Comiclesemonat, Comics
Schreibe einen Kommentar

Comics im Juli 2017

Mehrere Comics nebeneinander

50/50

Im Juli war es heiß – ja, es gab diesen Sommer auch einige schöne Tage im Norden Deutschlands – und ich las mich in eine kühlende Eiszeit, ein heißes Brasilien, zwei phantastische Welten und eine kleine Anthologie, die ich gar nicht so recht zuordnen konnte. Heute ist bereits der 1. September, ich weiß, bin wieder spät dran. Aber hey – Comics werden ja nicht schlecht und so habt ihr hoffentlich trotzdem noch Spaß an meiner kleinen Zusammenfassung.

Der Anteil deutsch- und englischsprachiger Comics hat sich dieses Mal die Waage gehalten, die Anzahl der Seiten lasse ich dabei allerdings mal außen vor. Los geht’s in alphabetischer Reihenfolge.

Comiccover in beige zeigt eine rote FederGraham / Churchland – Arclight

Tja, was soll ich zu Arclight sagen. Es handelt sich um eine Miniserie und sie eignet sich nicht für Comic-Einsteiger, soviel ist klar. Das Artwork ist weich und hat mich an Traumszenen erinnert (ich träume in Farbe). Das Magiesystem ist äußerst spannend, neu und interessant. Trotz all dessen, hat sich mir die Story nicht erschlossen. Ich weiß nicht, was hier schiefgelaufen ist. Vielleicht war es einfach der falsche Zeitpunkt. Image Comics, 2017, SC, 128 Seiten, englisch

Comic inmitten von Pflanzen. Auf dem Cover eine Dschungellandschaft, eine Frau durchquert sie auf einem BootLeo / Rodolphe – Amazonia: Episode 1

Die aktuelle Serie des Autors Leo mit der Powerfrau Kathy Austin in der Hauptrolle. Leo begibt sich mit „Amazonia“ zum ersten Mal in sein Heimatland Brasilien, natürlich nicht ohne mysteriöse Elemente unterzubringen. Hat mir sehr gut gefallen! Meine ausführliche Rezension findet ihr hierSplitter Verlag, 2017, HC, 48 Seiten, deutsch

Comiccover gehalten in gelb und rotDeConnick / De Landro – Bitch Planet Triple Feature! #1

Bitch Planet ist nicht neu, dies ist aber ein Ableger der Serie. Ich hatte allerdings zum ersten Mal ein Bitch Planet-Heft in der Hand, als es mir im Neuheitenregal im Comicladen entgegenstrahlte. Das pulpige Cover hat mich neugierig gemacht, also wollte ich reinlesen. Enthalten sind drei sehr unterschiedliche Storys, die voneinander nur durch den Stil getrennt sind. Es gibt keine Hinweise oder Kapitel. „Bitch Planet“ ist ein Gefängnis, in dem die Frauen einsitzen, die am unpassendsten für das vorherrschende Patriarchat sind. Vom Grundsatz her also eigentlich interessant – feministisch, satirisch und schräg. Aber leider verwirrend und ich habe mich nicht zu Hause gefühlt. Es bleibt erst einmal bei dem Versuch. Image Comics, 2017, Heft, 32 Seiten, englisch

Plüschassel neben zwei Manga-Bänden Ice Age Chronicle of the Earth von Jiro TaniguchiJiro Taniguchi – Ice Age Chronicle of the Earth Teil 1 + 2

Ein frühes Werk des viel zu früh verstorbenen Mangaka Jiro Taniguchi, der sich für diesen Zweiteiler die Werke Jules Vernes zum Vorbild genommen hat. Ich lese selten Mangas, bin aber allem aufgeschlossen und Jiro Taniguchis Werke sind der beste Grund überhaupt mit dem Lesen von Mangas anzufangen. Klassisch lesen sich diese zwei Bände von hinten nach vorne in für uns umgekehrter Leserichtung. Mit ein klein wenig Übung ist man da schnell drin, falls es „das erste Mal“ ist. Gestört hat mich die große Schreierei, denn in dieser Eiszeit scheint sich niemand ohne Geschrei verständigen zu können. Trotzdem hat sich dieser Taniguchi für mich gelohnt, mehr darüber in meiner ausführlichen Rezension hier im BlogSchreiber & Leser,2017, SC, 216 + 312 Seiten, deutsch 

Comiccover in Wasserfarben gezeichnet zeigt einen Baum vor einem zauberhaften Gelände mit Berg und WolkenEmma Rios / Hwei Lim – Mirror: The Mountain (Image Comics, engl.)

Künstlerisch bewegt sich Mirror auf sehr hohem Niveau. Zauberhaft anmutende Wasserfarbenzeichnungen. Bild in Bild in Bild … Vielsagend. Hintergründig. Etwas „Animal Farm“, etwas Deportation. „Mirror: The Mountain“ erzählt nicht nur von einer anderen Welt – einem lebenden Planeten. Der Comic fühlt sich beim Lesen auch an wie aus einer anderen Welt und liest sich dementsprechend. Stellenweise hatte ich das Gefühl, ich könnte der Erzählweise nicht folgen. Es war schwierig in die eigentlich so fabelhafte und phantastische Geschichte einzutauchen. Erst am Ende des Paperbacks schließen sich Erläuterungen, Sketches und Kurzgeschichten an. Leider erst am Ende. Denn hätten diese am Anfang gestanden oder wäre ein Hinweis darauf zu finden gewesen, hätte es meinen Genuss dieses Comics vervielfacht. So muss ich den Band mit einigem Abstand noch einmal lesen. Eine Fortsetzung würde ich auch sofort in die Hand nehmen. Denn das Gesamtkunstwerk ist immer noch … zauberhaft schön. Szenarist und Zeichner bleiben mir auf jeden Fall im Gedächtnis! Image Comics, 2017, SC, 176 Seiten, englisch

Das war mein Comiclesemonat Juli 2017. Wie sah es bei euch aus? Kennt ihr eine der Serien oder Comics, die ich gelesen habe? Habt ihr vor euch davon etwas zuzulegen? Ich bin neugierig, erzählt es mir.

Kommentar verfassen