Yoko Tsuno 28: Der Tempel der Unsterblichen =Rezension=

Comic liegt auf der grauen Plüschassel
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Yoko befindet sich in Deutschland bei ihrer Freundin Ingrid, als ein Hilferuf Khanys sie erreicht. Obwohl Ingrid gerade mitten in ihrem Konzert ist, macht sich Yoko zusammen mit ihrem Schützling Emilia auf nach Schottland – dem Platz, an dem die auf der Erde lebenden Vineaner seit sehr sehr langer Zeit ein neues Zuhause gefunden haben – darunter die befreundete Khany. Dieses Zuhause befindet sich tief unter der Oberfläche. Doch da gibt es noch mehr, noch weiter unten. Verborgen leben weit unten auch einige Zisterziensermönche in ihrer ganz eigenen Welt …

Die Frauen haben es im Griff

Dieser 28. Band in der Serie Yoko Tsuno schließt an Geschehnisse in Folge 25 an. Über diese habe ich berichtet in meiner Rezension zum neunten Sammelband (Yoko Tsuno Sammelband 9). Aber die Kenntnis der Geschehnisse aus diesem Abenteuer sind nicht für das Verständnis von Der Tempel der Unsterblichen nötig. In die Yoko Tsuno-Storys kann jede(r) immer einsteigen – vor allem auch Comic-Neulinge und junge Leser_innen.

Mir ist Album 28 auf den ersten Blick ein wenig zu pink-rosa und violett, die Farben ziehen sich durch das gesamte Abenteuer und irgendwann wurde es mir einfach zu viel. Das ist natürlich vom persönlichen Geschmack abhängig und alleine die Farbgebung sagt rein gar nichts über die Story aus.

Wieder einmal darf Emilia, Yoko Tsunos Schützling, vorpreschen und frech sein – eigentlich ist sie ja nur ehrlich und kann den Mund nicht halten. Yoko ist eher zurückhaltend, wieder sehr sachlich und strukturiert. Ihr dürft raten, wem ich ein klein wenig mehr Sympathie entgegenbringe.

Yoko Tsuno 28 Ausschnitt Seite 6

Yoko Tsuno 28 Ausschnitt Seite 6

In Der Tempel der Unsterblichen gerät eine junge Frau, die in der Welt der Mönche lebt, in ernste Schwierigkeiten und ein Charakter aus vorhergehenden Abenteuern ist daran nicht ganz unschuldig. Die Männer in diesem Yoko Tsuno-Abenteuer zeigen sich nicht unbedingt von ihrer besten Seite. Einzig, dass es sich um altertümliche Mönche mit ebenso angestaubten Ansichten handelt, kann da ein wenig besänftigen. Zwar ist die Story nicht mit großer Vehemenz radikal, enthält aber deutlich den Hinweis, dass die Mönche mit ihren antiquierten Ansichten Frauen gegenüber falsch liegen.  Sie unterschätzen Frauen und Mädchen in ihren Fähigkeiten und der Autor Roger Leloup hat die Tatsache, dass sie ein falsches Frauenbild haben überaus ansprechend und auch für ein jüngeres Publikum gut verständlich. Es ist wieder einmal kurzweilig, die Charaktere in dieser Serie zu begleiten. Für mich macht die Spannung die Kombination aus Gestalten der Fantasy (Drachen), Raumgleitern, keltischen Riten, christlichen Mönchen und tollen weiblichen Figuren aus.

Ich wünsche mir Yoko Tsuno als Schullektüre und zwar schon für die Grundschule! Wie gut könnten die Frauen und Mädchen in dieser Reihe doch schon als Vorbilder für die Kinder dienen.

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Yoko Tsuno 28: Der Tempel der Unsterblichen

Geschrieben und gezeichnet von

Roger Leloup

Genre und Leseprobe

Comic. Abenteuer. Science Fiction.
Eine Leseprobe gibt es hier auf der Verlagswebseite

Noch ein paar Details

Im März 2018 erschienen im Carlsen Verlag, ISBN 978-3-551-02209-7, 48 Seiten, Softcover, EUR 12

Außerdem gibt es für alle, die mit Yoko Tsuno langsam anfangen wollen, eine schöne Rezension zum Jubiläums-Doppelband bei Kathrin von Phantásienreisen:
ROGER LELOUP: „YOKO TSUNO. TWO-IN-ONE: UNTERIRDISCHE BEGEGNUNG / DIE ORGEL DES TEUFELS“ (Link)

Geeignet auch für Comic-Einsteiger!

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Den Comic habe ich als kostenfreies Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon völlig unbeeinflusst.

Cover in lilafarben

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