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Comics im April 2017

9 Comics liegend auf einem Glastisch

Nach den nur vier Comics im März 2017 habe ich im April wieder einige Ausgaben und Bände mehr gelesen. Ich stelle euch die 3 deutschsprachigen Titel (2 Alben und ein Kleinformat) und 6 US-Hefte vor, die mich in diesem Monat begleitet haben.

Zwei Comiccover. Links eine japanische Samurai auf blauem Hintergrund, rechts ein vermummter Held auf einem Mauervorsprung sitzend

Di Giorgio / Vax – Senseï Band 1: Die Schule der einsamen Wölfe (Splitter)

Was für ein Blick die junge Ronin doch hat. Die Coverzeichnung zieht einen geradezu in den Bann. Innen erwartet uns LeserInnen inhaltlich eine klassische Story in stimmungsangepassten Farbgebungen und in den Hintergründen reduzierten Panels. Der Beginn einer womöglich epischen Story an der ich dran bleiben werde. Im Detail betrachtet habe ich den Band in meiner Rezension.

Erschienen im Splitter Verlag – Hardcover – Eur 14,80 – ISBN 978-3-95839-428-5

Gabella / Carette – Der Henker Band 1: Göttliche Gerechtigkeit? (Splitter)

Mein erster Gabella und ich wurde nicht enttäuscht. In einem mittelalterlich anmutenden Paris-Ambiente begleiten wir Leser einen Rächer, der eine Hommage an moderne Superhelden zu sein scheint. Mysteriös, religiös und geheimnisvoll erzählen Gabella und Carette von einem schicksalgetriebenen Protagonisten. Ich werde die Serie auf jeden Fall weiterverfolgen. Ausführlich beschäftigt habe ich mich mit diesem Serienstart in meiner Rezension.

Erschienen im Splitter Verlag – Hardcover – Eur 14,80 – ISBN 978-3-95839-475-9

Erste Comicinnenseite, die zeigt, wie das Männchen in eine neue Wohnung einziehtJuno Pilgram – Zeug (Jaja Verlag)

Aufräumen, verstauen, entrümpeln, verschenken. Jeder, der mindestens einmal umgezogen ist, kennt die leidigen Aufgaben, die einem bevorstehen. Die neue Bleibe scheint riesig, jedoch stellt sich Ernüchterung ein, wenn die Umzugsgüter erst einmal eingezogen sind. Inmitten von Kartons wird einem klar – es passt nicht rein, alles steht voll. Und überhaupt – vorhin war die Wohnung doch noch riesig!?

Sprechblasenlabel, das Comics kennzeichnet, die auch für Comic-Einsteiger geeignet sindVor etwas über einem Jahr bin ich selbst umgezogen und habe mich in diesem „kleinen“ Comicheftchen in jedem Panel wiedergefunden. Ich hatte viel Freude beim Lesen und muss immer wieder lachen, wenn ich es zur Hand nehme und das Gefühl habe, Juno Pilgram hätte einen Comic über mich geschrieben. Übrigens eine super Geschenkidee für Umziehende, Eingezogene, Aufräumwillige und  die GastgeberIn der nächsten Tauschparty!

Heftchen erschienen im Jaja Verlag  – Eur 4,- – ISBN 978-394347593

Zwei Motor Girl-Comics auf den Covern jeweils die Protagonistin und ihr Gorilla

Terry Moore – Motor Girl #4 und #5 (Abstract Studios)

Während Mr. Terry Moore seine Story im vierten Heft seiner neuen Serie im eigenen Verlag nicht wirklich vorangehen lässt, holt er im fünften richtig aus und beendet Heft #5 mit einem fetten Cliffhanger. Zeichnerisch bleibt er sich treu und das gefällt mir!

Sam hat sich von ihrem Schrottplatz nicht vertreiben lassen und auch ihr Freund Mike ist weiterhin bei ihr. Ohne den Gorilla wäre alles eh nur noch der halbe Spaß. Der „Hai“ versucht das Schrottplatzgrundstück offenbar gerade aufgrund der Sichtung der Außerirdischen zu kaufen. Und im nachfolgenden Heft wird es dann so richtig schräg. Larry, einer der vom „Hai“ beauftragten Schläger wird von den kleinen Aliens entführt und scheint die Wahrheit hinter allem zu entdecken.

Comiccover zeigen das Portrait einer Frau mit Sonnenbrille und die Superheldin Faith

Roberts / Robertson – Harbinger Renegade #4 (Valiant)

Das Heft beginnt sehr stark mit Solomons Hintergrundstory, mit den Charakteren werde ich aber immer noch nur sehr langsam warm. Mit diesem vierten Heft endet dieser erste Abschnitt, der gleichzeitig der Beginn für ein neues Team ist – weiter geht es dann im Juli. Leider gefallen mir wieder die Zeichnungen von Faith nicht, da halte ich mich lieber an die Originalserie. Kommen wir also zu:

Houser / Eisma / Sauvage – Faith #10: The Faithless Part One (Valiant)

Sprechblasenlabel, das Comics kennzeichnet, die auch für Comic-Einsteiger geeignet sindAusnahmsweise mal die Covervariante B (von Jenn St-Onge), daher der ungewohnte Style. Trotzdem ein geniales Cover, das bereits auf den Inhalt vorbereitet. Denn Faith‘ ärgste Feinde schließen sich zu einem Villain-Dream-Team zusammen. Die nerdige Superheldin muss nun also wie einst Superman in seiner zweiten Verfilmung „Einer gegen alle“ gegen gleich vier Gegner antreten.

Eine echt gute Superheldenstory der besonderen Art mit einer netten Durchmischung mit dem Privatleben der Heldin (dieses Mal als Rollenspielerin). Sehr kurzweilig und viel zu schnell zu Ende. Weiter geht es dann im zweiten Teil in Heft #11.

2 Comiccover. Links eine große Statue/Geist und ein kleines Mädchen, rechts zwei Menschen, die durch einen Dschungel flüchten

Lemire / Ormston – Black Hammer #7: Black Hammer Falls! (Dark Horse)

Nach der kurzen Pause ist endlich das nächste Black Hammer-Heft da, die Serie ist und bleibt eine der besten, die aktuell auf dem Markt sind! In #7 erfahren wir endlich mehr über Black Hammer und in dem Zuge auch über seine Tochter Lucy. Denn diese landet plötzlich ebenfalls auf der Farm und erweitert das Team nun durch ihre Anwesenheit.

Die Story lässt nicht nach! Es bleibt spannend, tiefgründig und auch vielschichtig in den Charakteren. Ich frage mich, was damals eigentlich wirklich in Spiral City passiert ist und … ob Lucy eventuell den gestrandeten Hammer aufheben können wird? Wer weiß, durch Lucys Ankunft scheint alles möglich. Unbedingt lesen!

Millar / Capullo – Reborn Issue #5 (Image)

Was habe ich mich auf die Fortsetzung der Miniserie gefreut und auch sehr auf eine wieder ansteigende Qualität gehofft. Doch leider legt das (eigentliche) Top-Team hier nicht das vor, was ich erwartet habe. Die Charaktere bleiben mir fremd, die Story plätschert ruhig und relativ belanglos vor sich her.

Aber die sprechenden Tiere sind immer noch cool! Mal sehen, wie die Story in Ausgabe #6 beendet wird.

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