“ weilt, bleibt kein Mord ungesühnt. Er selbst bleibt im Dunkeln, zeigt niemals sein Gesicht. Seine Identität ist geheim, niemand kennt ihn, seinen Aufenthaltsort oder wo er nächtigt. Aber doch ist er da, die Schuld der Täter scheint ihn geradezu anzuziehen. Und auch die Täter können dem Sog nicht widerstehen. Wie Lämmer bewegen sie sich auf ihr eigene „Schlachtung“ zu. In der „Stunde des Henkers“, wie die Pariser es nennen, übt der „Henker“ dann Gerechtigkeit. Aber kann es denn tatsächlich eine solche göttliche Gerechtigkeit geben? Was ist, wenn die dem Henker verliehene „Gabe“ ihn auf eine falsche Spur führt?